Erstens gibt es sicher ein Handelsembargo gegen das Gaddafi-Libyen; an westliche Produkte kommen also vermutlich nur die Rebellen heran.
Zweitens wirkt Viagra angeblich nur, wenn der Mann sexuelle Lust verspürt, aber körperlich zu schwach zur Erektion ist - was bei den kämpfenden libyschen Männern wohl kaum der Fall sein dürfte.
Drittens müssten für Massenvergewaltigungen die Soldaten freien Zugriff auf viele Frauen des Gegners haben - wie sollte das passiert sein? Die Frauen von Rebellen laufen doch sicher nicht im Gaddafi-Lager herum. Und angeblich passen muslimische Männer besonders gut auf ihre Frauen auf.
Mit welchen medialen Tricks der Westen vorgeht, zeigt auch jüngst ein Fake beim französischen TV-NachrichtenSender France24. Dort hatte vor einigen Wochen die Botschafterin Syriens in Paris in einem Life-Telefonat mit dem Sender mit dramatischer Stimme ihren Rücktritt als Botschafterin des - wie sie sagte - verbrecherischen Assad-Regimes verkündet. Sensationell. Nur hiess es am nächsten Tag, die syrische Botschafterin wisse von nichts, sie sei nicht zurück getreten, es müsse sich um eine Betrügerin handeln (ob nach ihr gesucht wird und man sie findet?), sie behalte sich rechtliche Schritte vor. Es wird nun vermutet, dass mit dem angeblichen Rücktritt der Botschafterin - wie zuvor schon etliche Amtsträger Libyens sich von Gaddafi durch ihren Rücktritt distanziert hatten - Stimmung gemacht und ein Domino-Effekt ausgelöst werden sollte. Der Fernsehsender France24 mithin also ein Mittel der medialen Kriegsführung. Frage ist, ob die Entscheidungsebene auf welcher der Fake beschlossen wurde, innerhalb oder ausserhalb des Senders liegt.
Als der Westen mit seinen Bomben-Angriffen auf Gaddafi-Libyen begann, berichteten plötzlich andere BBC-Reporter aus der dortigen Hauptstadt Tripolis - die sahen eher wie Agenten aus.