Die Comic-Figur des Superman wurde schon Mitte der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts in den USA erfunden. Also zu der Zeit als bei uns die Nazis grade an die Macht gekommen waren, in deren Herrschaftszeit ja vielerlei technische Erfindungen fielen - ausserhalb und innerhalb Deutschlands - die wichtig und entscheidend waren für den Verlauf des späteren Weltkrieges und darüber hinaus. Also quasi Supertechnik, die über Sieg oder Niederlage zur Beherrschung der Welt entschied. Wenn eine Superman-Figur kreiert wird, die ihre Superkräfte durch Geheimhaltung bekommt und durch Preisgabe der Geheimnisse wieder verliert, dann müssen kurz zuvor hinter den Kulissen schon enorme Entdeckungen und Erfindungen gemacht worden sein, die den Geheimdiensten ausserirdisch erscheinende Kräfte und Möglichkeiten verleihen und von denen die Öffentlichkeit nichts erfahren hat. Interessant auch, dass Supermans "Tarnberuf" weder Handwerker oder Polizist, noch Musiker, Wissenschaftler oder Techniker ist, sondern Journalist.
Der Einsatz einer Atombombe liess sich nicht verheimlichen, sie ist ein für alle sichtbares Menetekel gewesen. Interessanter Weise wurde die Atombombe ja erst möglich durch Verständnis und Manipulation der kleinsten damals bekannten Teile, nämlich der atomaren und subatomaren Welt. Es scheint auf der Hand zu liegen, dass es auch etwas Umgekehrtes geben muss: Die Beherrschung des Mikrokosmos durch den Bau gigantischer Anlagen. Wie beispielsweise des CERN.
Beispielsweise wurde schon zur damaligen Jahrhundertwende die Supraleitung entdeckt. Also das prinzipiell ewige Fliessen von elektrischem Strom in absolut widerstandsfreien elektrischen Leitern. Vielleicht war man schon damals nahe am technischen Gedankenlesen mittels bestimmter supraleitender Substanzen. Vielleicht darum war in George Orwells Roman "1984", den er 1948 schrieb, zehn Jahre nachdem die Superman-Comics erstmals erschienen, Gedankenlesen ein so grosses Thema. Wie soll der Physik-Nobelpreisträger Niels Bohr gesagt haben: "Wer von der Quantentheorie nicht schockiert ist, hat sie nicht verstanden."
BTW: Lois Lane und Clark Cent
Wie billig, einen Superman, also Geheimagenten zu lieben. Aber wer ist "Lois Lane" eigentlich? "Lane" heisst im englischen: Fahrbahn, Spur, Gasse, Durchfahrt. Und "Lois" klingt ziemlich französisch. Wie uns der jüngste Fall Strauss-Kahn in den USA zeigt, ist das Frankreich-Bild in den USA eines, das die französische Frau als williges Objekt macho-hafter Männer zeigt. Mithin meint "Lois Lane" also ein leichtes Mädchen, Flittchen, eine Schlampe, die Geheimagenten liebt, aber ihren stinknormalen Kollegen wenig achtet.