"Che war Militärführer, darum mussten wir wachsam sein."
[Fidel Castro im Kapitel "Die Verschwörung beginnt" im o.g. Buch, über die Zeit kurz nach dem Sieg der Rebellen, während des Aufbaues seiner Regierung]
Im Buch von Leycester Coltman - ein ehemaliger britischer Botschafter in Kuba - über Fidel Castro behauptet der Autor, während der Monate des Kampfes der Castro-Rebellen gegen die Batista-Diktatur habe sich einer der Kameraden über Che Guevara beschwert (vielleicht war Che der einzige, der wirklich an Revolution und Sozialismus glaubte), worauf Castro angeblich geantwortet haben soll, nach dem Sieg der Rebellen werde er Guevara auf eine längere Auslandsreise schicken (von der er ja bekanntlich nie wieder zurück gekehrt ist).
Wäre es nicht ein raffinierter Schachzug us-amerikanischer Macht-Eliten gewesen, vor der Haustür der USA einen kleinen pseudo-sozialistischen Inselstaat mit einem charismatischen "Commandante en Jefe" bzw "Maximo Lider" zu errichten, der als Trojanisches Pferd im Ostblock fungiert, um diesen von innen zu knacken und finanziell auszubluten? Um den Coup glaubwürdig zu machen, verhängt man eine Handelsblockade, lanciert Unmengen an angeblichen Attentatsversuchen gegen den Regierungschef, und sorgt dafür, dass gutgläubige Mitkämpfer des Chef-Commandanten möglichst bald ausgeschaltet werden.
Schon eigenartig, wie freundlich schulterklopfend sich unsere Eliten gegenüber einem angeblichen Klassenfeind verhalten, während hier bei uns jeder echte Linke gnadenlos verfolgt wird.
Womit ich nicht kritisiere, dass die Linkspartei Fidel Castro zum Geburtstag gratuliert hat. Auch Ex-UN-Generalsekretär Kofi Annan hatte Castro an seinem Krankenbett besucht. Ich denke, dass in Kuba nicht unbedingt weniger Demokratie herrscht, als bei uns.
Interessant ist, dass nachdem ich die o.g. Textstelle im o.g. Buch der hiesigen Leihbücherei gefunden habe und es später nochmal zur Hand nehmen wollte, um den Satz heraus zu schreiben, war das Buch über ein Jahr lang permanent ausgeliehen - und danach wurde es aus dem Leihverkehr genommen. Also trotz aller Bemühungen über die letzten Jahre konnte ich das Buch in der Leihbücherei nie wieder einsehen!
Samstag, 13. August 2011
Freitag, 12. August 2011
Was hat es mit Superman auf sich?
Die Comic-Figur des Superman wurde schon Mitte der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts in den USA erfunden. Also zu der Zeit als bei uns die Nazis grade an die Macht gekommen waren, in deren Herrschaftszeit ja vielerlei technische Erfindungen fielen - ausserhalb und innerhalb Deutschlands - die wichtig und entscheidend waren für den Verlauf des späteren Weltkrieges und darüber hinaus. Also quasi Supertechnik, die über Sieg oder Niederlage zur Beherrschung der Welt entschied. Wenn eine Superman-Figur kreiert wird, die ihre Superkräfte durch Geheimhaltung bekommt und durch Preisgabe der Geheimnisse wieder verliert, dann müssen kurz zuvor hinter den Kulissen schon enorme Entdeckungen und Erfindungen gemacht worden sein, die den Geheimdiensten ausserirdisch erscheinende Kräfte und Möglichkeiten verleihen und von denen die Öffentlichkeit nichts erfahren hat. Interessant auch, dass Supermans "Tarnberuf" weder Handwerker oder Polizist, noch Musiker, Wissenschaftler oder Techniker ist, sondern Journalist.
Der Einsatz einer Atombombe liess sich nicht verheimlichen, sie ist ein für alle sichtbares Menetekel gewesen. Interessanter Weise wurde die Atombombe ja erst möglich durch Verständnis und Manipulation der kleinsten damals bekannten Teile, nämlich der atomaren und subatomaren Welt. Es scheint auf der Hand zu liegen, dass es auch etwas Umgekehrtes geben muss: Die Beherrschung des Mikrokosmos durch den Bau gigantischer Anlagen. Wie beispielsweise des CERN.
Beispielsweise wurde schon zur damaligen Jahrhundertwende die Supraleitung entdeckt. Also das prinzipiell ewige Fliessen von elektrischem Strom in absolut widerstandsfreien elektrischen Leitern. Vielleicht war man schon damals nahe am technischen Gedankenlesen mittels bestimmter supraleitender Substanzen. Vielleicht darum war in George Orwells Roman "1984", den er 1948 schrieb, zehn Jahre nachdem die Superman-Comics erstmals erschienen, Gedankenlesen ein so grosses Thema. Wie soll der Physik-Nobelpreisträger Niels Bohr gesagt haben: "Wer von der Quantentheorie nicht schockiert ist, hat sie nicht verstanden."
BTW: Lois Lane und Clark Cent
Wie billig, einen Superman, also Geheimagenten zu lieben. Aber wer ist "Lois Lane" eigentlich? "Lane" heisst im englischen: Fahrbahn, Spur, Gasse, Durchfahrt. Und "Lois" klingt ziemlich französisch. Wie uns der jüngste Fall Strauss-Kahn in den USA zeigt, ist das Frankreich-Bild in den USA eines, das die französische Frau als williges Objekt macho-hafter Männer zeigt. Mithin meint "Lois Lane" also ein leichtes Mädchen, Flittchen, eine Schlampe, die Geheimagenten liebt, aber ihren stinknormalen Kollegen wenig achtet.
Der Einsatz einer Atombombe liess sich nicht verheimlichen, sie ist ein für alle sichtbares Menetekel gewesen. Interessanter Weise wurde die Atombombe ja erst möglich durch Verständnis und Manipulation der kleinsten damals bekannten Teile, nämlich der atomaren und subatomaren Welt. Es scheint auf der Hand zu liegen, dass es auch etwas Umgekehrtes geben muss: Die Beherrschung des Mikrokosmos durch den Bau gigantischer Anlagen. Wie beispielsweise des CERN.
Beispielsweise wurde schon zur damaligen Jahrhundertwende die Supraleitung entdeckt. Also das prinzipiell ewige Fliessen von elektrischem Strom in absolut widerstandsfreien elektrischen Leitern. Vielleicht war man schon damals nahe am technischen Gedankenlesen mittels bestimmter supraleitender Substanzen. Vielleicht darum war in George Orwells Roman "1984", den er 1948 schrieb, zehn Jahre nachdem die Superman-Comics erstmals erschienen, Gedankenlesen ein so grosses Thema. Wie soll der Physik-Nobelpreisträger Niels Bohr gesagt haben: "Wer von der Quantentheorie nicht schockiert ist, hat sie nicht verstanden."
BTW: Lois Lane und Clark Cent
Wie billig, einen Superman, also Geheimagenten zu lieben. Aber wer ist "Lois Lane" eigentlich? "Lane" heisst im englischen: Fahrbahn, Spur, Gasse, Durchfahrt. Und "Lois" klingt ziemlich französisch. Wie uns der jüngste Fall Strauss-Kahn in den USA zeigt, ist das Frankreich-Bild in den USA eines, das die französische Frau als williges Objekt macho-hafter Männer zeigt. Mithin meint "Lois Lane" also ein leichtes Mädchen, Flittchen, eine Schlampe, die Geheimagenten liebt, aber ihren stinknormalen Kollegen wenig achtet.
Donnerstag, 11. August 2011
Meine Filmkritik: Michael Moore: Kapitalismus - eine Liebesgeschichte
Spitzensteuersatz < 50% = Verbrechen geg. die Mitmenschlichkeit
Eine der wenigen, wenn nicht die einzige, positiv überraschende Stelle im Michael Moore Film:
Angesichts eines gigantisches Staatsdefizits bei gleichzeitig enormem Privatvermögen erscheint es zwingend angebracht, den Spitzensteuersatz in die Richtung der offenbar altbewährten Höhe von 90% zu bringen!
Wenn ich durch viele moderne Stadtviertel fahre, dann sehe ich sehr viel Wohlstand der Mittel- und Oberschicht: grosse, chice moderne Designhäuser, neue grosse Limousinen, dicke Geländewagen und Zweitwagen in der Garage. Die Leute haben richtig Geld. Das wäre ja in Ordnung, aber ich sehe auch sehr viel Elend in den Strassen, verottete Häuser und verkommene Strassenzüge, viele traurige, krank aussehende Menschen mit erloschenem Blick, die sich im Laden nur noch ihren Alk abholen.
Aber vermutlich läuft das zur nächsten Bundestagswahl so, dass von den grossen Parteien niemand eine erhebliche Anhebung des Spitzensteuersatzes zur Wahl anbietet, weil es auch die eigenen Leute träfe, hingegen jene Politiker oder Parteien, die das fordern, sind auf Grund unakzeptabler anderer Vorstellungen nicht wählbar. Manchmal könnte man meinen, wenn politische Aussenseiter eigentlich gute, richtige Ziele verkünden, aber dann mit absurden anderen Dingen kommen, die sabotieren sich absichtlich selbst. Auch wenn womöglich eine Mehrheit der Deutschen für eine deutliche Anhebung des Spitzensteuersatzes ist, wird er wohl nicht kommen. Und das nennen sie dennoch Demokratie.
Revolution jetzt! Krieg den Palästen! Friede den Hütten!
Dass es eine immer extremere Aufteilung des Besitzes gibt, also die einen haben fast nichts und die anderen fast alles, ist auch mir aufgefallen. Dass von unten nach oben umverteilt wird, ist bekannt, aber im Glauben, dass das mal etwas langsamer geht oder vielleicht auch mal zurückgenommen wird, dachte ich lange Zeit, die Unterschicht hat somit immer etwas zu wenig, wird stets um ihr volles Recht geprellt, während die da Oben immer etwas zu viel haben; aber denen in der Mitte gehe es ganz prima. Tatsächlich aber läuft es extremer ab: Wenn man Leute bescheisst, dann bescheisst man sie total; und wenn die einen sich was einsacken, dann soviel sie kriegen können. Opfer von Ärzteverbrechen beispielsweise bekommen nicht etwa zu wenig Schadensersatz und Schmerzensgeld (nur in den PropagandaMedien), nein, tatsächlich werden sie komplett um ihr Recht beschissen. Die einen haben fast nichts, die anderen fast alles. Und die da Oben werden nicht etwa zu milde bestraft, nein, die kommen mit ihren Verbrechen komplett straffrei davon! Genau so schwarz-weiss wird das praktiziert.
Aber ist der Kapitalismus schuldig? Es sind doch die Menschen die dieses System stützen und nach ihm leben.
"Der Rest sollte dem Staat gehören."
Ein Staat, dem der Rest gehören sollte, wäre ein Staat nicht der Politiker, nicht der Richter und Staatsanwälte, nicht der Polizisten und Geheimdienstler, und nicht der Soldaten.
Ein solcher Staat wären wir alle und er wäre das Prinzip, das Grundgesetz, das Land, der Grund und Boden und die Institutionen. Die Leute also arm zu machen, um dann das dicke Geld den staatlichen Eliten (Profis der Nation) zuzuschustern, ist also nicht sozial, sondern Verarschung der Leute. Dass niemand mehr besitzen sollte als was er zum Leben braucht, und der Rest dem Staat, wäre allein dann okay, wenn der Staat dem Publikum gehört, wahre, also direktere Demokratie herrscht, und es für alle gilt.
Eine der wenigen, wenn nicht die einzige, positiv überraschende Stelle im Michael Moore Film:
Angesichts eines gigantisches Staatsdefizits bei gleichzeitig enormem Privatvermögen erscheint es zwingend angebracht, den Spitzensteuersatz in die Richtung der offenbar altbewährten Höhe von 90% zu bringen!
Wenn ich durch viele moderne Stadtviertel fahre, dann sehe ich sehr viel Wohlstand der Mittel- und Oberschicht: grosse, chice moderne Designhäuser, neue grosse Limousinen, dicke Geländewagen und Zweitwagen in der Garage. Die Leute haben richtig Geld. Das wäre ja in Ordnung, aber ich sehe auch sehr viel Elend in den Strassen, verottete Häuser und verkommene Strassenzüge, viele traurige, krank aussehende Menschen mit erloschenem Blick, die sich im Laden nur noch ihren Alk abholen.
Aber vermutlich läuft das zur nächsten Bundestagswahl so, dass von den grossen Parteien niemand eine erhebliche Anhebung des Spitzensteuersatzes zur Wahl anbietet, weil es auch die eigenen Leute träfe, hingegen jene Politiker oder Parteien, die das fordern, sind auf Grund unakzeptabler anderer Vorstellungen nicht wählbar. Manchmal könnte man meinen, wenn politische Aussenseiter eigentlich gute, richtige Ziele verkünden, aber dann mit absurden anderen Dingen kommen, die sabotieren sich absichtlich selbst. Auch wenn womöglich eine Mehrheit der Deutschen für eine deutliche Anhebung des Spitzensteuersatzes ist, wird er wohl nicht kommen. Und das nennen sie dennoch Demokratie.
Revolution jetzt! Krieg den Palästen! Friede den Hütten!
Dass es eine immer extremere Aufteilung des Besitzes gibt, also die einen haben fast nichts und die anderen fast alles, ist auch mir aufgefallen. Dass von unten nach oben umverteilt wird, ist bekannt, aber im Glauben, dass das mal etwas langsamer geht oder vielleicht auch mal zurückgenommen wird, dachte ich lange Zeit, die Unterschicht hat somit immer etwas zu wenig, wird stets um ihr volles Recht geprellt, während die da Oben immer etwas zu viel haben; aber denen in der Mitte gehe es ganz prima. Tatsächlich aber läuft es extremer ab: Wenn man Leute bescheisst, dann bescheisst man sie total; und wenn die einen sich was einsacken, dann soviel sie kriegen können. Opfer von Ärzteverbrechen beispielsweise bekommen nicht etwa zu wenig Schadensersatz und Schmerzensgeld (nur in den PropagandaMedien), nein, tatsächlich werden sie komplett um ihr Recht beschissen. Die einen haben fast nichts, die anderen fast alles. Und die da Oben werden nicht etwa zu milde bestraft, nein, die kommen mit ihren Verbrechen komplett straffrei davon! Genau so schwarz-weiss wird das praktiziert.
Aber ist der Kapitalismus schuldig? Es sind doch die Menschen die dieses System stützen und nach ihm leben.
"Der Rest sollte dem Staat gehören."
Ein Staat, dem der Rest gehören sollte, wäre ein Staat nicht der Politiker, nicht der Richter und Staatsanwälte, nicht der Polizisten und Geheimdienstler, und nicht der Soldaten.
Ein solcher Staat wären wir alle und er wäre das Prinzip, das Grundgesetz, das Land, der Grund und Boden und die Institutionen. Die Leute also arm zu machen, um dann das dicke Geld den staatlichen Eliten (Profis der Nation) zuzuschustern, ist also nicht sozial, sondern Verarschung der Leute. Dass niemand mehr besitzen sollte als was er zum Leben braucht, und der Rest dem Staat, wäre allein dann okay, wenn der Staat dem Publikum gehört, wahre, also direktere Demokratie herrscht, und es für alle gilt.
Aufstände jetzt auch in England - wann bombt NATO Cameron aus dem Land?
Angeblich wird London so umfassend von Kameras überwacht wie keine andere Stadt. Dennoch gab es diese Unruhen in vielen Stadtteilen, mit brennenden Häusern und geplünderten Geschäften. Bekanntlich tragen die gewöhnlichen Polizisten in London keine Schusswaffen. Und mit Überraschung las ich die Nachricht, dass man nun erwägt erstmals in der Geschichte Englands Wasserwerfer einzusetzen. Also bislang sind in England noch niemals Wasserwerfer gegen Menschen eingesetzt worden. In Deutschland ist das Standard. Wer mal ein solches Monstrum live gesehen hat, kann sich fühlen wie im ersten Star Wars Film neben dem Raupenfahrzeug der kleinen braunen Kapuzenwesen.
Ich weiss nicht mehr, ob es ein englischer Polizeioffizier oder Politiker gesagt hat: Den Randalierern in London und ganz England fehlt etwas, wovor sie sich fürchten können.
Könnte es sein, dass das Londoner Kamera-Überwachungssystem ein eher harmloses, freundliches Sicherheitskonzept ist, dass mit anderen Sicherheitskonzepten konkurriert? Quasi eine Art TV-Prommie-Prinzip: eine allgegenwärtige Kamera schmeichelt einerseits und verhindert jede allzuleichtsinnige Abweichung anderseits.
Ich vermute, was in London und England grade passiert ist, kann in Deutschland nicht passieren, weil man - offenbar anders als dort - hier auf das altbewährte deutsche Prinzip des Blockwarts und der Stadtteilspitzel, der Kontakt- und V-Leute, also auf ein Spitzel- und Spionagesystem der Infiltration und Unterwanderung und der vorbeugenden Zersetzung setzt? In einem solchen Licht betrachtet wirkt das Londoner Panoptikon plötzlich als die freiheitlichere, menschenfreundlichere, demokratischere Variente aller Sicherheitstechnologien. So, wie es aussieht hatten die Briten, insbesondere die Londoner, mit ihrer totalen Kameraüberwachung der Stadt, eine ziemlich preisgünstige und Arbeitsplätze schaffende Sicherheitstechnik, die eine Sicherheit zu erlangen schien, die in anderen Ländern nur mit massivem Technik- und Spitzel-Einsatz erreicht wird - was natürlich viel teurer, aber nebenbei auch undemokratischer ist. Könnte es sein, dass man uns hier das Londoner Panoptikon immer als Negativbeispiel eines moderen Überwachungsstaates eigentlich nicht als abschreckendes Beispiel gezeigt hat, sondern um mit dem Erschrecken des Publikums damit intern und klammheimlich die andere, die deutsche Art der Sicherheitsschaffung zu rechtfertigen?
Könnte es also sein, das die Londoner Krawalle gezielt initialisiert wurden, um den Briten nun die härteren, teureren, technischeren, geheimdienstlicheren, faschistoiden Sicherheitstechniken, die bei uns und woanders schon lange zum Alltag gehören, verkaufen zu können? Könnte es also sein, das die Verursacher der jüngsten Krawalle in England zum gleichen "Verein" gehören, wie jenes Netzwerk, das in Norwegen den Attentäter Anders Breivik hervorgebracht hat? Nämlich global agierende Geheime des militärisch-industriellen Komplexes, die ihre Produkte und Strategien global verkaufen wollen, und darum auch Strukturen schaffen wollen, die solche Begehrlichkeiten möglichst begünstigt. Die Erschiessung eines unschuldigen jungen Londoner Migrationshintergründlers, durch Polizisten, war also womöglich eine absichtliche Provokation, begangen vielleicht von skrupellosen Eskalations-Bullen im geheimen Dienste des militärisch-industriellen Komplexes.
Ich weiss nicht mehr, ob es ein englischer Polizeioffizier oder Politiker gesagt hat: Den Randalierern in London und ganz England fehlt etwas, wovor sie sich fürchten können.
Könnte es sein, dass das Londoner Kamera-Überwachungssystem ein eher harmloses, freundliches Sicherheitskonzept ist, dass mit anderen Sicherheitskonzepten konkurriert? Quasi eine Art TV-Prommie-Prinzip: eine allgegenwärtige Kamera schmeichelt einerseits und verhindert jede allzuleichtsinnige Abweichung anderseits.
Ich vermute, was in London und England grade passiert ist, kann in Deutschland nicht passieren, weil man - offenbar anders als dort - hier auf das altbewährte deutsche Prinzip des Blockwarts und der Stadtteilspitzel, der Kontakt- und V-Leute, also auf ein Spitzel- und Spionagesystem der Infiltration und Unterwanderung und der vorbeugenden Zersetzung setzt? In einem solchen Licht betrachtet wirkt das Londoner Panoptikon plötzlich als die freiheitlichere, menschenfreundlichere, demokratischere Variente aller Sicherheitstechnologien. So, wie es aussieht hatten die Briten, insbesondere die Londoner, mit ihrer totalen Kameraüberwachung der Stadt, eine ziemlich preisgünstige und Arbeitsplätze schaffende Sicherheitstechnik, die eine Sicherheit zu erlangen schien, die in anderen Ländern nur mit massivem Technik- und Spitzel-Einsatz erreicht wird - was natürlich viel teurer, aber nebenbei auch undemokratischer ist. Könnte es sein, dass man uns hier das Londoner Panoptikon immer als Negativbeispiel eines moderen Überwachungsstaates eigentlich nicht als abschreckendes Beispiel gezeigt hat, sondern um mit dem Erschrecken des Publikums damit intern und klammheimlich die andere, die deutsche Art der Sicherheitsschaffung zu rechtfertigen?
Könnte es also sein, das die Londoner Krawalle gezielt initialisiert wurden, um den Briten nun die härteren, teureren, technischeren, geheimdienstlicheren, faschistoiden Sicherheitstechniken, die bei uns und woanders schon lange zum Alltag gehören, verkaufen zu können? Könnte es also sein, das die Verursacher der jüngsten Krawalle in England zum gleichen "Verein" gehören, wie jenes Netzwerk, das in Norwegen den Attentäter Anders Breivik hervorgebracht hat? Nämlich global agierende Geheime des militärisch-industriellen Komplexes, die ihre Produkte und Strategien global verkaufen wollen, und darum auch Strukturen schaffen wollen, die solche Begehrlichkeiten möglichst begünstigt. Die Erschiessung eines unschuldigen jungen Londoner Migrationshintergründlers, durch Polizisten, war also womöglich eine absichtliche Provokation, begangen vielleicht von skrupellosen Eskalations-Bullen im geheimen Dienste des militärisch-industriellen Komplexes.