Ich habe Ärzte, Ärztekammer, Verbraucherzentralen, medizinische Organisationen, Patientenorganisationen per eMail und per Fax angeschrieben, in etlichen Fällen wiederholt, und darum gebeten, diese kostengünstige Diagnose-Methode beim Gemeinsamen Bundesausschuss wieder als Kassenleistung zu beantragen oder zumindest die Gründe für ihre Ablehnung öffentlich und transparent zu machen, damit sie Angesichts der Verschärfung der Lage im Medizinwesen neu diskutiert werden kann.
Bis auf zwei Fälle habe ich nichtmal eine Antwort bekommen. Die erste Antwort bekam ich von der Verbraucherzentrale Hamburg, die sich auf meine eMail hin zwar zunächst interessiert zeigte, mich aber dann über Wochen hinhielt, man würde zum Thema noch recherchieren, um dann schliesslich das Ganze doch im Sande verlaufen zu lassen. Die zweite Reaktion kam von einer Patientenhilfeorganisation in München, die umfangreichen, sehr informativen Dateianhang mitschickte, der klar machte, dass die Infrarotthermografie schon vor vielen Jahrzehnten medizin-wissenschaftlich gründlich untersucht und für gut und hilfreich befunden wurde (und das mit mitlerweile veralteten Geräten). Bis Ende der 80er Jahre war die Infrarotthermographie denn auch eine normale Kassenleistung, wurde dann aber von moderneren (und wesentlich teureren) Methoden wie CT, MRT usw als Kassenleistung verdrängt. Lediglich die Privaten rechnen diese Leistung noch ab, die aber nur noch in Krankenhäusern praktiziert wird.
Die Infrarot-Thermografie hat in den letzten Jahren aber einige ganz erhebliche Technologie-Fortschritte gemacht. Allein das sollte schon ein Grund sein, das Thema für die Medizin neu zu bewerten.
Als ich dann später versuchte, das Thema beim BundesGesundheitsMinisterium anzusprechen, wurde auf deren Website klar gemacht, dass der Bürger sich nur dann melden soll, wenn er zuvor gefragt wurde, also nur zu Themen, die man grade für opportun hält. Was Fragen von medizinischen Anwendungen und Kassenleistungen angeht, solle man sich an den Gemeinsamen Bundesausschuss wenden. Auf deren Website wiederum erfuhr ich, dass auch die nicht direkt mit den Bürgern kommunizieren, sondern nur über bestimmte Patientenorganisationen. Die wurden aber wenigstens genannt.
An diese hatte ich dann letzten Herbst eMails geschrieben. Als ich keine Antwort bekam, schickte ich Faxe. Auch darauf bekam ich keine Antwort. Damals fragte ich auch beim VDÄÄ nach deren Position zum Thema. Die haben - je nach Thema und Anliegen - mehrere eMail-Subadressen. Weil ich keine Antwort bekam schickte ich nach und nach an unterschiedliche Ansprechpartner mehrere eMails, bekam aber nie eine Antwort. Zuletzt mailte ich kürzlich sogar die Feminismus-Zeitschrift EMMA an, weil ich die praktizierten Alternativen zur Thermografie bei der Brustkrebs-Früherkennung, für Frauen feindlich / Frauen verachtend halte. Auch von denen bekam ich leider keine Antwort. Ich kann nicht glauben, dass soviele Adressaten soviele eMails und Faxe komplett ignorieren. Darum muss ich annehmen, dass Dritte ihre Finger dazwischen und die eMails einkassiert haben. Solche Eingriffe in meine Telekommunikation durch vergorgene Hände gehören seit vielen Jahren zu meinem "normalen" Leben.
Obwohl oder grade weil die Thermografie eine sehr effektive, Patienten-freundliche und sehr kostengünstige Methode in der Alltagsmedizin wäre, halten auch die Vertreter grosser Medien, die hier mitlesen, wie ich weiss, das Thema Thermografie in der Medizin - wie man sieht, oder eben nicht sieht - unter der Decke, also behandeln es nicht öffentlich. Das kann man durchaus als Anti-Thermografie-Komplott oder Verschwörung gegen eine bessere Medizin bezeichnen.