Freitag, 17. Juli 2015

Der erste von 10 000

Der Vorfall hat bei mir Nachdenken über das Thema ausgelöst.  Ich habe nun auchmal im Internet recherchiert und gefunden, daß die Kritiker innerhalb der Politik angeblich schon stolz darauf waren, die Weiterverwendung der Fingerabdrücke bei den Ordnungsämtern gestoppt zu haben. Das scheint gängige Strategie der Bürgerverarschung. Man packt in jedes brisante Vorhaben noch ein paar weitere übertriebene Vorhaben, um die man dann scheinbar  verbissen kämpft, aber die man schon von vornherein als Bauernopfer eingeplant hat, um vom Hauptranliegen abzulenken. Und dann opfert man angeblich um des Friedens willen die Kleinigkeit, und hat die grosse Hauptsache problemlos durchgekriegt. 
Wenn es wirklich nur um die sichere Identifizierung der Passhinhaber ginge, würden tatsächlich die Abrdrücke  der kleinen Finger ausreichen, was relativ unbedenklich wäre, weil die kleinen Finger kaum woanders Abdrücke hinterlassen. Hingegen die Abdrücke der Zeigefinger können fast überall heimlich abgenommen werden, wo Menschen etwas angefasst haben. Ob Trinkgläser oder Zigarettenpackungen in einer Bar (zerknüllen viele darum instinktiv ihre leeren Packungen?), Autotüren, Bürogegenstände, alles mögliche. Heutzutage lassen sich Fingerabdrücke vermutlich schnell mittels Speziallampe und Spezialoptik in jedes Smartphone einscannen. Wenn von jedem Passinhaber die Abdrücke seiner Zeigefinger im elektronischen System gespeichert sind, dann könnte man beispielsweise heimlich die Fingerabdrücke an den Gläsern und Gegenständen einer Bar erfassen und an Insider oder Hacker verkaufen, und die wissen dann, wer dort war und anhand der Reste im Glas auch, was die Personen getrunken haben.  Oder jemand gibt seinen Leihwagen zurück. Überwacher scannen dann innerhalb weniger Minuten sämtliche Fingerabdrücke an Lack, Griffen, Sonnenblende usw in ihren MiniComputer ein, sortieren den erkannten Abdruck des Kunden aus, und die restlichen Abdrücke sind dann identifizierbare Personen, die mit dem Kunden in körperlicher, jedenfalls direkter persönlicher Beziehung stehen, inklusive Zeitraumzuordnung.  Das funktioniert natürlich auch mit  jedem  Auto und mit allen die Autos nutzen. Wohlgemerkt, wir reden hier nur über unschuldige, unverdächtige Menschen, die aus anderen Gründen für Überwacher interessant sind (vielleicht haben es die Überwacher auf wohlhabende Männer und attraktive Frauen abgesehen). Ohne die beim PaßAntrag hinterlegten Fingerabdrücke könnten sie das alles nicht herausbekommen (mal abgesehen davon, dass Ärzte sich etwas dazu verdienen könnten, wenn sie von ihren Patienten in Narkose heimlich deren Fingerabdrücke genommen und verkauft haben)! Die kleinen Finger hinterlassen vermutlich so gut wie nie Abdrücke - weil sie zum Greifen kaum genutzt werden, und weil sie nur mit wenig Druck eingesetzt werden, aber sie sind zur Identitätsfeststellung genauso eindeutig wie die übrigen Finger. Dass man dennoch nicht die Abdrücke der kleinen, sondern der Zeigefinger abgeben muss, wenn man aus Deutschland bzw der EU raus will, ist schlagender Beweis, dass es um die TotalErfassung und -Überwachung von uns geht, also im Hintergrund um anderen, um polizeilichen und geheimdienstlichen Zugriff, und es zeigt dass die Bürger mit offenen Augen pennen (Eyes wide shut) und die Politiker keine Demokraten sondern gekaufte, faschistische Idioten sind. 
Die Augen der gesamten Bevölkerung Indiens (über 1 Milliarde Menschen, rund 20 % der Weltbevölkerung) wurde bereits elektronisch erfasst. Irgendwann sagt man dann uns Deutschen oder Europäern, wenn die armen, unterentwickelten Inder sich alle haben mit ihren Augen registrieren lassen, also alle sich von der Maschine haben in ihre Augen blicken lassen, dann doch wohl erst recht wir demokratisch voll entwickelten Einwohner eines Techniklandes. Und den Indern sagt man, wenn die korrekten, ordentlichen Deutschen sich dennoch wie Kriminelle alle mit ihren Fingerabdrücken haben registrieren lassen, dann doch wohl erst recht die viel chaotischeren Inder. Und am Ende (also Morgen Abend) ist die gesamte Weltbevölkerung mit Augen, Fingerabdrücken, Genen, GPS-Daten, Kontodaten, Bewegungsprofilen und allem anderen Daten komplett erfasst und verksklavt.

Mittwoch, 17. Juni 2015

Buchkritik: "Wem gehört die Zukunf", von Jaron Lanier

Ich halte das Buch für Käse bzw Bullshit. Der Autor redet zwar immer wieder vom Erwachsen werden, aber hat selbst einen engen Horizont wie ein Kleinkind im Laufstall: er bringt gezeichnete Diagramme (ab Seite 68) mit einer Aussagekraft etwa wie: Wenn's regnet, wird's nass, und er schreibt auf fast 500 sogar beim Lesen ermüdender Seiten nur über die Mittelschicht und über Netzwerke. Wobei er eine unausgegorene Idee an das nächste Hirngespinnst reiht, dass ich das Buch irgendwann in eine Ecke schmeissen wollte. Weder scheint der Autor eine Ober- und Unterschicht zu kennen, noch eine Welt ausserhalb der USA, Japan und Europa.

Einerseits preist er jene Gefühle, die ihm beim Überschreiten von Grenzen kommen, womit er wohl (auch oder vor allem) die Grenzen der Legalität meint, anderseits betont er strickte Abgrenzungen der Mileus und ist gegen eine Transparenz bei Einkommens- und Vermögensverhältnissen - nach dem Motto: Was die Unterschicht nicht über die Reichen und Mächtigen weiss, das macht sie auch nicht heiss - also Frieden durch Intransparenz und Verdummung.

Er übersieht oder ignoriert dabei, dass die gehobene Mittel- und Oberschicht als Überwachungs-Elite zwar alles über die Menschen der Unter- und unteren Mittelschicht weiss und in Bezug auf deren finanzielle Armut sicher nicht neidisch zu sein braucht, aber es könnte andere Eingenschaften der beobachteten Menschen geben, auf welche die Überwacher neidisch sind - und dann auch die Möglichkeit haben, entsprechend aber heimlich zu intervenieren. Umgekehrt haben die heimlich Überwachten keinerlei Möglichkeit, gezielt Einfluss auf die Überwacher zu nehmen - also eine sehr einseitige Angelegenheit, die der Autor mit seinem Buch verfestigen und von ihr profitieren möchte.

Warum der Autor so viele Dinge anreisst, ohne sie zu Ende zu denken, damit könnte er vielleicht die Strategie verfolgen, unzählige Leser seines Buches auf der ganzen Welt zu provozieren, seine unausgegorenen Ideen weiter zu spinnen oder Alternativen zu entwickeln. Lanier bräuchte dann nach einiger Zeit nur noch nach Stichwörtern aus seinem Buch zu googeln und bekäme dann global zusammengefasst sämtliche Texte präsentiert, die Leser seines Buches verfasst und ins Netz gestellt haben - so wie zB diesen Blogeintrag hier. Die global kostenlos eingesammelten Ideen liest er dann, formuliert sie etwas um und macht daraus ein neues Buch, dass er unter seinem Namen verkauft. Darum will ich über das Buch nicht weiter ins Detail gehen.

Freitag, 12. Juni 2015

Warum strömen tausende Afrikaner nach Europa?

Ein weiterer  Grund, warum Ursachen der Flüchtlingsströme in den Medien kaum  vorkommen, könnte vielleicht auch sein, dass die Flüchtlinge inoffiziell  willkommen sind, um sie ge- und missbrauchen zu können: als  Organspender und Arbeitssklaven, und als Versuchstiere zum Üben  geheimdienstlicher Morde.  Als Illegale sind sie Freiwild. Wenn unsere  hoheitliche Polizei einen Afrikaner sogar in einer Gefängniszelle bei  lebendigem Leib straflos verbrennen darf, und Jahre lang in ganz  Deutschland liebenswürdige Unternehmer aus dem Ausland von Nazis mit der  selben Waffe erschossen werden können, ohne dass Geheimdienste,  Polizei, Politik und Medien das merkwürdig finden, und eine Richterin,  die sich dafür einsetzt, junge Zuwanderer derart zu betreuen, dass die  gar nicht erst straffällig werden, die begeht Selbstmord oder wird  ermordet, dann kann man sich vielleicht ausmalen, was dann erst im  Verborgenen mit illegalen Einwanderern gemacht wird!

Zwei weitere  Quell- oder Durchgangsländer für Flüchtlinge sind u.a. Ägypten und  Libyen. In Ägypten wurde die Revolution vom Militär wohlwollend  begleitet, das zu grossen Teilen von den USA mitfinanziert ist und das  grösste in der arabischen Welt ist, der Mubarak-Clan wurde aus der Macht  gedrängt, die Muslime ausgebootet, und nun regiert ein Ex-Militär - und  damit indirekt auch die USA.

In Libyen wurde der Bürgerkrieg von  den USA bzw der NATO mit Bombenangriffen unterstützt, der Gaddafi-Clan  weitgehend ermordet, also die Mitwisser der vorherigen Kooperation mit dem Westen für immer zum Schweigen gebracht. 
Die West-Medien haben das  ganze mit Demokratie-Geschwafel orchestriert, aber was in Libyen seit  dem passiert, wie der Westen helfen kann in Libyen eine Demokratie  aufzubauen, und wer nun Zugang zu den Ölquellen hat,  interessiert unsere  angeblich Demokratie bewegten Medien herzlich wenig - zumindest  berichten sie kaum darüber.

Kommen Flüchtlinge auch aus der Mitte  und dem Süden Afrikas? Viele afrikanische Länder verfügen über reiche  Bodenschätze, die aber nur einer Geld- und Macht-Elite zu Gute kommen,  die grosse Masse der Bevölkerungen geht leer aus. Warum hilft der Westen  nicht, für mehr Gerechtigkeit in diesen Ländern zu sorgen? Vielleicht  weil viele West-Firmen als Teilhaber und Mitglieder dieser  Ausbeutungs-Oligarchie profitieren.

Auch werden von europäischen  und anderen westlichen Industriestaaten die Meere vor den Küsten Afrikas  rücksichtslos leer gefischt - darum einheimische Fischer arbeitslos  werden und die Bevölkerung hungert - auch Gründe für Flucht nach Europa.  Die Überfischung der Meere ist seit vielen Jahren ein Thema in den  Medien, aber warum gibt es in Deutschland keinerlei staatliche  Initiative die Gründung von Fischfarmen hier oder in Afrika zu fördern?

Seit  vielen Jahren engagiert sich China in zahlreichen afrikanischen  Staaten. Man kooperiert mit dem Ziel einer Win-Win-Situation. Die  Chinesen bauen Bodenschätze ab, schaffen dafür im ganzen Land  Infrastruktur, bauen Krankenhäuser und Schulen, installieren  Trinkwasserversorgungen, betreiben also quasi eine Art Nation-Building.
 
Was  macht Europa? Es missbraucht Afrika als Müllkippe. Dann zeigen unsere  Medien schmutzige Lebensverhältnisse in Afrika, mit der zynischen  Suggestion, die Afrikaner hätten kein Hygiene-Bewußtsein. Aber wo  europäischer Müll abgeladen wird, kann keine Landwirtschaft betrieben  werden, und die sozialen und finanziellen Strukturen werden durch  ansteigende Krankheitsfälle überlastet. Alles Gründe für Fluchtversuche  nach Europa.

Wer in Deutschland regelmäßig Meldungen und Berichte  aus und über Afrika im TV sehen will, der bekommt nichts von ARD und  ZDF.  Man muss dafür Auslands-TV gucken: Al Jazeera, BBC, CNN, CCTV,  France24, und vielleicht noch einige andere. Diese Sender bringen  mindestens einmal jede Woche für eine halbe bis eine Stunde lang  Berichte und Reportagen nur über Afrika.  In der ARD läuft einmal die  Woche für eine halbe Stunde der Weltspiegel, wo die Deutschen erfahren,  dass sie nicht allein auf dem Globus existieren.
 
Aber das ZDF  sendet sein Hochglanzprogramm angeblicher deutscher Wirklichkeit auch  nach Afrika, über den Satelliten Eutelsat. Wer stolz darauf war, dass  die deutsche Krimiserie Derrick in der ganzen Welt bekannt war, der darf  sich nicht wirklich wundern, wenn gutgläubige Menschen, die noch nicht  von der verlogenen westlichen Medien-Kultur verdorben sind, tatsächlich  glauben, was deutsche Staatssender von Morgens bis Abends in die Welt  hinaus versenden: All die verlogenen Arzt-, Krankenhaus-, Krimiserien  und Telenovelas wie Lindenstraße, die ja genau genommen Heile-Welt-Lügen  über die Wirklichkeit in diesem Lande verbreiten. Gemacht, um den  Deutschen eine heile Welt vorzutäuschen, wirken sie auf Afrikaner wie  ein Magnet. Und unsere Medien und wir als Publikum stellen uns doof,  unwissend und überrascht. Das ist teuflisch.

Donnerstag, 2. April 2015

Elser - eine Inszenierung?


Welche Dinge stützen diesen Verdacht? Es gibt einerseits Interpretationen und Einschätzungen, von Dingen, die man für menschlich wenig glaubwürdig, wenig wahrscheinlich und irgendwie für untypisch halten kann, also eher Gefühls-Einschätzungen über menschliches Verhalten, und es gibt logische Widersprüche. Beide Bereiche haben ihre Berechtigung und finden sich in der betreffenden Sache.

Ich jedenfalls finde es etwas zweifelhaft, dass jemand sich in einem Wirtshaus über Wochen immer wieder unbemerkt einschliessen lassen kann, es immer wieder unbemerkt verlassen kann, wenige Wochen bevor der von allen geliebte und verehrte Diktator in den Räumen eine Rede halten soll, und dieser (arbeitslose?) Handwerker hat auch noch das Geld und die Möglichkeit, sich Sprengstoff und einen Zeitzünder zu beschaffen, und er kann angeblich eine Säule neben dem Rednerpult unbemerkt aushöhlen und den Sprengstoff unbemerkt in den Keller des Wirtshauses bringen, aber zufällig verlässt das Zielobjekt des Anschlags, also Hitler, wenige Minuten vor der geplanten Explosion das Haus. Und obwohl Elser das alles angeblich völlig unbemerkt hat machen können, wird er schon kurz darauf von den Häschern des Systems an der Grenze zur Schweiz gefasst. Wie haben die das alles in so kurzer Zeit herausgefunden? Es gab noch kein Internet und keine Überwachungskameras. Und warum wurde Elser, anders als alle anderen Widerständler, nicht wie diese sofort hingerichtet, sondern erfuhr sogar Jahre lang eine Vorzugsbehandlung im Gefängnis?

Ich finde, das sieht alles sehr nach einer abgekarteten Sache durch die Nazis selbst aus. Vielleicht haben die Elser heimlich zum Attentat angestiftet, haben sich dazu unter falscher politischer Identität nur heimlich mit ihm getroffen, so dass er für alle die ihn kannten, wie ein Einzelgänger bzw Einzeltäter aussah, die Nazis haben ihn seine Aktivitäten im Bürgerbräukeller ausführen lassen, haben so getan, als bemerkten sie ihn nicht, man hat ihn mit Sprengstoff und den nötigen Informationen ausgestattet, hat dafür gesorgt, dass Hitler rechtzeitig vor der Explosion das Gebäude verlässt, und man konnte Elser natürlich sofort schnappen. Durch ein (vermeintliches) Attentat auf Hitler konnten die Nazis den Rest der Bevölkerung gegen bestimmte Feinde mobilisieren, überhaupt die Bevölkerung militärisch einstimmen auf die gnadenlosen Aktionen gegen alle Anti-Faschisten, und man konnte Hitler als unverwundbar, quasi als von Gott oder dem Schicksal auserwählten Heilsbringer darstellen.
Aber warum stellen sich Historiker und Medien nicht die Frage einer Inszenierung durch die Nazis? Zwei mögliche Gründe:
Je mehr angebliche Widerständler es gegeben hat, desto besser für das Image Deutschlands. Eine Aufdeckung des vermeintlichen Attentats auf Hitler, als Inszenierung der Nazis, würde ein Bewusstsein in der Bevölkerung wecken, wie raffiniert die Herrschenden vorgehen, was auch für heutige Verhältnisse nicht erwünscht ist - die Herrschenden brauchen Untertanen, die nur einfach denken.

Samstag, 14. März 2015

Auf die bunte Medienwelt des Westens reingefallen: Boris Nemtsov

Ich kannte ihn nicht, aber im Fernsehen macht er einen sympathischen Eindruck, und es ist traurig, einen solchen Menschen zu verlieren.

Dennoch habe ich Kritik. Im ARD-Interview redet er, als seien die westlichen Medien mit ihm befreundete Vorbilder und Maßstäbe für Demokratie und Rechtstaatlichkeit. Aber ARD & ZDF sind unermesslich reiche Überwachungs- und Informations-Imperien, und ihre Journalisten sind fremdgesteuerte Rädchen in einem sanften faschistischen Getriebe. Was Boris Nemtsov über die Mafia in der russischen Regierung sagt, das trifft doch auch auf deutsche Machtverhältnisse zu. Was glaubt er denn, aus welchem Geheimdienst der BND hervorgangen ist, und aus welchem Reich die Bundesrepublik. Ich erwarte bei solchen Interviews mit russischen oder muslimischen Systemkritikern dann manchmal, dass einem von der Fernseh-Crew der Kragen platzt und er den Kritiker endlich aufklärt: Das ganze Westfernsehen dient auch nur der Überwachung, Einhegung und Gleichschaltung, kaschiert als Unterhaltung und Verbraucherinformation, ohne dass die Bevölkerung das merken soll. Auch vermisse ich entsprechende Nachfragen an den Kritiker, ob er denn keine Amerika und West kritischen TV-Sender oder Webseiten konsumiert? Was meinen Sie denn, wie der Westen funktioniert und warum Deutschland wirtschaftlich so erfolgreich ist - doch nicht in dem Medien und Geheimdienste gegeneinander arbeiten? Haben Sie noch nie den Begriff Deutschland-AG gehört? Alle Autoritäten und Institutionen arbeiten Hand in Hand. Kritik gibt es nur in den extra dafür geschaffenen Sandkästen. Wie etwa in System kritischen Weblogs, die keiner liest - ausser die Überwachungs-Mafia.

Die Internet-Technologie wurde von Vinton Cerf Anfang 1973 als Teil eines Projekts unter dem Vorsitz von Robert Kahn entworfen und von der Advanced Research Projects Agency (Forschungsprojektagentur) vom US-amerikanischen Verteidigungsministerium durchgeführt. Danach bemühte sich Cerf, das Internet aufzubauen, zu skalieren und zu standardisieren. 1984 wurden die Technik und das Netzwerk privaten und öffentlichen wissenschaftlichen Agenturen zur weiteren Entwicklung übergeben.

Wer bei US-Verteidigungsministerium nicht auch an die CIA denkt, erscheint naiv und schlecht informiert. Vielleicht hat Boris Nemtsov das Internet mit dem WWW verwechselt.

Hofstetter im Interview ausgetrickst

Hofstetters Befürchtung, die Maschinen könnten unsere Demokratie, unseren Rechtstaat, unser Menschsein bedrohen, mutet angesichts dessen, dass es eine solche Fortschrittskritik seit Jahrzehnten, wenn nicht Jahrhunderten gibt, und somit der Tatsache, dass Demokratie, Rechtstaat und Menschein nurmehr Fiktionen, Werbeversprechen und Propaganda sind und nicht wirklich existieren, als biederer Balsam für den Mainstream an, der noch an diese Dinge glaubt. Dann wurde die Macht des Maschinensystems mit Gott und der Bibel verglichen, was in unserem Kulturkreis eine positive Konnotierung ist. Richtiger wäre es gewesen auch vom Teufel zu sprechen, und einer Hölle, auf die die Menschheit zugeht. Immerhin hat laut Bibel die Menscheit ihren Anfang im Paradies genommen, aus dem sie dann durch eigenes Verhalten vertrieben wurde. Da bleibt für die Menschheit am Ende nur die Hölle. Das wurde aber von beiden geflissentlich verschwiegen.
Hofstetters Beschreibung, dass nun erstmals der Mensch selber zum Gegenstand wirtschaftlicher Optimierungsstrategien geworden sei, erscheint als Geschichts vergessender Schwachsinn, denn jeder Herrscher hat seine Untertanen und insbesondere das Militär, nach seinen Effizienzkriterien optimiert. Und die Neuzeit hat das augenfällig weitergeführt mit der Fliessband- und Akkordarbeit. Ganze Heerscharen von Experten sind seit langem damit beschäftigt, den Menschen und seine Arbeitsabläufe zu analysieren und zu optimieren. Der Fortschritt hat auch die Arbeits-Optimierungs-Experten mit immer raffinierterer Technologie zur Überwachung und Analyse ausgestattet, womit die Beobachtung und die Beobachter immer verborgener und unbemerkter agieren können. Was ist neu? Vielleicht dass der Mensch, das Individuum als Objekt sich dem nicht mehr entziehen kann, weil die Seite der Überwacher ein einziger, global vernetzter Organismus ist, der über raffinierteste Überwachungstechnologie und unermessliche Reichtümer verfügt. Ein gefrässiger Super-Organismus, ein Raubtier, ein Alien, wie in zahllosen SciFi-Thrillern beschrieben. Der normale Mensch ist da wie ein Nacktmull in einer Schlangengrube. All das scheint Yvonne Hofstetter zu ahnen und will es vielleicht öffentlich sagen, wird aber von Interviewern in den Leit- und Massenmedien durch raffinierte Gesprächsführung daran gehindert. So zumindest mein Eindruck, weil oder trotzdem ich ihr Buch (noch) nicht gelesen habe.

Dienstag, 3. März 2015

Buchkritik: Y. Hofstetter - "Sie wissen alles"

Unehrlich ist die Autorin, weil sie behauptet aufzuklären, aber wichtige Dinge verschweigt, verharmlost und verschleiert. Überaus naiv oder die Leser verkackarschend, weil sie eine heile Welt von Demokratie, Rechtstaat und humanistischer europäischer Geschichte als real behauptet, die tatsächlich nicht existiert und die Restwelt damit quasi zu Barbaren erklärt. Eitel, weil sie lieber schöne Begriffe verwendet die verschleiern und verharmlosen, als einfache Worte der Klarheit, und weil sie ihr militärisches Wissen selbstgefällig und in einer Gott gleichen Erzählhaltung episch ausbreitet, als sei ihr Buch ein Roman, anstatt ein Sachbuch über eine dramatische angebliche oder tatsächliche Bedrohung der Menschheit. Das Buch ist teils politisches Pamphlet, teils militärischer Groschenroman. So beschreibt sie an einer Stelle über mehrere Seiten lang minutiös eine militärische Situation mit ua dieser Stelle: "Möglicherweise Astro!", schreit jemand durch den Dunkelraum. 'Astro' ist der Codename für eine F-14. Der Ruf elektrisiert den Identification Officer. Sein Körper schüttet eine hohe Dosis Adrenalin aus. Der Einsatz des IFF-Systems könnte Klarheit schaffen." Die Autorin ist nationalkonservativ, weil sie in den alten Kategorien eines Wettkampfs der Nationen denkt, von deutschen moralischen Werten schwadroniert, sie den Begriff Migrant als Schimpfwort, als Beleidigung auffasst, wie in einem 3sat-Interview deutlich wurde, in welchen sie sich gleich zu Anfang über die Bezeichnung "digital immigrant" für ihre Generation beschwerte. Die Autorin macht die Fehler selbst, die sie den Datensammlern vorwirft. Sie stellt zwar eingangs fest, die Abstraktheit der Problematik habe bisher eine Alarmwirkung in der breiten Bevölkerung verhindert, aber anstatt als Insiderin diesen Mißstand nun endlich mit anschaulichen Beispielen zu beheben, ist sie mehr damit beschäftigt, schöne Worte und Vergleiche zu finden, die dann ziemlich daneben gehen, als inhaltlich mal konkret und anschaulich zu werden. Wenn sie beispielsweise die Computer gleichsetzt mit dem Motor eines Autos, Big Data als Treibstoff bezeichnet, und das Internet als Chassis des Autos, dann ist das mehr eine Verharmlosung und Verschleierung, als eine Veranschaulichung der realen Verhältnisse. Und wenn sie den Umgang der Sammler mit Big Data hin zu einem Risiko, als Mutation bezeichnet, anstatt allein schon die Motivation und das Wachstum zu schierer Grösse als Problem zu erkennen, dann ist auch das eine Verkennung der Realität. Ein Kapitel betitelt sie mit der Forderung, eine klare Grenze zwischen Mensch und Maschine zu ziehen, lässt sich dann aber im o.g. Fernsehinterview zu ihrem Buch zu der Aussage verführen, der Algorithmus der Maschinen sei quasi deren Seele, worauf der Interviewer feststellt, daß man nun die Maschine vermenschlicht habe. Tatsächlich aber ist eine Maschine klar in Hardware und Software getrennt, und der Algorithmus ist ein Werkzeug der Software - also keine Seele der Maschine. Wenn die Autorin am Schluss ihres Buches Tipps zum Umgang mit den Datensammlern gibt und ua eine Art neues Grundgesetz schreibt, das von Richtern, Polizei und Politikern geschützt und durchgesetzt werden müsse, dann ist das einfach nur noch abgrundtief naiv, wenn nicht gar dumm. Denn schon allein die Polizei ist nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems. Und unsere unrechtstaatliche, gekaufte und opportunistische Justiz als Hüter von Demokratie und Grundrechten zu erklären, heisst Beamte zu Freiheitskämpfern zu stilisieren. Wenn Hofstetter die Post als Big-Data-Unternehmen bezeichnet, und als Beispiel verkaufte Umzugsdaten nennt, dann ist das unehrlich und eine Leserverdummung. Denn Umzugsdaten hat seit ewigen Zeiten jede Meldebehörde, jedes Ordungsamt in Deutschland, also der Staat, also Polizei, Justiz, Geheimdienste. Und in Zeiten von EDV und IT kann jeder Beamte dort die Meldedaten auf einen USB-Stick kopieren und an Firmen verhökern, was vor Jahren schon geschehen ist und von der Politik sogar per Gesetz genehmigt wurde. Was die Autorin sicherlich weiss, aber verschweigt ist, dass die Post-Computer selbstverständlich alle handschriftlichen Absender- und Empfänger-Adressen lesen und speichern können, ebenso die Art der Postsendung (Karte, kleiner Brief, grosser Brief, Päckchen, Packet usw), vielleicht auch den genauen Ort des Einwurfs (welcher Briefkasten, welcher Stadtteil, interessant falls kein Absender auf der Postsendung) und natürlich das Datum. Sicherlich werden manche, wenn nicht alle Postsendungen auch mit Nacktscannern durchleuchtet, um zu wissen, was drin ist. Also das, was momentan gerne über Facebook, Google und Amazon beklagt wird, die würden unser Beziehungsgeflecht bzw -profil erfassen, das gilt schon lange für die Post. Aber darüber redet keiner, nichteinmal die Autorin des vermeintlich aufklärerischen Sachbuches. Und immer wieder der Rekurs auf angebliche demokratische und humanistische Traditionen Deutschlands und Europas, gerne mit einer Zitierung Kants. Aber was ist Kant mehr als eine Knoblauchzehe in der Hand der Bildungsbürger und Kultureliten, die diese dem Dämon ungezügelter Freiheit und Emotionalität entgegen halten. Was weiss die Aldi-Kassiererin oder KiK-Verkäuferin von Kant? Was interessiert den Banker, den Embryonenforscher, den Maschinenbauingenieur, den Datenhai - kurz gesagt die Produktivkräfte, aber auch Polizei und Geheimdienste der Philosoph Kant? Immer wieder wurde festgestellt, dass die praktisch hilfreichsten Gegner der Nazi-Diktatur nicht das Bürgertum war, sondern die einfachen Leute. Die drei bekanntesten Widerstandskräfte gegen den Nazifaschismus waren Georg Elser, ein einfacher Schreiner, die Weisse Rose mit ihrem beliebtesten Mitglied Sophie Scholl, die weniger philosophische als internationalistische, mitmenschlich-emotionale und religiöse Motive für ihre Opferbereitschaft hatte, und der Soldat Stauffenberg, der vermutlich kaum Kant als Motiv für seinen Widerstand gegen Hitler hatte. Also was sind die europäischen Philosophen mehr als Monstranzen des Bildungsbürgertums, welches diese als Feigenblatt vor ihrer eigenen Skrupellosigkeit und Feigheit vor sich hertragen. Was sind die abstrakten europäischen Philosophien im Vergleich zu den von den Bevölkerungen in Asien gelebten Religionen der Achtsamkeit und des Respekts?! Hofstetter behauptet an einer Stelle, die Datenhaie würden sich nicht für alte, sondern nur für aktuelle Daten interessieren. Die Autorin widerspricht ihrer Behauptung auch dadurch selbst, indem sie eine humanistische Tradition Europas behauptet, wobei sie kaum die jüngere Geschichte mit Faschismus in Deutschland, Italien, Spanien, Griechenland, Frankreich, Rumänien und weiteren Ländern meinen kann, sondern offenbar meint sie die alten Zeiten der Vormoderne - also alte Daten, aus denen sie unter Ignorierung jüngerer Daten positive Prognosen für die Zukunft herleitet. Vermutlich auch irgendwo im Buch, in jedem Fall aber im Vis-a-Vis-Interview auf 3sat tritt Hofstetter gegen den Sozialstaat, spielt ihn aus gegen Investitionen in die technologische Zukunft. Kann es wirklich sein, dass eine Unternehmerin der Rüstungsindustrie, die sicher besonders im Fokus von Geheimdiensten steht, kritisches Insiderwissen in die breite Öffentlichkeit trägt? Die Antwort heisst vermutlich wie auch bei den meisten Whistleblowern: solange sie weder plastisch anschaulich werden, noch die wirklich brisanten Herrschaftstechnologien, wie etwa das technische Gedankenlesen, die wahre Big Brother Technologie, und die Gott gleichen Manipulationsmöglichkeiten der Quanten- oder Kernphysiker und der Stringtheoretiker bestätigen oder öffentlich machen, solange können diese Pseudo-Whistleblower ganz gross in den Medien präsentiert werden und schreiben was sie wollen. Die Deutschen vor den Datensammlern aus Amerika zu warnen ist pseudo-kritisch, harmlos und in diesem Lande wohlfeil. Fazit: Hofstetter ging es mit ihrem Buch offenbar primär darum, ihr militärisch gedrilltes Unternehmerherz einmal der zivilen Öffentlichkeit auszuschütten, damit einiges Geld zu machen und bekannt zu werden, ohne wirklich Brisantes und Aufrüttelndes preiszugeben.

Freitag, 6. Februar 2015

Fernsehleute unfassbar reich

Wie komme ich zu der Behauptung, Fernsehleute seien unfassbar  reich. Mehrere Fakten führen zu dem Ergebnis: Informationen sind das Erdöl des Informationszeitalters und einer Informationsgesellschaft. Aus der Tatsache, dass in Deutschland sehr viele Menschen mit weniger Macht als Fernsehleute, sehr wohlhabend sind, folgt denklogisch, dass Leute mit mehr Macht, über mehr Geld verfügen. Wenn die Fernsehleute nicht so viel Geld bekämen, wie vermutet, würden sie ihre Vemögens- bzw Einkommenverhältnisse doch offenlegen, denn ihr Job ist ähnlich dem von Politikern ein öffentlicher, der Bevölkerung verpflichteter und von ihr bezahlter. Das vermutete viele Geld der Fernsehleute ist  tatsächlich in jenem Topf vorhanden, aus dem alle Medienschaffenden bedient werden: Die 7,5 Milliarden Euro werden jedes Jahr komplett verteilt.

Die TV-Journaille deckt ja gerne auf, über welches Vermögen Florida-Rolf und andere Hartz4-Empfänger verfügen, welche Zuverdienste der eine oder andere Politiker nur mit Vorträgen und Pöstchen einsackt, und sie sind live dabei, wenn Wohnungen zwangsgeräumt, Versicherungs- und Sozialbetrüger überwacht und dann hopps genommen werden - also sie gucken sich die Vermögens- und Einkommensverhältnisse vieler anderer sehr genau an und machen sie öffentlich - was zB im Falle von Politikern nicht verkehrt ist.       
Aber mit wievielen Euros die Bildschirmpräsenz der TV-Charismatiker bezalt wird, und wie ihr typischer Arbeitstag, ihre Arbeitswoche, ihr Arbeitsmonat aussieht, das erfahren die GEZ-Gebührenzahler leider nicht.                                                                     Dazu bedurfte es erst der investigativen Frage von Daniel Küblböck im Dschungelcamp vor einigen Jahren, dem eine blonde Tagesschau-Sprecherin irgendwas von - wenn ich mich nicht falsch erinnere - 300 Euro pro Sendung? sagte. Also für eine viertel Stunde Vorlesen vor der Kamera. Natürlich gehört auch Vor- und Nachbereitungszeit dazu. Einlesen, nachfragen, Kamera gerechtes Zurechtschminken, anschliessende Kritik, usw.  Lass es insgesamt eine oder zwei Stunden sein. Also pro Tag geschätzt 2 Stunden Arbeitszeit für 300 Euro. Die wechseln sich ja ab, pro Sprecher vielleicht eine Woche oder zwei pro Monat. 14 Tage mal 300 Euro macht 4100 Euro für 28 Stunden Arbeit pro Monat. Also gerundet für quasi eine 30 Stunden Woche 4000 Euro, die restlichen 3 Wochen jedes Monats wären frei.
Eine Vertreterin der Tagesthemen hat in einer TalkShow mal was zu ihren Arbeitszeiten gesagt und grob ihren Arbeitsmonat umrissen. 1 Woche Arbeit, danach 1 Woche frei. Also pro Monat 2 Wochen Arbeit, 2 Wochen frei. Weil die Tagesthemen doppelt so lang sind, wie die Tagesschau, und die Moderatoren nicht nur ablesende Sprecher sind, sondern richtige Journalisten, die auch Interviews machen und moderieren, und deren Arbeit wohl schon Mittags oder Nachmittags beginnt, bekommen die sicherlich ein Mehrfaches des Honorars von blossen Sprechern. Für die doppelte Sendezeit vermutlich doppeltes Geld. Mit wieviel mag die höher qualifizierte Arbeit vor der Kamera belohnt werden? Doppelt, dreifach, vierfach? Mal angenommen die Mitte, also das Dreifache, was dann pro Sendung 1800 Euro wären. Bei 14 Sendungen pro Monat wären das rund 25 000 Euro. Die monatliche Arbeitszeit von 2 Wochen ist bestägter Fakt. Wenn auch das mutmassliche Honorar einigermassen der Wirklichkeit entspricht, dann nimmt es kein Wunder, dass der Job innerhalb der ARD so heiss begehrt ist und offenbar als eine Art Lottogewinn mit Königskrönung angesehen wird.

Dienstag, 27. Januar 2015

Die geheime Wahrheit über die Widerstandsgruppe "Weiße Rose"?

Warum die Widerstandsgruppe "Weiße Rose" sich diesen Namen gegeben hatte, ist angeblich unklar. Klar ist, dass die Mitglieder der Weißen Rose, insbesondere die Geschwister Scholl, in den gebildeten Zirkeln der kritischen Kulturschaffenden und Wissenschaftler verkehrten, also sie waren Teil der kritischen Elite.

Als die Studentin Sophie Scholl in München von einer ihrer Schwestern besucht wurde und beide beim Spaziergang durch die Stadt System kritische Mauerparolen sahen, soll Sophie im Verschwörerton gesagt haben, Die Nacht sei die Zeit der Freien.

Einige Mitglieder hatten reichlich Fronterfahrung, und Sophie Scholl war mit einem Wehrmachtsoffizier befreundet. Dennoch glaubte Sophie Scholl nach ihrer Verhaftung im Februar 1943 angeblich, dass vielleicht noch während ihrer Haft der Krieg zu Ende sein könnte, tatsächlich dauerte der Krieg aber noch zwei lange Jahre und Monate.
Hatte jemand den Mitgliedern der Weissen Rose 'Sand in die Augen gestreut', sie mit falscher Hoffnung gefüttert?

Eine überlebende Frau aus dem Widerstandskreis soll später - Sinn gemäss mit meinen eigenen Worten formuliert - gemeint haben, die ganzen Flugblattaktionen seien nüchtern betrachtet eigentlich Schwachsinn gewesen.

Hatte die "Weisse Rose" die Aktionen nur gemacht, weil sie glaubte, der Krieg sei eh verloren, es könne nur noch darum gehen, den Schaden zu begrenzen, also eine möglichst schnelle Kapitulation zu bewirken, und die Gefahr für Widerständler werde immer geringer?

Kurz vor dem Beginn der Weissen Rose kam jemand, Jürgen Wittenstein, in Kontakt zu den Geschwistern Scholl und ihrem Freundeskreis, war oft mit dabei, auch zur Fahrt an die Ostfront im Winter 42/43, gehörte aber wohl irgendwie dennoch nicht richtig dazu. Merkwürdig an ihm ist, dass er auf einem Foto (in einem Buch zum Thema, aber dieses Foto finde ich nicht im Internet!), wie er im Zugabteil an die Ostfront aus einem offenen Fenster lehnt, feine helle Handschuhe trägt und ganz entspannt und gut gelaunt wirkt, wie ein Unantastbarer. Auch sind fast alle Fotos, die in den Medien gemeinhin über Sophie Scholl gezeigt werden, von ihm geknipst worden, obwohl sie nicht eng befreundet waren, so als habe er gewusst, dass Bilder von Sophie Scholl irgendwann mal wichtig für die Öffentlichkeit werden würden.

Merkwürdig auch, obwohl er den Mitgliedern der Weissen Rose im Falle einer Flucht die Unterkunft in einem abgelegenen Gehöft seiner Familie angeboten hatte, hat niemand später davon Gebrauch gemacht. Hatte man ihm nicht getraut?

Ebenfalls auffällig ist, dass der berühmte deutsche Dichter Thomas Mann aus dem Exil in Grossbritannien in einer Rede via BBC an das Deutsche Volk nach der Hinrichtung der Geschwister Scholl davon sprach, es seien "brave junge Leute" gewesen. Das Wort "brav" hat im Deutschen eine völlig andere Bedeutung als das englische "brave".
Während das englische "brave" mutig bedeutet, meint das deutsche "brav" folgsam, gehorsam, Befehlen gehorchend.
Mann war damals fast 70, und als konservativer deutscher Dichter war er wohl kaum geneigt, in seine Muttersprache Anglizismen zu übernehmen. Man darf also wohl davon ausgehen, dass er mit "brav" die deutsche Bedeutung meinte. Aber warum bezeichnete er die Geschwister Scholl als gehorsam, folgsam?

Merkwürdig ist auch, dass die Geschwister Scholl, obwohl nur schriftliche Widerständler,  innerhalb kürzester Zeit nach ihrer Verhaftung vor Gericht gestellt, sofort verurteilt und noch am selben Tag hingerichtet wurden. Warum diese Eile? Andere Mitgleider blieben bis zu einem halben Jahr in Haft. Den angeblichen Hitler-Attentäter Georg Elser, der Hitler sogar ermorden wollte, und das schon vor dem Krieg, hat man sogar Jahre lang in Haft gehalten.

Aus all dem könnte man den Schluss ziehen, dass die Geschwister Scholl und vielleicht weitere Mitglieder gezielt manipulierte Bauernopfer waren, die von verborgenen Kräften dazu gebracht wurden, Widerstand zu leisten, um dann hingerichtet zu werden. 
Aber warum hätte man das tun wollen; wer könnte ermordete Sympathieträger des Widerstandes gebraucht haben? Wem hat eine von Nazideutschland in München hingerichtete junge, hübsche, sittsame, christliche Studentin genützt?

Sicherlich macht es sich für eine Kriegspartei gut, wenn im Land des Gegners symphatische Menschen sich gegen die eigene Regierung wenden und dafür hingerichtet werden.
Man stelle sich vor, in den USA, wo es keine Kämpfe mit Deutschland gab, sollen hunderttausende Mütter ihre Söhne als Soldaten gegen Nazideutschland nach Europa entsenden. Von KZs war seinerzeit noch wenig bekannt, und in den USA selbst ging es friedlich und erfolgreich zu. Es gab noch die Front gegen Japan, da wollten viele vielleicht nicht gern auch noch gegen Teile Europas kämpfen. 
Wie könnte man die Soldaten-Mütter überzeugen, ihre Jungs gegen Nazideutschland in den Krieg zu schicken? Etwa indem man ihnen ein christliches, gebildetes, hübsches Mädchen als Opfer der Nazis präsentiert, das zusammen mit ihrem Bruder, ein Arzt, nur mit Papier und Bleistift gegen die Nazis angeschrieben hat und dafür hingerichtet wurde? Welche Mutter will da noch sagen, Mein Junge bleibt hier, sollen die jungen Mädchen und ihre Brüder in Europa doch alleine gegen die Nazis kämpfen?

Auch hätte ein Deutschland völlig ohne inneren Widerstand gegen die Naziherrschaft nach dem Krieg vermutlich wenig Sympathie von der Welt erfahren. Je mehr Widerständler, desto besser für das Nachkriegs-Renommee Deutschlands, und damit für die wirtschaftliche und poltische Prosperität des Landes.
Aber Widerständler kann sich jeder nennen. Wie erkennt man Widerständler am Besten? Als vom System Hingerichtete! 
Also wer die Absicht hatte, nach dem Krieg eine führende Rolle in Deutschland zu spielen und gute Geschäfte im Land und mit dem Land zu machen, der hatte ein Interesse daran, möglichst viele tote Widerstandskämpfer zu schaffen.

Hat man sich dann introvertierte, leidenschaftliche, romantische, begeisterungsfähige junge Leute gesucht, die dem System kritisch gegenüber standen, hat sie gezielt indoktriniert, ihre Opferbereitschaft gefördert, mit falschen Informationen falsche Hoffnungen genährt und ihnen verlockende Ideen in den Kopf gesetzt? Wer könnte das getan haben, wer hinter all dem stecken? Da komme ich zum Anfang zurück: Die Rose ist ein Symbol der Freimaurer.

Freitag, 23. Januar 2015

Mythbusters Manipulation

Was ihr jedoch unterschlagen habt, und wie ich mir kaum vorstellen kann, nicht ohne Absicht, ist der nicht unwesentliche Umstand, dass die attraktiven Ablenkungspersonen nicht wirklich das Ziel hatten abzulenken, sondern im Gegenteil die Testpersonen an die zu lösende Aufgabe heran geführt haben. Man könnte sagen, sie haben sie motiviert. Bekanntlich gilt "Sex sells". Man könnte eure Manipulation also vielleicht so zusammenfassen: Ihr habt die Macht der Attraktivität des anderen Geschlechts verschleiert, weil diese Macht ein zentraler Teil der Herrschaftstechnologie ist.

So hat etwa der berühmte behinderte Physiker Stephen Hawking in seiner jüngsten Biografie, zu der Erwähnung seiner Heirat mit seiner ersten Frau die  merkwürde Anmerkung gemacht, Wissenschaftler und Prostituierte hätten gemeinsam, dass beide ihr Hobby zum Beruf gemacht hätten. Daneben ist ein Bild abgedruckt, mit ihm und seiner ersten Frau, das den Eindruck vermittelt, die Frau ist gar nicht glücklich und vielleicht nicht ganz freiwillig mit ihm zusammen. Meine These lautet, das System ködert, beeinflusst und belohnt System relevante Männer mittels System ergebener / gehorsamer Frauen. Um die Wirkung von Frauen auf Männer zu verschleiern tut man in obigen Tests so, als seien Männer durch attraktive Frauen unbeeinflussbar.
Frauen als Instrumente der Herrschaft wurden auch kürzlich von dem der deutschen Öffentlichkeit bekannten Islamkritiker Hamed Abdel-Samad gefordert. Der Westen solle den Islam mittels Gewinnung muslimischer Frauen aufbrechen.

Mittwoch, 21. Januar 2015

Medien schuldig an Pegida

Als ANTI-Pegida Bürger stört es mich, dass zwar immer wieder tausende Pegida-Demonstranten in vielen Großstädten auf den Strassen sind, aber ich als TV-Zuschauer keine vollständige, umfassende Reportage über diese Demonstrationen bekomme, keine Gesprächssendung mit Dialog bereiten Demonstranten auf Phoenix, wie seinerzeit zu Stuttgart21, sondern statt dessen Hohn, Spott und Apartheit. Das ist NICHT der Job der MEDIEN.  Die Medien zeigen gerne ihre Gesprächsversuche mit Nazis, die sich dann dem Dialog verweigern.  Und nun gibt es zahlreiche Gesprächs willige Pegida-Demonstranten, aber nun verweigern sich viele selbstgefällige Demokratie-Funktionäre. Dauernd reden die Medien sich darauf heraus, dass sie bestimmte Leute und Bewegungen nicht aufwerten wollen, indem man sie überhaupt zur Kenntniss nimmt, geschweige denn auch noch mit denen ernsthaft redet!  Mit dem gleichen Argument gab es im deutschen Fernsehen während des "Arabischen Frühlings" nie ein Interview mit Gaddafi, das hat die BBC geleistet, nie eines mit Mubarak und seinem Geheimdienst-Chef, das hat CNN gemacht, usw. Die deutschen Medien und ihr zweibeiniges, sprechendes TalkShow-Mobiliar verweigern mehr Gespräche und Berichte, als sie zulassen und selber leisten. Das ist komplett irre! Sogar Edward Snowden wurde erst ein Jahr nach seinen Enthüllungen vom deutschen Fernsehen interviewt. Die deutschen Medien ignorieren den grössten Teil der Welt, weil der ihnen nicht in ihre elitäre Komfortzone passt.  Es gibt auch Ausnahmen, und da zeigt sich, dass etliche Pegida-Leute durchaus vernünftig und menschlich argumentieren, und manche Gegendemonstranten einem sachlichen Dialog nicht gewachsen sind. Ich lehne Pegida ab, aber einfach nur zugucken ist auch zu wenig, man muss mit Leuten reden, die immer wieder massenhaft auf den Strassen demonstrieren. Es sind die Faschisten, die sich dem öffentlichen Dialog verweigern.