Da liefert Gedankenlesen wohlmöglich ehrlichere Ergebnisse.
Auch war Truffaut als Regisseur angeblich gradezu besessen von den Bücherverbrennungs-Szenen, und er und sein Hauptdarsteller Oskar Werner, der selbst ein Verfolgter der Nazis war und sich im Wald versteckt hatte, war mit Truffaut befreundet, aber diese beiden haben sich im Laufe der Filmproduktion immer mehr entzweit - vielleicht weil Werner eins zu eins an die Geschichte glaubte, wohingegen Truffaut offenbar doppelbödig dachte und eine Metabotschaft unterbrachte.
Denn die Nennung einer exakten Temperatur, bei der Bücherpapier angeblich zu brennen beginne, scheint Unsinn zu sein. Bei so unterschiedlichen Papierqualitäten, vom edlen, dicken holzfreien Hochglanzpapier eines Fotobandes bis zum dünnen Billigpapier einer Tageszeitung oder eines Taschenbuches, noch dazu unterschiedlichen Umgebungsbedingungen in denen Bücher gelesen werden, in trockenem oder eher feuchtem Klima und Milieu, erscheint eine exakte Temperaturangabe, bei der Bücher brennen, absurder Unsinn.
Welche Hinweise im Film sprechen für eine andere Meta-Botschaft?
Offenbar gehörte es schon damals zur Praktik von Radio und Fernsehen, Zuschauer in ihren Wohnungen konkret mit in das Live-Geschehen der Sendungen einzubeziehen (die grosse "Fernseh-Familie"), ohne Telefon, Internet oder sonst einen erkennbaren technischen Rückkanal.
Bei der Technologie des Gedanken-Fernlesens geht es einerseits um Supraleitung. Das passiert, wenn ab einer bestimmten tiefen Temperatur, der sogenannten Sprungtemperatur, ein Material plötzlich jeglichen elektrischen Widerstand verliert, sodass es unvorstellbar empfindlich wird für allerfeinste elektromagnetische Bewegungen, wie sie unter anderem beim Denken entstehen. Die exakte Temperaturangabe als Filmtitel deutet auf den Charakter einer Sprungtemperatur, und die verschneite Landschaft am Ende des Films meint die frostigen Temperaturen der allgegenwärtigen supraleitenden Gedankenlese-Sensoren.
Damit ist klar, dass Geräte zum Gedanken-Fernlesen schon mindestens seit den 60er Jahren im Einsatz sind. Das Buch als Vorlage stammt sogar aus den 50er Jahren. Und George Orwell sprach bereits 1948, also rund 10 Jahre zuvor, in seinem berühmten Überwachungsroman „1984„ von Gedankenkontrolle und Geräten zum Gedankenlesen. Denn die Technologie der Supraleitung, als Werkzeug zum Gedanken-Fernlesen, wurde schon rund 50 Jahre vor Orwell entdeckt, um 1900. Das ist für Wissenschaft und Forschung eine verdammt lange Zeit, um diese Technik zu perfektionieren, mit ihr die Welt zu beherrschen und die Menschheit zu versklaven.
Im Film liest der Protagonist den Beginn des Buches „David Copperfield“, von Charles Dickens. Darin wird zu Anfang die Frage gestellt, ob der Autor der „Held seines eigenen Lebens sein werde, oder ob diese Position von jemand anderen eingenommen werde.“
Eine Frage, die man in Zeiten des Gedanken-Fernlesens und folglich sicher auch der Gedanken-FernManipulation gar nicht so einfach beantworten kann.
Auch war Truffaut als Regisseur angeblich gradezu besessen von den Bücherverbrennungs-Szenen, und er und sein Hauptdarsteller Oskar Werner, der selbst ein Verfolgter der Nazis war und sich im Wald versteckt hatte, war mit Truffaut befreundet, aber diese beiden haben sich im Laufe der Filmproduktion immer mehr entzweit - vielleicht weil Werner eins zu eins an die Geschichte glaubte, wohingegen Truffaut offenbar doppelbödig dachte und eine Metabotschaft unterbrachte.
Denn die Nennung einer exakten Temperatur, bei der Bücherpapier angeblich zu brennen beginne, scheint Unsinn zu sein. Bei so unterschiedlichen Papierqualitäten, vom edlen, dicken holzfreien Hochglanzpapier eines Fotobandes bis zum dünnen Billigpapier einer Tageszeitung oder eines Taschenbuches, noch dazu unterschiedlichen Umgebungsbedingungen in denen Bücher gelesen werden, in trockenem oder eher feuchtem Klima und Milieu, erscheint eine exakte Temperaturangabe, bei der Bücher brennen, absurder Unsinn.
Warum dann aber eine exakte Temperaturangabe als Film-Titel?
Als in der letzten Episode der abtrünnige Bücherverbrenner Montag, zu den Buchmenschen in den Wald flüchtet, also eigentlich zu einem Ort der Hoffnung, wird seine Annäherung mit bedrohlich klingender Musik unterlegt und die Kamera fährt einen Schienenstrang entlang, wie wir es aus Filmen über Waggonfahrten in Konzentrationslager kennen.
Auch erscheint die im letzten Kapitel illustrierte Massnahme, dass Menschen ihr Lieblingsbuch auswendig lernen, um es zu bewahren, nichteinmal als poetische Idee überzeugend, geschweige denn realistisch (wer hat zeitlebens nur ein einziges Lieblingsbuch und wer kann und möchte das auswendig lernen?).
Als in der letzten Episode der abtrünnige Bücherverbrenner Montag, zu den Buchmenschen in den Wald flüchtet, also eigentlich zu einem Ort der Hoffnung, wird seine Annäherung mit bedrohlich klingender Musik unterlegt und die Kamera fährt einen Schienenstrang entlang, wie wir es aus Filmen über Waggonfahrten in Konzentrationslager kennen.
Auch erscheint die im letzten Kapitel illustrierte Massnahme, dass Menschen ihr Lieblingsbuch auswendig lernen, um es zu bewahren, nichteinmal als poetische Idee überzeugend, geschweige denn realistisch (wer hat zeitlebens nur ein einziges Lieblingsbuch und wer kann und möchte das auswendig lernen?).
Nicht nur dass es unmöglich wäre gerade die grossen Werke auswendig zu lernen; ein Gehirn ist sicher ein ungeeigneterer Speicher für irgend einen Buchtext, als jedes Buch selbst. Also scheinen diese Szenen etwas anderes zu bedeuten.
Welche Hinweise im Film sprechen für eine andere Meta-Botschaft?
Offenbar gehörte es schon damals zur Praktik von Radio und Fernsehen, Zuschauer in ihren Wohnungen konkret mit in das Live-Geschehen der Sendungen einzubeziehen (die grosse "Fernseh-Familie"), ohne Telefon, Internet oder sonst einen erkennbaren technischen Rückkanal.
Also schon seit Jahrzehnten beobachten die Radio- und Fernsehsender heimlich Personen in ihren Haushalten und beziehen die bei Bedarf mit in die Sendungen ein. Wie sonst soll das geschehen, wenn nicht mit einer Technologie des Sprache-und Gedanken-Fern-hörens, Fern-sehens und Fern-lesens?
Die merkwürdigen "Passfotos" in der Personalakte der Feuerwache, und die Fahndungsfotos des abtrünnigen Bücherverbrenners, zeigen insbesondere auch etliche Aufnahmen von dessen Hinterkopf, was natürlich absurd anmutet.
Die merkwürdigen "Passfotos" in der Personalakte der Feuerwache, und die Fahndungsfotos des abtrünnigen Bücherverbrenners, zeigen insbesondere auch etliche Aufnahmen von dessen Hinterkopf, was natürlich absurd anmutet.
Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass die existierenden Gedanken-Fernlesegeräte offenbar besonders auf die Signale vom Hinterkopf, also dem Stammhirn, fokussiert sind, machen diese Bilder Sinn: Der Hinterkopf / das Stammhirn der Menschen quasi als ihr gedankenleserischer „Fingerabdruck“.
Es ist von den sog. Buchmenschen die Rede. Das sind jene Menschen welche ihr Lieblingsbuch auswendig lernen und so quasi zu dem jeweiligen Buch werden:
Es ist von den sog. Buchmenschen die Rede. Das sind jene Menschen welche ihr Lieblingsbuch auswendig lernen und so quasi zu dem jeweiligen Buch werden:
„sie sind Bücher. Jeder von ihnen. Männer und Frauen.“ -
Da liegt es doch nahe, jeden Menschen auch ohne auswendig gelernten Buchtext, allein mit seinen eigenen Erfahrungen und seinem Wissen im Kopf, als eine Art lebendiges Buch aufzufassen. Wer in den Köpfen der Menschen ihre Gedanken lesen kann, kann damit quasi wie in geheimen Büchern lesen, in denen niemand sonst ohne die entsprechende Herrschaftstechnologie lesen kann. Mit dieser Deutung macht die Idee von den Buchmenschen Sinn.
Der Autor lässt es (im englischsprachigen Original) zu einer Verwechslung kommen: Gutmenschen? Nein, Buchmenschen.
Der Autor lässt es (im englischsprachigen Original) zu einer Verwechslung kommen: Gutmenschen? Nein, Buchmenschen.
Vermutlich weil nur die Gegner des Systems für das System interessant sind, Arschlöcher und Verbrecher haben vom System nichts zu befürchten, weil sie zum System gehören.
Dass Fahrenheit 451 tatsächlich eigentlich von der Technologie des Gedanken-Fernlesens handelt, machen auch zwei Hinweise am Anfang und am Ende des Filmes deutlich, die eine Art Klammer oder Rahmen um den ganzen Film bilden:
Die genaue Temperaturangabe als Titel und damit Beginn des Films, und der fallende Schnee, als Symbol für Eis und Kälte, der die Buchmenschen vollkommen umgibt, am Ende des Films, deuten auf die Technologie der Supraleitung.
Dass Fahrenheit 451 tatsächlich eigentlich von der Technologie des Gedanken-Fernlesens handelt, machen auch zwei Hinweise am Anfang und am Ende des Filmes deutlich, die eine Art Klammer oder Rahmen um den ganzen Film bilden:
Die genaue Temperaturangabe als Titel und damit Beginn des Films, und der fallende Schnee, als Symbol für Eis und Kälte, der die Buchmenschen vollkommen umgibt, am Ende des Films, deuten auf die Technologie der Supraleitung.
Dazu dringt ein Satz des rezitierenden Protagonisten durch: „Ich werde von etwas berichten, das voller Grauen ist." Das ist das biotechnologische Gedanken-fernlesen fürwahr.
Bei der Technologie des Gedanken-Fernlesens geht es einerseits um Supraleitung. Das passiert, wenn ab einer bestimmten tiefen Temperatur, der sogenannten Sprungtemperatur, ein Material plötzlich jeglichen elektrischen Widerstand verliert, sodass es unvorstellbar empfindlich wird für allerfeinste elektromagnetische Bewegungen, wie sie unter anderem beim Denken entstehen. Die exakte Temperaturangabe als Filmtitel deutet auf den Charakter einer Sprungtemperatur, und die verschneite Landschaft am Ende des Films meint die frostigen Temperaturen der allgegenwärtigen supraleitenden Gedankenlese-Sensoren.
Damit ist klar, dass Geräte zum Gedanken-Fernlesen schon mindestens seit den 60er Jahren im Einsatz sind. Das Buch als Vorlage stammt sogar aus den 50er Jahren. Und George Orwell sprach bereits 1948, also rund 10 Jahre zuvor, in seinem berühmten Überwachungsroman „1984„ von Gedankenkontrolle und Geräten zum Gedankenlesen. Denn die Technologie der Supraleitung, als Werkzeug zum Gedanken-Fernlesen, wurde schon rund 50 Jahre vor Orwell entdeckt, um 1900. Das ist für Wissenschaft und Forschung eine verdammt lange Zeit, um diese Technik zu perfektionieren, mit ihr die Welt zu beherrschen und die Menschheit zu versklaven.
Im Film liest der Protagonist den Beginn des Buches „David Copperfield“, von Charles Dickens. Darin wird zu Anfang die Frage gestellt, ob der Autor der „Held seines eigenen Lebens sein werde, oder ob diese Position von jemand anderen eingenommen werde.“
Eine Frage, die man in Zeiten des Gedanken-Fernlesens und folglich sicher auch der Gedanken-FernManipulation gar nicht so einfach beantworten kann.
Update: Systematisches Gedanken-fernlesen funktioniert meines Wissens nicht ohne Medizin- bzw Biotechnologie: http://gehe.blogspot.com/2013/10/man-stelle-sich-vor.html



