Samstag, 23. Juli 2011

Die ARD macht sich über ihre Zuschauer lustig

Abgesehen davon, dass damit eine Umfrage bzw sozialpsychologische Untersuchung gemacht wird, bei der die Propanden kein Geld bekommen, sondern noch selber dafür bezahlen, also abgesehen von dieser Perversion, verarscht uns die ARD / der Presseclub weil sie natürlich wissen, dass die in England bekannt gewordenen Praktiken des Murdoch-Imperiums ein Fliegendreck sind gegen das was tatsächlich von den TV-Anstalten international, also auch und grade in Deutschland, tagtäglich verbrochen wird. Was wir grade mit dem Murdoch-Imperium erleben ist wohl tatsächlich die Inszenierung eines Skandals, mit dem ein alter reicher Wolf (Rupert Murdoch) durch das viel grössere, jüngere Wolfsrudel der global kollaborierenden, mafiösen Staats- und Geheimdienstmedien gefressen wird.

Wie die Medien insgesamt funktionieren kann man symptomatisch auch ein bisschen an dem Umstand erkennen, dass der ARD Presseclub, der aus zwei Teilen besteht, deren letzter Teil mit Zuschauerbeteiligung nur auf Phoenix und im WDR-Radio übertragen wird, nicht jedoch im Ersten Fernsehprogramm, seinen Zuschauern im Ersten keinen Hinweis auf den zweiten Teil der Sendung im anderen Progamm gibt. Also wer das weiss, hat Glück und einen Vorteil, wer es nicht weiss, wird in seinem Nichtwissen belassen. Die Medien holen das Publikum nicht aus dessen Unwissenheit, sondern berieseln es auf dessen Niveau der Unwissenheit. Übrigens soll das hier kein Plädoyer für die ARD oder für den Presseclub sein, den ich mir weder grundsätzlich noch regelmässig noch vollständig anschaue, sondern gelegentlich mal reinzappe. Dan doch lieber auf BBC die Sendung "dateline london".

Dass unser Staatsfunk nicht viel von Transparenz und Offenheit hält erkennt man auch daran, dass zu den Umfrageergebnissen keine Angaben zur Anzahl der Anrufer gemacht werden, wo hingegen viele Privatsender die manchmal durchaus peinliche Anzahl von nur einer handvoll Anrufer angeben.