Donnerstag, 25. September 2014

Fortsetzung: Missbrauch des Begriffs "Überleben"

Sandra Bullock - Wie ich die Dreharbeiten im Weltraum überlebte. 
Jesse James - Wie ich die Ehe mit Sandra Bullock überlebte.
Gina Wild - Wie ich jeden Tag einen Orgasmus überlebe.
Thomas Gottschalk - Wetten dass ich das Ende von Wetten dass... überlebe?
Johannes Heesters - Den Tod überleben. Meine Erinnerungen.
Joseph Mengele - Auschwitz und Judenverfolgung überleben.
Apnoe-Taucher berichten - Wie wir das viele Wasser um uns herum überlebten.
Neil Armstrong - Als Astronaut auf dem Mond überleben. Ein Ratgeber.
Lance Armstrong - Wie ich mein kriminelles Doping und die Dopingfahndung überlebte.
Leonardo di Caprio - Überleben nach dem Untergang der Titanic.
Ben Kingsley - Wie ich das Attentat auf Ghandi überlebte.
Ein Oberarzt bekennt - Wie ich chirurgische Eingriffe an Kassenpatienten finanziell überlebe.
George W. Bush - Wie ich als US-Präsident das Schuh-Attentat überlebte.
Der Deutsche Bundestag in einer gemeinsamen Erklärung anlässlich des Welthungertages: Überleben trotz Diäten ist schwierig aber möglich.
Volker Pispers - Wie ich als Einzelkind und Vollwaise auf der Butze einer Theologie-Kommilitonin in Bielefeld überlebte.
Ein Ossi kurz nach der Wende - Wie ich einen Besuch des KaDeWe überlebte.
Alice Schwarzer und Johann Lafer - Wie wir die Steuerfahndung überlebten.
Deutsche Fernseh-Intendanten klagen: Überleben mit der Last der Millionen
EU-Parlamentarier - Überleben weit weg von zu Hause.
Lufthansa-Piloten - Überleben mit Stewardessen in jedem Arm
Hape Kerkeling - Wie ich trotz Blasen an den Füssen den Jakobsweg überlebte.
Stephen King - Überleben ohne Buchpreisbindung
Amazon - Überleben ohne Leiharbeiter und Neonazi-Security
Deutsches Fernsehen - Wie wir jeden Tag Millionen unzufriedene Zuschauer überleben.
ZwangsGebühren-TV - Überleben fast ohne Werbung.
Jürgen Drews - Als Schlagerstar unter Ballermännern. Überleben mit Strohhalm im Eimer, und in ständig wechselnden Betten.
Tagesthemen-Moderatoren - Wie wir 2 Wochen Freizeit pro Monat überleben.
Manuel Neuer - Überleben als Kugelfang.
NPD - Überleben trotz Demokratie
Deutsche Polizei - Überleben in der Gesetzlosigkeit
Ein Blogger - Überleben ohne Leser
Ein Fahrrad erzählt - Überleben ohne Luft im Reifen
Aus den Memoiren einer Windmühle - Überleben bei Windstille.
Aus dem Leben einer Funk-Maus - Überleben ohne Kabel.
Ein Hund erzählt - Überleben an der Leine
Paris Hilton - Überleben trotz Spliss im Haar und mit eingerissenen Fingernägeln
Deutsche TV-Comedians & TV-Kabarettisten - Überleben ohne Moral, Gewissen & Skrupel, nur mit Überwachungswissen im Kopf und Geld in den Taschen.
Leser empfehlen - Totlachen und trotzdem überleben
Überleben - kann ein Begriff die Umdeutung der Worte überleben?

Meiner Ansicht nach ist der Begriff "überleben" nur statthaft im Zusammenhang mit einer nicht gesuchten und nicht willkürlich provozierten Gefahr, und in einer Situation, in der man nicht allein Herr der Lage sein kann oder es nicht ist. Wer sich ohne Not und lange geplant in lebensgefährliche Situationen begibt, und dabei weitestgehend nur von sich selbst und der Natur abhängig ist, kann das Risiko weitesgehend beherrschen und sich darum später nicht als Überlebender bezeichnen. Auch ist der Begriff des Überlebens dann nicht angebracht, wenn es um mehr geht, als das nackte Überleben. Wer auf Berge steigt will nicht nur überleben, sondern reich und berühmt werden. Hingegen Überlebende der Vernichtungsmaschinerie der Nazis sind wahrlich Überlebende und haben rein gar nichts mit einem Bergsteiger gemein, der die Gefahr gesucht und gefunden hat. Hingegen haben Holocaust-Überlebende Entscheidendes gemeinsam mit jenen Menschen, die sich dem deutschen sogenannten Gesundheitswesen anvertrauen und die ihr Leben gezwungenermassen in die Hände von Ärzten legen, und als fast ermordete Patienten sich gerade noch dem tödlichen und verstümmelnden Zugriff ärztlicher Bestien entreissen konnten. DAS sind ebenso Überlebende, wie die Holocaust-Überlebenden! Egal was die Medien-Mafia an schäbigen Campagnen der Wort- und Werte-Pervertierung vom Zaun bricht, und egal welche Prommies sie für solche Begriffspervertierungskampagnen rekrutieren kann.

Dienstag, 19. August 2014

Ein paar Antworten auf einen haGalil-Artikel

Das ist die gleiche "Logik", wie beispielsweise die einer Armee, welche ein ganzes Dorf zerstört und seine Einwohner ermordet, weil Partisanen aus dem Dorf Hinterhalte gegen die Armee gelegt hatten.  Und es widerspricht jener Behauptung des israelischen Militärs und auch des Artikelschreibers von haGalil, dass die israelische Armee nichts bombardiert, wo sich Zivilisten aufhalten.


„Oberst Lerner, haben Sie es auf unschuldige Zivilisten abgesehen oder ist es Inkompetenz?“ fragt die Interviewerin mit einem Gesicht, das eine offenbar nur für Israelis reservierte Geringschätzung zeigt.



Immerhin fragt die Journalistin noch, anstatt einfach nur zu behaupten! Und die Interpretation von Gesichtsausdrücken ist sehr subjektiv, gehört darum eigentlich nicht in seriöse journalistische Artikel, allenfalls in die persönichen Texte von Privat-Bloggern.


Würde sie mit einer solch groben Respektlosigkeit gegenüber einem amerikanischen oder britischen Offizier auftreten, wären die Zuschauer verstimmt. Und benähme sie sich gegenüber einem arabischen Kommandeur auf diese Weise, müsste sie mit Anschuldigungen von Rassismus rechnen.



Provozierende Fragen nach immerhin tödlichen Angriffen sind keine Respektlosigkeit, sondern journalistische Pflicht. Abgesehen davon, dass ich nicht glaube, dass nicht-jüdische Militärs mit journalistischen Samthandschuhen angefasst werden - man denke nur an den jüngsten Fall eines Oberst Klein in Deutschland, der die Bombardierung eines Tanklasters in Afghanistan befohlen hatte, mit über 100 toten Zivilisten, und der sogar von einigen deutschen Medien kritisch angegangen wurde - also abgesehen davon, erscheint diese Empfindlichkeit und der Vergleich mit arabischen Miltiärs deplatziert, angesichts der Tatsache, dass Juden und Israelis gerne betonen, dass Israel die einzige Demokratie im Nahen Osten sei; aber Demokratien zeichnen sich eigentlich durch eine grössere Toleranz gegenüber kritischen Medien aus.


Die Wahrheit sieht jedoch ganz anders aus. Die IDF hat die umfassendsten und intelligentesten Maßnahmen entwickelt, um zivile Opfer während Angriffen auf zulässige militärische Ziele gering zu halten.


Vor jedem Luftangriff ist es vorgeschrieben, multi-sensorische Informations- und Überwachungssysteme, die die An- oder Abwesenheit von Zivilisten bestätigen, einzusetzen. SMS, Telefonanrufe und Radiobotschaften in Arabisch rufen zum Verlassen des anvisierten Zieles auf. Flugblätter, die aus der Luft abgeworfen werden, beinhalten Landkarten, die sichere Gebiete aufzeigen. Wenn Warnungen keine Beachtung geschenkt wird, wirft die Luftwaffe vor einem Angriff zunächst nicht-tödlichen Sprengstoff ab, um so davor zu warnen, dass der Angriff unmittelbar bevorsteht.
Erst wenn Piloten und Fliegerleitoffiziere sicher sind, dass keine Zivilisten vor Ort sind, wird die Genehmigung für den Angriff gegeben. Wenn Piloten lasergesteuerte Munition verwenden, müssen vorher sichere Gebiete bestimmt werden, in die die Geschosse umgeleitet werden können, sollten plötzlich Zivilisten am anvisierten Ziel erscheinen.
In den letzten Tagen haben Piloten der IDF viele Missionen abgebrochen, weil sich Zivilisten in der anvisierten Gegend aufhielten.



Wenn 408 getötete, 2.502 verletzte und 373.000 traumatisierte palästinensische Kinder (Zahlen von haGalil selbst!) das Ergebnis "umfassendster und intelligentester Massnahmen" zum Schutz von Zivilisten ist, um die Raketen-Abschussrampen der Hamas, sowie Tunnel zu zerstören, dann erscheint die Frage der oben zitierten Journalistin in der Tat berechtigt, ob es sich um Inkompetenz der IDF handelt, oder ob Zivilisten das tatsächliche Ziel der israelischen Armee sind.



Die Bevölkerungszahl des Gazastreifens beträgt rund 1,8 Millionen Menschen. Wenn die Hälfte davon Menschen im arbeitsfähigen Alter zwischen 16 und 60 Jahren sind, bleiben etwa 900 000 Greise und Kinder. Wenn nur ein Drittel davon Alte sind, dann gäbe es rund 600 000 minderjährige Kinder. Nach obigen Opferzahlen wären also mehr als die Hälfte aller Kinder des Gazastreifens durch die israelischen Angriffe traumatisiert.

Mir scheint, der Verfasser des haGalil-Artikels ist mehr beeindruckt von der Armee-HighTech als von den hohen Opferzahlen - es sind ja "nur" Palästinenser.  Verlassen sich Human Rights Watch und Teile der UNO auch auf Angaben der Hamas, wenn von Völkermord und Kriegsverbrechen gesprochen wird? Es gibt zahllose westliche Organisationen und Medien im Gazastreifen, da ist man nicht auf die Angaben der Hamas angewiesen. Es gab sogar junge Leute aus Skandinavien, die sich als "menschliche Schutzschilde" zur Verfügung gestellt haben, auch die werden ihre Eindrücke als Augenzeugen berichtet haben. Und woher hat haHaglil seine anderen Zahlen?  Allein von der israelischen Armee? Wer hat mehr Interesse an passenden Zahlen, als die Täter selber?


Die Bodentruppen haben äquivalente Handlungsweisen für ihre Einsätze, obwohl es in der Beschaffenheit des Bodenkampfes liegt, dass dieser schonungsloser und weniger technisch ausgereift ist. Gespräche mit Infanteristen der IDF, die gerade aus den Kämpfen in Gaza zurückkommen, bestätigen jedoch, dass die Vermeidung von zivilen Opfern an erster Stelle steht, selbst wenn die Soldaten selbst unter Beschuss kommen.



Wie erklärt man bei haGalil sich und uns die Tatsache, dass es trotz des für israelische Soldaten relativ wenig gefährlichen Kampfeinsatzes im Gazastreifen dennoch etliche Deserteure und ehemalige Armee-Angehörige gibt, die den Kampfeinsatz im Gazastreifen nicht mehr mit ihrem Gewissen vereinbaren können und von Kriegsverbrechen dort reden!?


Zurück in der Sicherheit des Fernsehstudios verliert die Interviewerin gegenüber dem Sprecher der IDF immer mehr an professioneller Objektivität und zeigt stattdessen offen ihre Wut: „Sie reden ständig über all die Warnhinweise, die Sie geben, doch Tatsache ist, dass Sie eineinhalb Tausend Menschen getötet haben, die große Mehrheit von ihnen Zivilisten!“     

Natürlich wird dem Offizier nicht gestattet, eine angemessene Antwort zu geben, die Zuschauern helfen könnte, die reale Situation zu verstehen.



Das zu Kritisierende wäre nicht die Emotionalität der Journalistin - sie ist eben auch "nur" ein (informierter) Mensch und kein israelischer Roboter oder Übermensch - und auch ihre Frage ist inhaltlich berechtigt, aber selbstverständlich muss die Chance einer Antwort möglich sein.

HaGalil redet ständig von der "realen Situation".  Aber aus welchen Quellen erstellt sich haGalil sein Bild, und warum soll dieses Bild realer sein, als die Bilder der Gegenseite?


So wurden im Juli 2014 laut einer Statistik der israelischen Streitkräfte 260 Raketen von Schulen abgefeuert, 127 von Friedhöfen, 160 von Moscheen und anderen religiösen Einrichtungen, 50 von Krankenhäusern sowie 597 von sonstigen Bevölkerungszentren.



Zunächst sollte man sich vielleicht mal klar machen, dass die Raketen  eigentlich nur von Dächern oder von Plätzen neben den genannten Gebäuden abgeschossen werden können, nicht jedoch aus dem Keller oder von sonstwo aus dem Gebäude.  Also vom Minarett oder von der runden Kuppel einer Moschee kann man keine Rakete abschiessen.  Die Frage ist, ob die Abschussrampen aus Metall und mobil sind, oder ob sie fest gemauert auf dem Dach oder neben dem Gebäude stehen. Wenn mobile Abschuss-Rampen benutzt werden, dann sind nicht die Gebäude das Problem oder das "Terror-Nest", sondern die jeweiligen Abschussrampen. Aber wenn die beweglich sind, dann müsste die israelische Armee die Rampen sofort nach dem Raketenabschuss zerstören.  Hingegen Bombardierungen von Gebäuden Wochen nach mobilen Raketenabschüssen, erscheinen dann als böswilliger Unsinn. Wenn die Rampen jedoch gemauert sind, egal ob auf freier Fläche neben Gebäuden oder auf deren Dächern, dann erscheint es dennoch überdimensioniert, mit Bomben solche Rampen zu zerstören, denn das ist mit Kanonen auf Krokodile schiessen - zumal tausende unschuldige Zivilisten dabei traumatisiert, schwer verletzt und getötet werden. Vor dem Hintergrund, dass das israelische Raketen-Abwehrsystem erfolgreich funktioniert, immerhin gab es trotz angeblich über tausend Hamas-Raketen keinen einzigen oder nur einen oder zwei tote israelische Zivilisten - also angesichts dieser Fakten erscheint die praktizierte Bombardierung ganzer Strassenzüge und die Tötung tausender Zivilisten als völlig Unverhältnismässig, was die Bezeichnungen Kriegsverbrechen und versuchter Völkermord als berechtigt erscheinen lassen.
Zu den Gebäuden und zu den Tunneln, durch die angeblich die Hamas Terroristen auf israelisches Gebiet schleust und durch die Waffen transportiert werden,
Wenn dann die Weltpresse, wie derzeit die New York Times, das Foto eines getöteten Kindes zeigt, hat die Hamas gesiegt. Dass Israels Regierung das Leben dieses Kindes schonen wollte, während die Islamisten auf dessen Opferung förmlich hingearbeitet hatten, wird die Öffentlichkeit kaum interessieren.
Die emotionale Wirkung eines solchen Fotos beseitigt das Bedürfnis nach weiteren Fragen, zumal sie mit dem Zerrbild vom jüdischen Kindermörder – ein im westlichen Unterbewusstsein tief verankertes Vorurteil – bestens harmoniert.
Diese Unterstellung ist wirklich infam, unverschämt und demagogisch!                                                Jene Menschen, die sich heute interessieren und engagieren, sind jung und von internationalen Medien sozialisiert, sie haben keine uralten anti-jüdischen Stereotype im Kopf. Wer mit solchen falschen Feindbildern argumentiert, wie der haGalil-Autor, der zeigt weder Respekt vor den lesenden eigenen Leuten, die er offenbar für oberflächliche Idioten hält, noch vor den Meinungsgegnern, die er offenbar für Arschlöcher hält. Die Infamie des Artikelschreibers von haGalil offenbart, er hat keine Argumente und greift darum in die Dreckskiste mit den Totschlag-Pauschal-Floskeln, um die Gemüter der oberflächlichen eigenen Leserklientel zu beruhigen. Nach dem Motto: Lasst euch von den Opfern im Gazastreifen und dem globalen Mediengeschrei nicht beeindrucken - das sind alles Judenfeinde oder leichtgläubige Trottel.


Tatsächlich jedoch gibt es das Problem, dass wir alle unser Weltbild von Dritten beziehen, wir empören und engagieren uns auf Grund von Informationen aus unbekannter Hand.


Dadurch sind wir manipulierbar. Das gilt für ALLE Seiten.  Zum Glück gibt es dagegen die öffentliche Diskussion mit Meinungs-Gegnern. Allerdings kann man sich auch da nicht sicher sein, ob man es nicht mit gesteuerten Agents-Provocateurs zu tun hat.  Man müsste sich also immer an den genannten Fakten orientieren und mitdenken.


Mittwoch, 6. August 2014

Ideen-Diebstahl mittels Überwachung

Beim Finale der Fussball WM hatte ich schon gemutmasst, dass die deutsche Nationalmannschaft wohl mit einem neuen Ernährungskonzept antritt, dass ihre geistige und körperliche Leistungsfähigkeit steigert.
Und tatsächlich: Während noch vor nicht allzu langer Zeit Fussballspieler mit und für Milch geworben haben ("Die Milch macht's"), wurde diesmal vom Koch der Mannschaft deren Ernährung auf Milchprodukte frei umgestellt, wie der Koch jetzt im SPIEGEL durchblicken liess (sorry, ich hatte mich vertan und zunächst die Süddeutsche Zeitung hier genannt).

Und wie es oben aussieht deutet der Mann auch symbolisch an, dass er dabei auf Überwachungs-Wissen setzt: Sein auf dem Foto symbolisiertes Fenster scheint der Ausdruck für diese Praxis. Überwachungs-Insider und ihre Nutzniesser scheinen sich so untereinander zu erkennen.

Die selbsternannten deutschen LeistungsEliten setzen augenscheinlich voll auf Ideenklau durch Überwachung, scheuen dabei auch nicht vor blutigem Handwerk zurück und nölen gleichzeitig über angeblich plagiierende Asiaten. Wie sangen seinerzeit einige Neuankömmlinge im freien wilden Westen: "Hier ist alles nur geklaut!" (Die System-Kompatibilität der Musiker und des Songs zeigt sich in der Verschleierung bzw Unterschlagung einerseits der tatsächlich praktizierten unglaublichen technischen Möglichkeiten, sowie der Tatsache, dass es sich mitnichten um Einzeltäter handelt, sondern um eine gigantische, mafiös-faschistische Verschwörung systematischer Überwachung inklusive Gedanken-Diebstahl globalen Aussmasses).

Das bekannte Resümee der finanziellen Umverteilung von unten nach Oben muss um den Aspekt der heimlichen Wissens- und Ideen-Abschöpfung mittels Überwachungs-Fenster (Think Tank) erweitert werden, manchmal auch nachdem man zuvor die Leute durch Medizinverbrechen zu Sozialfällen gemacht hat. Die alten Nazis wären vermutlich begeistert, wie modern und raffiniert der Faschismus geworden ist.

Freitag, 1. August 2014

Hallo GEZtapo*

Die hier im Blog besprochenen Filme und Sendungen beziehe ich selbstverfreilich nicht aus eigenen Radio- und Fernsehgeräten, sondern aus mindestens drei anderen Quellen: DVDs, Live-Streams oder Downloads aus dem Internet-Cafe, und als MitHörer und MitZuschauer bei Freunden, Bekannten und Verwandten, sowie unaufgeforderte Sendungs-Mitschnitte aus eben diesem Personenkreis. Ich zahle also aus guten Gründen keine GEZ-Gebühren!
Denn ein Öffentlich-Rechtlicher-Rundfunk mit gesetztlichem Bildungs- bzw Grundversorgungsaufgtrag, der nichteinmal öffentliche UNO-Veranstaltungen zu aktuellen Weltproblemen übertägt, aber die GEZ-Gebühren für Promi-Grill-Events verbrät und sich an Überwachung und Mobbing von Privatpersonen beteiligt, den boykottiere ich und der bekommt von mir keinen einzigen Gebühren-Euro!

Im Übrigen verstiesse eine Erlangung meiner persönlichen Daten vom Blog-Provider gegen das geltende Datenschutzrecht auf anonymen Rundfunkempfang.

Für andere Leser: Ich müsste ohnehin keine GEZ-Gebühren zahlen, weil ich als GeringEinkommer davon befreit bin. Dennoch bekämen die Sender Geld, nämlich für mich vom Staat. Tatsächlich spare ich mit meinem o.g. Verhalten also nicht mein Geld, sondern Geld der Steuerzahler!

*Darf man die GebührenEinzugsZentrale des Deutschen Rundfunks mit einer staatlichen Terrorbehörde des deutschen Nazizreichs vergleichen? Man muss ja nicht die gesamten Eigenschaften mit dem Vergleich meinen, sondern wichtige Wesenszüge und Grundmuster. Beispielsweise dass im Geheimen geschnüffelt wird. Auch ist es eine Tendenz, wenn nicht Strategie heutiger Machtausübung, Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten nach aussen hin zu zerfasern, zu zerstreuen und zu verschleiern. Also auch wenn die GEZ selbst nur mit der Beschaffung und Sammlung von Zuschauer- und Zuhörerdaten befasst ist, so erinnert das doch an jene Praxis in Diktaturen, die Empfänger von sog. Feindsendern ausfindig zu machen, also überhaupt heraus zu finden, wer empfängt mit welcher Art von Geräten welche Sender. Bis vor kurzem hatte jedes Haus noch einen Antennenwald auf dem Dach, von aussen gut sichtbar, heutzutage sind zwar auch Schüsseln gut sichtbar, aber es ist auch DVBT-Empfang möglich, mit kleinen Antennen in der Wohnung. Also die GEZ muss intensiv schnüffeln oder schnüffeln lassen, um sog Schwarzempfänger aufzuspüren. Die Art der Antenne lässt auch Rückschlüsse auf die Art des Zuschauers zu. Wer eine Schüssel nutzt, ist internationaler orientiert, als wer sich mit DVB-T Sendern begnügt. Also diese Schnüffelei hat schon Gestapo-Qualität. Und wenn man bedenkt, dass die Sender, für welche die GEZ die Kohle eintreibt, sich daran beteiligen die Opfer von Verbrechen überwachungstechnisch einzuhegen und vom Rechtstaat abzuhalten, dann sind Sender und GEZ damit aktiver Teil eines raffinierten, kriminellen Systems, bei dem es auch um ganz reale blutige Dinge geht. Jedes bestialische System hat im Übergangsbereich mit der Mainstream-Bevölkerung auch eine freundliche, harmlose Benutzeroberfläche.

Donnerstag, 1. Mai 2014

Faschistische "Schmetterlings"-Zucht-Company

Die wahre Bedeutung der beiden Begriffe beschreibt nämlich ganz zentrale Herrschaftstechniken und das soll offenbar durch die irreführenden Definitionen verschleiert werden!

Dass der Schmetterlings-Effekt nicht der sein kann, für den er allgemein ausgegeben wird, lässt sich an drei Gründen erkennen:

Der Entdecker des in der Wikipedia-Definition beschriebenen Sachverhalts hatte ursprünglich eine Möwe als Beispiel genannt. Das erscheint tatsächlich passender. Denn mehr als ein Schmetterling ist die Möwe eine unabhängigere "Gestalterin" ihrer Umgebung, und wollte man die Winzigkeit des Einflusses symbolisieren, böten sich zahllose kleinere Tiere an, als ausgerechnet ein Schmetterling. Also der Schmetterling eignet sich sachlich nicht für die gängige Definition, und er war tatsächlich auch kein Bestandteil der ursprünglichen Definition. Es scheint eher so, dass sich jemand gedacht hat, er könne die Definition benutzen um darin einen verräterischen Herrschaftsbegriff zu verstecken, so, wie in New York die Zwillingstürme aus dem Stadtbild eliminiert wurden, vielleicht um den Zwillings-Effekt aus dem Bewusstsein der Weltöffentlichkeit zu nehmen.

Übrigens interpretiere ich den Schmetterlings-Effekt und den Zwillings-Effekt als nahezu identisch. Der Zwillings-Effekt vielleicht eher bezogen auf die Physis, der Schmetterlings-Effekt eher bezogen auf die emotionalen und geistigen, also immateriellen Vorgänge IN der Physis.

Gegen die gängige Definition des "Schmetterlings-Effekts" spricht auch, dass der Schmetterling für eine andere Definition eine viel passendere Metapher ist. Wie wohl kein anderes Tier kann der Schmetterling mit seinen attraktiv gemusterten, symmetrischen Flügeln (ähnlich wie ein Rorschach-Klecks), die sich ja stets auch symmetrisch bewegen, das Immaterielle und die Symmetrie von Vorgängen symbolisieren - und das passiert vermutlich ziemlich genauso zwischen Menschen und ihrem im Labor geklonten Nervensystem:
Die Signalmuster des Labor-Nervensystem verhalten sich vermutlich symmetrisch zu denen im Nervensystem des betreffenden Menschen, also der Mensch und sein Teil-Klon sind wie die beiden Flügel eines Schmetterlings. DAS ist die passendere Definition des Schmetterlings-Effekts, der offenbar eine real existierende Herrschafts-Technologie ist und ALLE Bereiche in Staaten und Gesellschaften auf dem Globus durchdringt und beherrscht - auch und ganz vorne mit dabei: DIE MEDIEN!


Eigenartige Plastiken

Montag, 14. April 2014

Der Faschismus-Vorwurf gegen Koran und Islam

Zunächst mal vorneweg gebe ich zu bedenken, dass - ähnlich wie unser Grundgesetz - auch das Papier des Koran geduldig ist, und Gesetze und Regeln nur so wirksam, also tödlich oder lebendig sein können, wie es Menschen gibt, die sie befolgen und für sie kämpfen. So wenig wie man Deutschland anhand seines guten GrundGesetzes positiv beurteilen kann, so wenig kann man wohl die Muslime anhand des Koran abqualifizieren. Der Islam ist eine Weltreligion die von den Muslimen überall anders gelebt wird, je nach lokaler Tradition. Auch in den christlichen Religionen gibt es grosse Unterschiede, wie zB die katholische sog. BefreiungsTheologie in Süd-Amerika, die häufig in Konflikt mit dem Vatikan und überhaupt der christlichen Religion geriet. Im Islam gibt es schon ganz früh eine Aufteilung der Glaubensrichtung in Sunniten und Schiiten - was doch recht demokratisch anmutet. Und es gibt keine strenge Hierarchie mit einem Diktator (Papst), wie in der katholischen Kirche. Die geschriebenen Regeln und Gesetze der ersten deutschen Demokratie, also der Weimarer Republik, waren vermutlich gut und schön, aber sie wurden vom ganz praktischen, real existierenden Nazi-Faschismus im eigenen Land niedergetrampelt und die guten Bücher verbrannt. Vermutlich gilt das auch umgekehrt: Ein faschistisches Buch hat keine Chance auf ein breites Echo, wenn es auf zufriedene, innerlich gefestigte Menschen trifft. Also mehr noch als vermeintlich oder tatsächlich faschistoide Bücher zu verdammen und gute Gesetze in den Himmel zu heben, gilt es faschistische Verhältnisse zu verhindern und zu beseitigen. Wenn ich beispielsweise das deutsche Medizin-Unwesen als faschistisch bezeichne, dann wegen ganz konkreter Praktiken, nicht irgendwelcher Theorien. Nach meinem Verständnis von Faschismus ist der nur möglich in Kombination mit Technik. Also das Römische Reich und andere Kaiserreiche war nicht deswegen nicht faschistisch, weil die Regenten so human waren, sondern weil es nicht die moderne HighTech gab. Deutschland wurde meiner Auffassung nach deswegen faschistisch, weil das deutsche Volk nicht fähig war, mit der modernen Technik adäquat, also human umzugehen - es hat Technik-Kriterien gnadenlos-dumm auch auf Menschen angewendet. Die islamische Welt ist bei weitem nicht so durchtechnisiert wie die westliche, was nach meiner Auffassung schon allein einen islamischen Faschismus verhindert oder zumindest bremst und mildert! Kennt jemand einen islamischen Staat, der als faschistisch eingestuft wird, wie eine der vielen christlichen, westlichen faschistischen Diktaturen (Franco-Regime, Mussolini-Diktatur, Nazi-Deutschland, Griechenland, Portugal, Pinochet-Chile, Argentinien) ? Falls Saudi-Arabien, so werden die mit deutscher Überwachungs- und Waffen-HighTec hochgerüstet. Der o.g. Islam-Kritiker vergleicht übrigens mit dem Koran ein öffentlich zugängliches Werk. Auch das heilige Zentrum des Islam, die Stadt Mekka mit der Kaaba, sind im Prinzip öffentlich und werden im Fernehen gezeigt. Hingegen der Westen wird von geheimen Kräften nach geheimen Regeln hinter den Kulissen beherrscht! Im Westen gilt: Nichts ist wie es scheint! Alles ist Lüge! Die öffentlich sichtbare Wirklichkeit ist nur Fassade! Und weil grundsätzlich gilt: Die geheime Ordnung ist mächtiger als die öffentliche!, darum ist ein Vergleich des Islam bzw Koran nur mit der öffentlich sichtbaren Welt des Westens ein schiefer, falscher Vergleich, der zu falschen Schlüssen führt. Nicht der Islam und der Koran sind faschistisch, sondern die Wirklichkeit des Westens ist es! Nicht wenige Kenner bezeichnen den Westen als "sanften Faschismus". Denn Faschismus hat nicht per se die monströse Gestalt eines Nazi-Faschismus mit öffentlich sichtbaren Massen-Deportationen und Holocaust. Die Aufteilung der Welt in Gut und Böse ist doch auch bei uns im christlichen Westen Realität. Oder vielmehr sortiert der Westen die Welt und die Menschen in "nützlich" und "nutzlos". Ist das besser, menschlicher? Es war das Kriterium schon der Nazis. Hingegen jeder der nach bestimmten moralischen, ethischen Kriterien und staatlichen Gesetzen lebt, gilt als gut, wer Gesetze und Regel übertritt, gilt als schlecht oder böse - also Beckenbauer gut, Hoeneß böse; Merkel gut, Putin böse; Veganer gut, Fleischesser böse; Öko und Bio gut, KiK und Amazon böse; Dünnsein gut, Dicksein böse. christl. Westen gut, Islam böse. Masstab dafür sind für die einen die Bibel, und für die anderen die Medien; und für noch andere noch andere Regeln. So penetrant wie unsere Medien ständig alles und jeden in gut und böse einteilen, so aufdringlich und zwingend können die Muslime in ihrem Alltag gar nicht sein, allein schon weil sie technisch und medial viel "schlechter" versorgt sind als der christliche, reiche Westen. Was den Vorwurf der angestrebten Weltherrschaft des Islam anbelangt, kann man eigentlich nur noch fassungslos den Kopf schütteln. Die Christen des Westens haben sich mit ihrer Religion, ihren Lügen und Waffen durch sämtliche Epochen gemetzelt und sich über den gesamten Globus ausgebreitet, wie Schimmpelpilze über einen Apfel, ganz gemäss ihres biblischen Auftrags: Macht euch die Erde untertan! Die ganze Welt spricht Englisch, nicht Arabisch; überall regiert westliche Kultur und Technik, hingegen die Muslime und insbesondere die Taliban sitzen in ihren Moscheen und Koranschulen auf dem Fussboden, beten fünfmal am Tag und lassen Mohammed und Allah gute Männer sein, und diese Menschen wollen angeblich den ganzen Globus erobern. Mit ihren Gebetsketten, Vollbärten und westlichen Waffen in ihren nackten Händen? Wann fangen die mit der Welteroberung an? Der christliche Westen hat einen jahrtausende währenden Vorsprung. Wenn es nicht so traurig infam und dumm wäre, wäre es lächerlich! Bei Hamed Abdel Samad frage ich mich, ob der einfach nur scharf auf die Medien-Kohle und Promminenz der von ihm selbst so benannten TalkShow-Industrie ist, oder / und ob er im Geheimauftrag deutscher Ärzte, Militärs und Geheimdienste agiert, die ihren realen Faschismus hinter einem Vorwurf gegen den Islam verstecken wollen.

Sonntag, 23. Februar 2014

Taxi, Tuxedo & andere Hüllen

Wenn also zB der französische Spielfilm "Taxi" von einem getunten superschnellen Taxi handelt, dann könnte damit die Praxis gemeint sein, dass die Überwacher den Überwachten gerne "Beine machen", sie zu mehr Leistung antreiben, denn das ist ja schliesslich das Endziel von Überwachung: maximale Ausbeutung der Versklavten, zum maximalen Nutzen der Überwacher und ihrer "Fahrgäste"! Und alles komplett vorbei am Rechtstaat. 
Oder wenn eine französische Sängerin von "Joe dem Taxi" singt, meint sie wahrscheinlich ebenso einen total taxierten und überwachten Menschen, mittels dessen empfangener und entschlüsselter Nervensignale die Überwacher unbemerkt durch die Welt spazieren fahren, ähnlich wie ein Hamburger Musik-Schnösel, der "Mit einem Taxi nach Paris, nur für eine Nacht" gefahren war (Hamburg scheint ein Nest für arschige Hanseaten-Schnösel zu sein, Do.) 
Oder wenn der WDR-Nacht-Talker Jürgen Domian sich im SendungsTrailer in einem Taxi ins Studio fahren lässt, dann ist wohl auch das ein Hinweis auf die Art seiner Sendung. Er hat übrigens ein Buch mit dem Titel "Der Gedankenleser" geschrieben, wobei es eigentlich DIE Gedankenleser heissen müsste.

Aber augenscheinlich verwenden die HighTech-"User" für ihre "Vehikel-Menschen" auch den Begriff T-Shirt, Hemd, New Jersey, Tuxedo bzw die Symbole dafür. Das kennt man ja aus etlichen SciFi-Filmen (zB Men in Black), dass Aliens sich Menschen ähnliche Hüllen zulegen, in Menschen schlüpfen bzw sich deren Inneleben bemächtigen. Zur dieszüglichen Verwendung des Begriffs Tuxedo existiert auch der Name einer Musikgruppe Tuxedo Moon, was eine interessante Verbindung zum Topos von den 2 Monden, bzw zur Existenz eines zweiten Mondes gibt, wie er auch oft in SciFi-Zusammenhängen auftaucht - und offenbar auch in der Realität.

Aber wie passt das Linux-Maskottchen "Tux" in den Zusammenhang? 
Okay, der Pinguin als solcher steht vermutlich für unser Ice-Age, unsere Ice-World, also unsere von supraleitenden Super-Antennen bzw Super-Sensoren totalitär überwachte Welt. 
Aber was symbolisiert der Smoking (Tux) im o.g. Sinne? Für die allermeisten User ist ein Betriebsystem weniger wie ein passender Anzug, in dem sie sich durch die Welt bzw im Internet bewegen, sondern eher sind sie oder sind wir die Marionette oder der Anzug, mit dem andere mittels unseres Betriebsystems machen, was sie wollen, zB. indem Webcam oder Gerätemikrofon heimlich aktiviert werden, ohne dass wir es bemerken, oder indem unsere privaten Daten vom Betriebsystem gesammelt und heimlich an irgendwelche Zieladressen im Netz verschickt werden. 

Wenn aber Linux der Anzug ist, wer oder was steckt in dem Anzug? 
Weil Linux Open Source und frei ist, könnte im Prinzip jeder im Linux-Anzug stecken, der sich in den entsprechenden Programmiersprachen auskennt und das System nach seinem Gusto verändert. Neulich lief im TV ein Abend über Computer-Hacker und Viren-Entwickler. Ein Insider meinte, raffiniert gebaute Viren / Schad-Programme seien heute im Programmcode kaum noch als schädlich zu erkennen. Darum vermute ich, dass man in den Tiefen des riesigen Programmcodes eines ganzen Betriebsystems wohl Dinge verstecken kann, die auch der kompetenteste User nicht oder nur zufällig entdecken kann. Was bedeuten würde, dass Linux ein Anzug wirklich nur für seine Kern-Entwickler ist.
Aber ich habe schon länger den Verdacht, dass es unabhängig von einem Betriebsystem eine heimliche Kommunikation und Fernsteuerung von Computern direkt über ihren Prozessor gibt, der wohlmöglich ein Microcontroller ist. Taktraten im Mhz- oder GigaHertz-Bereich sind Funkfrequenzen, die einige Meter weit strahlen und als Störsignale und Elektro-Smog den Radio-Empfang stören können. Aber mit geeigneten Empfangsgeräten und Sendern können Experten aus Nachbarwohnung vielleicht direkt mit dem Prozessor bzw der Hauptplatine kommunizieren, also Daten auslesen und manipulieren (ein Abbild des PC-Desktops bekommt man aus vielen Metern Entfernung hin, wie schon vor Jahren in den Mainstream-Medien gezeigt wurde). 
Computer-Prozessoren quasi als Microcontroller mit heimlicher Schnittstelle für Sendung und Empfang hochfrequenter Datenpakete. Der kürzlich neu eingeführte Adress-Standard IPv6 (laut Experten könne man damit jedem Sandkorn auf diesem Planeten eine eigenen Namen geben) kann jedem Bauteil jedes Computers eine ganz eigene Adresse zuweisen, also jeder Prozessor, jeder Arbeitsspeicher, jede Festplatte auf diesem Planeten könnte eine ganz eigene einmalige Adresse haben ("Internet der Dinge"), als Voraussetzung für direkte Kommunikation und Fernsteuerung - via Internet oder etwa per Funk aus Nachbarwohnungen.

Montag, 27. Januar 2014

Das Ed Snowden Interview

Zunächst fällt das luxuriöse Interieur auf, in welchem das Interview stattfand. Das soll offenbar den Geld-Eliten unter den deutschen TV-Zuschauern signalisieren: Ed Snowden ist einer von uns, also macht Euch keine Sorgen, er wird / wir lassen ihn nichts verraten, was unseren Wohlstand und unsere Macht gefährden könnte. Ob Snowden das so wollte, oder sich dieses Umstandes gar nicht mal bewusst war, und der Ort des Interviews vom Sender so ausgwählt war, ist egal, denn einer von beiden hat den Ort bestimmt und damit eine Botschaft übermittelt. Selbst wenn es nur der typisch deutsche Hang zu Goldrandlösungen, und der ARD zum Luxus sein sollte, so tangiert das nicht die o.g. Botschaft, sie wäre dann nur unbewusst übermittelt. Tatsächlich sind in der Sache (mittlerweile) die Medien in einer Schlüsselposition, nicht mehr Ed Snowden, denn der hat sein gesamtes Material den Medien übergeben und überlässt es den Journalisten zu entscheiden, was sie veröffentlichen wollen; und die tun nichts, was die herrschenden Macht- und Vermögensverhältnisse erschüttern könnte - die aktuelle Demontage des ADAC reiht sich ein die schrittweise Beseitung aller anderen Machtzentren ausser den Medien (sind demnächst vielleicht die Gewerkschaften dran, noch weiter entmachtet zu werden?). Folglich wurde bislang auch nur ziemlich banales Zeug zum Fall Snowden veröffentlicht. - Warum hat ein deutscher TV-Sender erst nach so langer Zeit ein Interview mit Ed Snowden gemacht, und dann nur eine halbe Stunde, wo doch seine Entülllugen anscheinend fast nur Deutschland betreffen? Dass Snowden nicht früher wollte, ist unwahrscheinlich, denn schliesslich hat er die Öffentlichkeit ge- und angeblich in Deutschland um Asyl er-sucht. - Wenn Snowdens Enthüllungen angeblich die ganze Welt betreffen, warum hat noch kein einziger TV-Sender der restlichen Welt ein Interview mit ihm gemacht, nichteinmal ein Sender seines Gastlandes? Im Sender Russia Today hiess es sogar, Snowden sei während seines angeblichen Aufenthalts im Transitbereich eines Moskauer Flughafens dort nicht auffindbar gewesen, es gebe dort auch gar keine Möglichkeiten für einen längeren Aufenthalt. - Snowden überlässt die Entscheidung über die Veröffentlichung seines den Medien übergebenen Materials den Journalisten. Wenn er den Medien so vertraut, weil die angeblich unabhängig sind, warum hat er sein Material nicht auch US-Medien übergeben, und warum hat noch kein US-Sender ihn interviewt (zB CNN) und warum ist das kein Thema im Interview? - Warum hat Snowden seine Unterlagen nicht an Wikileaks übermittelt, und warum wurde das Thema nichteinmal erwähnt? - Auf zwei Fragen des Journalisten antwortet Snowden er dürfe das nicht sagen, das sei geheim. Folglich war alles von ihm bisher Gesagte nicht geheim. Also Snowden beantwortet einen Teil der Fragen nicht, weil das geheim sei, und er beantwortet einen anderen Teil der Fragen nicht, weil er den Journalisten überlassen wolle, welche Dinge sie aus dem ihnen übergebenen Material veröffentlichen wollen. Im Grunde entwirft Snowden selbst nur ein allgemeines und bereits bekanntes Szenario, was technisch möglich ist und getan wird. Das erzählen uns aber auch diverse Techniker und Journalisten seit langem. Er nennt keine wirkllichen Geheimnisse und keine konkreten Fälle schlimmer Folgen für Menschen, durch die Überwachung. - Dass (auch) die USA (wie jedes Land) im Rest der Welt Wirtschaftsspionage betreiben ist ein alter Hut und wurde zuletzt vor einigen Jahren im Zusammenhang mit ECHELON diskutiert. Warum wurden die Snwoden-Enthüllungen nicht verglichen und in den Zusammenhang gestellt mit ECHELON? Also die Frage, was ist neu, was ist anders, was ist schlimmer, seit ECHELON, wurde nicht gestellt. - Die Tatsache des "technischen Gedankenlesens" taucht als Wissenschaft- bzw Technik-Thema gelegentlich in den Medien auf, und ist sicher in erster Linie eine heisse Sache für jeden Geheimdienst. Warum ist das kein Thema für Snowden und das Interview? - Warum wurde mit Snowden nicht über Möglichkeiten der Abwehr und des Widerstandes gesprochen? Warum scheint Snowden ganz entspannt das Geschehen um ihn herum aus dem Luxussessel zu betrachten, anstatt sich an Entwicklungen und Ideen zum Widerstand zu beteiligen? Interessant fand ich eine Stelle im Interview, als Snowden sagt, die Geheimdienste hören auch Richter ab und können so Gerichtsprozesse manipulieren. Tatsächlich ist es noch schlimmer: auch Gerichtsjuristen und Rechtsanwälte sind Teil der Geheimdienste oder werden von denen erpresst oder eingekauft. Ich selbst habe es immer wieder erlebt und erlebe es ständig, dass selbst schlimmste oder eindeutige Rechtsbrüche zu meinem Schaden von der Justiz kaltschnäuzig immer wieder vom Tisch gewischt werden, weil es den Herrschenden so gefällt, und Anwälte ganz dreist Parteiverrat begehen, wobei hinter all dem geheime Strippenzieher erkennbar sind. Also der Staat mit seinen Institutionen ist längst unterwandert und in der Hand geheimer Mächte, und nur noch hohle Kulisse! Insofern ist der Begriff vom "Tiefen Staat" irreführend, weil die dahinter stehende Macht den Staat nicht als Staat erhalten will, sondern nur als Kulisse, und selbst nicht nur ein tiefer sondern auch ein globaler Über-Staat ist. Also tief und hoch, und dazwischen der übliche Staat, wie ein Werkstück im Schraubstock. Für mich sieht das Thema Snowden nach einer grossen Inszenierung von Medien und Geheimdiensten aus, die sich gegenseitig reinwaschen (eine Hand wäscht die andere). Die Medien helfen mittels Snowden den Geheimdiensten von deren wahren Möglichkeiten und Praktiken abzulenken (technisches Gedankenlesen und Unterwanderung aller Institutionen und Schlüsselpositionen in Staat und Gesellschaft), und die Geheimdienste haben den Medien mit Snowden eine telegene Figur überstellt, welche der Öffentlichkeit den Eindruck suggeriert, die Medien seien unabhängig und nicht Teil der Geheimdienste, und aus dem angeblich übergebenen Geheimdienstmaterial träufeln die Medien Monat für Monat, Woche für Woche lauter längst bekannte Überwachungs-Kleinigkeiten in die Öffentlichkeit, um die wirklichen Praktiken zu verschleiern und die Bevölkerung mit dem Thema zu übersättigen.

Freitag, 3. Januar 2014

Churchill über Klon-Fleisch

So soll sich Winston Churchill bereits 1932 über die Fleischerzeugung Gedanken gemacht haben: "In 50 Jahren sollten wir die Absurdität hinter uns gelassen haben, ein ganzes Huhn zu züchten, nur weil wir die Brust oder die Flügel essen wollen, indem wir diese Teile unabhängig in einem geeigneten Medium züchten." Quelle

Montag, 23. Dezember 2013

Der Bevormunds-Wahn der Medien

Dauernd wollen uns die TV-Medien einbläuen, was gut und richtig, und vor allem was falsch ist. Die Medien berichten nicht, nein sie wollen uns dressieren und erziehen - ARD & ZDF sind im Bevormundungs-Wahn. Passend zum aktuell modischen USA-Bashing und der deutschtümelnden Re-Nationalisierung (zB "Deutsches eMail-Netz"), haben die Medien seit einiger Zeit Amazon im Visier, und hängen dem Unternehmen allerlei unschöne Dinge an: angebliche Ausbeutung des Personals und der Auslieferungsfahrer. Klar, in einem Land, wo Post-Sachbearbeiter auf Anweisung von Vorgesetzten dunkelhäutigen Kunden ihr Packet nicht aushändigen, solch unmündiger Arbeitnehmerschaft kann keine Gewerkschaft helfen, keine Justiz, keine Politik, nein die braucht als starken, uneigennützigen Vormund, die Medien. Aber die Medien berichten nicht über das Versagen von Politik, Justiz und Gewerkschaften, sondern behaupten, die Kunden versagen, wenn die dennoch bei Amazon bestellen. Aber wenn es laut Fernsehen die Aufgabe von Kunden ist, sich über die Arbeits- und Verdienstbedingungen mündiger Mitmenschen zu informieren, dann möchten wir Fernseh-Kunden endlich wissen, wie typische (Arbeits)Tage im Leben von ARD- und ZDF-Journalisten aussehen und wieviel die jeden Monat auf ihr Konto überwiesen bekommen ! Aber nochmal konkret zu Bestellungen per Internet, statt Einkaufen in der City. In einer immer mehr in arm und reich aufspaltenden Gesellschaft schotten sich die Geschäfte gegen die Unterschicht dadurch ab, indem sie eine chic glänzende Oberfläche und eine Atmosphäre erzeugen, in welcher sich der einfache Bürger als unerwünschter Fremdkörper fühlt und darum solche Innenstädte meidet. Bestellungen im Internet sind dagegen demokratischer. Wer etwas Spezielles sucht, hat keine Möglichkeit heraus zu finden, in welchen Ladengeschäften und zu welchen Preisen er es in der Stadt bekommen kann - man muss von Geschäft zu Geschäft telefonieren oder gehen und gucken und fragen. Hingegen im Internet gibt man die gesuchten Dinge bei Google ein und bekommt sofort angezeigt wo und zu welchem Preis man es bekommt. Seit Jahren beklagen viele Menschen, die Innenstädte seien zu reinen KonsumZentren verkommen, der Shopping-Verkehr per Auto verstopfe die Innenstädte, und die würden nach Ladenschluss zu Geisterstädten. Die Menschen kämen nur noch zum Shoppen in die Stadt, es wäre kein Ort mehr der nicht-kommerziellen Begegnung von Mensch zu Mensch. Wenn nun das Bestellen im Internet zur Normalität der Massen würde, wo alles das gekauft wird, was planbar ist und ein paar Tage Zeit hat, dann würden vielleicht die grossen Kaufhäuser aus den Innenstädten verschwinden und wieder vermehrt kleine Läden etabliert werden - für Spontankäufe. Der Konsumrausch fände im Internet statt, und die Innenstädte würden vielleicht wieder zu lebendigen Zentren der Begegnung. Also Fussgängerzonen in denen musiziert, Strassenmalerei betrieben, geskatet, Schach gespielt und diskutiert wird - einfach weil sie zentral liegen. Übrigens sind Waren, die erst in die Geschäfte gekarrt und dann von Kunden zu sich nach Hause geholt, und als unverkäuflich und defekt wieder zurück gebracht werden, vielleicht un-ökologischer unterwegs, als solche die direkt vom Hersteller oder Grosshandel zum Kunden geliefert werden, denn verstopfte Innenstädte und überfüllte Parkhäuser samt Suchverkehr mit dem Auto sind weder ökologisch noch ökonomisch.

Freitag, 1. November 2013

Scheiss auf die SPD

Vergleichsweise harmlos ist das hier kurz zuvor erwähnte und dokumentierte gezielte Fotografieren meiner Person in der Öffentlichkeit, was in den letzten Wochen wieder zugenommen hatte, und jene Dauersabotage hier im Blog, die übersichtliche Formatierung des Textes zu verhindern.
Das JobCenter antwortet auf meine eingereichten Unterlagen erst nach einem halben Jahr, meine Beschwerde bei der Geschäftsführung wird gar nicht beantwortet, erst nachdem ich mich beim Landes-Arbeitsminister beschwere, kommt Bewegung in die Sache, allerdings würdigt auch der mich keiner direkten Antwort. Immer wieder hatte ich einen Bescheid reklamiert, jedoch man hat mich mit dummerhaften Verwaltungsunsinnigkeiten verarscht. Dass nun plötzlich etwas möglich ist, sogar rückwirkend und ohne dass ich es beantragt hatte, offenbart die Willkür. Man hat mir noch nie eine Weiterqualifizierung unterstützt, und verweigert mir aktuell eine nicht mal einwöchige Weiter- bzw Fortbildung auf der Basis meiner zwei Ausbildungsberufe, will mich statt dessen in die x-te Disziplinierungsmassnahme zwingen. Der sog. NSU, Nieder-Sächsischer Untergrund, also der Inlandsgeheimdienst des Bundeslandes Niedertrachten, hat in allen Schlüsselpositionen seine Leute, und so spielen sich JobCenter, Vermieter, Sozialgericht, Amtsgericht und die Rechtsanwälte als Marionetten oder Aktivisten des NSU sich gegenseitig hinter meinem Rücken und über meinen Kopf hinweg Bälle zu, um mich auszutricksen, finanziell noch weiter auszubooten und divers zu drangsalieren. Diesen Geheimdienst-Ferkeln ist nichts zu drecksauhaft, als das die sich nicht so benehmen würden. Das ist ein absolut charakterlich heruntergekommenes Gesindel, egal ob mit Dr.-Titel als Gerichtsjurist, oder als korrupter Rechtsanwalt oder Vermieter. Überhaupt scheint der Geheimdienst / NSU, in alle sozial relevanten Schlüsselpositionen die schlimmsten, rechts-aussendsten Figuren zu positionieren, um jedwede linke, soziale Anwandlung im Keim zu ersticken und mit militaristischen Stiefeln zu zertreten. Offenbar ist es egal welche Partei die Regierung stellt, letztlich entscheiden die Geheimdienste, und mit denen hat man es im Alltag überall zu tun - nicht mit den Politikern und ihren Spielereien in ihrem Polit-Theater. Auf Grund der langen Antwortzeiten immer mit dem Risiko, dass man behauptet, gar keine Post von mir bekomen zu haben, obwohl ich meine Post meist persönlich bei den Adressaten innerhalb der Stadt in deren Briefkasten werfe, hatte ich mir ab dem Frühjahr angewöhnt, meine Briefeinwürfe mittels Funkuhr und Kamera zu dokumentieren (die paar Euro für die billigen Geräte habe ich mit gespartem Einschreibe-Porto bald raus, ausserdem brauchte ich eh einen neuen Wecker und ein Funkwecker ist kaum teurer als ein normaler, und auch mit billigen Fotoapparaten (20 €) kann man kurze Videos machen). Manchmal filme ich auch die Papiere, die ich in den Briefumschlag stecke, damit niemand behaupten kann, der Briefumschlag sei leer gewesen oder hätte bestimmte Unterlagen nicht enthalten.

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Wahl-Nachlese

Wohl jeder sieht einen Unterschied zwischen einer Meldung und einem Gespräch. Beide verhalten sich zueinander vielleicht etwa wie eine SMS zu einem etwas längeren Telefonat. Also wenn man vom JobCenter aufgefordert würde, sich dort zu "melden", würde wohl jeder denken, man geht dorthin, legt seinen Ausweis vor, und bestätigt damit, dass man weder tot noch im Urlaub ist - also der Behörde zur Verfügung steht. Dann dürfte man wieder gehen - man hat sich gemeldet.
Hingegen eine Einladung (die eigentlich eine Vorladung ist) zu einem Gespräch über die berufliche Situation, würde wohl kein normaler Mensch als Meldung verstehen. Es ist ein Gespräch zwischen Menschen mit unterschiedlichen Interessen, also teils ein Gegen- manchmal auch ein Miteinander, es müssen eventuell schwer wiegende Entscheidungen getroffen und Schriftstücke unterschrieben werden. Solche Dinge sind das Geschäft von gutbezahlten, besonders geschickten Verhandlern. Wer da krank ist, läuft Gefahr über den Tisch gezogen, also ausgetrickst zu werden.

Nun ist es aber so, wer solch einen Gesprächs-Termin platzen lässt, weil er krank und vom Arzt auch krank geschrieben ist (Gelber Schein / AU-Bescheinigung), der ist damit nicht per se entschuldigt - ihm drohen Sanktionen von der Behörde! Denn das Gesetz und die Behörde vermischen solche Gesprächs-Termine und reine Melde-Termine, und sagen, wer krank geschrieben ist, ist damit nicht per se unfähig, zu einem Melde-Termin zu erscheinen.
Wenn man unter einem Melde-Termin das verstehen würde, was der Begriff bedeutet, könnte man dem vielleicht sogar zustimmen, denn wer es aus eigener Kraft zum Arzt schafft, kann sich vielleicht auch noch zwecks Meldung zum JobCenter schleppen. Aber ein Gespräch über die berufliche Situation ist keine Meldung mehr. Jedoch Gesetz und JobCenter machen da keinen Unterschied. Man könnte das für Gesetzes-Pfusch halten, aber die Hartz-4-Gesetze wurden ja nicht von Peter Hartz oder Gerhard Schröder persönlich nach Feierabend am Küchentisch geschrieben, sondern von Heerscharen von Experten und Spezialisten für Sprache und Juristerei und Arbeitsrecht und was nicht noch alles. Also es ist Absicht, Vorsatz.
Und wenn man die Konsequenzen bedenkt, also dass ein wirklich Kranker zusätzlich zu seinem Kranksein noch eine Sanktion (Geldkürzung) reingewürgt bekommt, dann ist das dem zu Grunde liegende Gesetz schon fast verbrecherisch zu nennen.
Und die dafür Verantwortlichen haben sich wieder zur Wahl gestellt.

Freitag, 20. September 2013

Tschetschenienkrieg überlebt, vom hiesigen "Gesundheits"-wesen fast umgebracht: TV-Journalistin Mikich

Ärzte meiden Einige Leute betrachten offenbar Ärzte oder zumindest chirurgischen Eingriffe grundsätzlich als Gefahr. So sagte etwa Günter Jauch, der zwar nicht unbedingt als Vorbild taugt, aber immerhin nicht mehr der Jüngste ist und dennoch einigermassen gesund wirkt, er meide Ärzte so gut er kann. Auch der TV-Angler Jeremy Wade, der auf DMAX um die Welt fährt um gefährliche Fische zu fangen, hatte sich vor Jahren einen Muskelabriss zugezogen, und statt eines Biceps nur noch einen Monoceps am rechten Arm, der sicherlich zu operieren wäre, aber er lässt keinen Arzt daran, obwohl er sich sicherlich das beste Krankenhaus aussuchen könnte. Ich hatte mal mit einer Tiermedizin-Studentin gesprochen, die durch einen Unfall auch irgendwelche Entstellungen am Arm hatte, und gefragt warum sie diese Probleme nicht chirurgisch beheben lasse. Sie meinte, so lange sie das nicht ernsthaft behindert, wolle sie jeden chirurgischen Eingriff vermeiden.
Dass Frau Mikich sich quasi hat prophylaktisch operieren lassen, ist darum unbegreiflich.
Nicht allein ins Krankenhaus
Meine Oma hatte immer eindringlich davor gewarnt, ins Krankenhaus allein zu gehen. Ich fand das veraltet und übertrieben, dachte in dem heutigen, vermeintlich demokratischen Gesundheitswesen ist das nicht mehr notwendig - bis ich selbst eigene Erfahrungen als Patient machte. Auch Frau Mikich empfiehlt, nicht allein ins Krankenhaus zu gehen. Wie im bösen dunklen Wald, lauern offenbar auch im Krankenhaus böse Geister und böse Menschen. Das sind beängstigende Zustände, wenn Demokratie und Rechtstaat draussen vor dem Krankenhauseingang bleiben müssen. Tausende Patienten zum Üben
In Gesundheits-Ratgebern hört und liest man oft den Tipp, sich dort operieren zu lassen, wo Ärzte den Eingriff mehrere tausend mal im Jahr durchführen, also in Spezialkliniken, statt in irgendwelchen Feld-, Wald- und Wiesen-Krankenhäusern, wo der Eingriff nur selten durchgeführt wird. Bei dem Tipp wird allerdings stillschweigend unterschlagen, dass die tausende Eingriffe ja alles Patienten sind, an denen quasi geübt wurde. Nach so vielen Operatioen kann vielleicht auch der unfähigste Chirurg halbwegs gut operieren. Wenn man Glück hat, ist man der 1001te Patient, der von der Übung der Ärzte an den vielen Patienten vorher profitiert. Wenn man Pech ist man einer der vielen, an denen noch geübt wird.
Allerdings muss man wohl einräumen, dass in einer Spezialklinik wahrscheinlich die Anforderungen an die Auswahl der Ärzte, für die speziellen Eingriffe, höher sind, als in einem Allgemeinkrankenhaus, wo tendenziell jeder Arzt alles machen können muss. Also die Kompetenz für bestimmte Eingriffe ist in einer Spezialklinik sicher höher. Dennoch sollte gutes Operieren nicht erst nach zahllosen Übungspatienten erreicht werden.
Falsche Anreize sind keine Entschuldigung für zu häufige oder pfuschige Operationen  Als Entschuldigung, warum zu viele Ärzte zu häufig operieren, also auch unnötige Operationen durchführen, und auch pfuschen, wird gerne das falsche Anreizsystem genannt.
Davon rede ich hier schon seit Jahren: Weil Ärzte nur mit kranken Menschen richtig Geld verdienen können, haben sie keinen finanziellen Anreiz uns nachhaltig gesund zu therapieren. Dennoch ist ein falsches Anreizsystem keine Entschuldigung für pfuschende und unnötig operierende Ärzte. Denn das wäre ja so, als würde ein Vergewaltiger freigesprochen, weil das Opfer durch aufreizende Kleidung quasi den falschen Anreiz geliefert und damit selbst Schuld habe. Oder jemand wird beklaut, weil er so wehrlos aussieht, und vor Gericht wird der Räuber frei gesprochen, weil das Opfer durch seine Wehrlosigkeit die falschen Anreize gesetzt habe.

Dienstag, 18. Juni 2013

Fortsetzung: Puppe aus Luft: 1Q84

Es gibt etliche Parallelen mit anderen Romanen und Filmen, wobei aber unklar ist, ob der Autor sich auf Diese bezieht, oder ob er eigenständig und parallel zu den selben Beschreibungen gekommen ist. Also ob letztlich alle von der selben Quelle abgeschrieben haben, oder ob es quasi mehrere unabhängige Zeugen der selben Sache sind, was dann als Beleg und Indiz fast schon einen Beweischarakter bekäme.

So gibt es an einer Stelle eine kurzen erzählerischen Seitenstrang zu einem russischen Autor einer früheren Epoche, und dessen Reise auf die Insel Sachalin, aber man weiss nicht recht, was das soll. Nebenbei wird irgendwie auf die besondere Form der Insel hingewiesen, und wenn man sich die anschaut, und auch noch auf den japanischen Namen der Insel (Karafuto-to), dann fällt der Groschen: Kar! Da war doch was. Mittlerweile habe ich in drei Romanen einen Bezug zu einem Kar entdeckt, im Zusammenhang mit Total- bzw Willkürherrschaft.

Beispielsweise spielen in 1Q84 die sog "Little People" eine wichtige und mystisch-mächtige Rolle - auch beim Gedankenlesen. Das erinnert an den Film Being John Malkovich, wo aus einem Gebäude, das augenscheinlich für sehr kleine Leute gebaut wurde, ein direkter Zugang in den Kopf von John Malkovich gefunden wird. 

Die Frage ist, ob Murakami die Idee für seine "Little People" aus dem Film übernommen hat (und wer weiss woher die Filmemacher ihre Idee habe), oder ob er eine zwar geheime, aber Wirklichkeit beschreibt. Könnte aber auch schlicht eine Allegorie auf jene geheimen Leute sein, die zwischen den Fugen der Gesellschaft leben, und die sich klein machen und (moralisch) verbiegen müssen, für diese Art Leben ausserhalb von Gesetz, Moral und Normalität.

Zwei weitere Aspekte spielen in 1Q84 eine wichtige Rolle: Die mit Gewalt gegen zu böse und zu gute Menschen herzustellende weltweite Balance von Gut & Böse  (Der Roman "Die Auserwählten" behandelt ein ähnliches Thema), Eins-Sein und Getrennt-Sein.

Als Hauptthema beschreibt der Roman in mystisch verbrämter Art eine real existierende Herrschafts- und Versklavungstechnologie. Was im Roman als "Puppe aus Luft" (eigentlich ein Kokon, gesponnen aus Luft. Hinweis auf die Stringtheorie?) mystifiziert wird, dessen Puppen-hafter Inhalt das Abbild einer lebenden Person ist und als deren "Seelen-Schatten" bezeichnet wird  (die Puppe im Kokon, als "Tochter"-Organismus, als Abbild eines bereits existierenden Menschen, des sog. "Mutter"-Organismus). Die Puppe fungiert als "Perceiver" bzw "Receiver".

Die auf dem hinteren Buchdeckel zitierte Meinung einer japanischen Zeitung, die Texte des Autors seien hilfreich zum Verständnis der modernen Welt, sind eine Bestätigung, dass Murakami sich mit tatsächlich praktizierten ungeheuerlichen Ideologien und Technologien der Herrschaft und Versklavung befasst.


Die mutmassliche Entsprechung im wirklichen Leben ist ein gezüchteter Labor-Klon aus entnommenen Körperzellen und -geweben, oder auch nur DNA-Proben lebender Menschen. Weil die Zellen im Labor, und der Mensch von dem sie stammen, quasi eine gemeinsame "Seele" haben, stehen der Stamm-, Ursprungs- bzw Mutterorganismus (der lebende Mensch) und seine im Labor weiterlebenden Körperzellen in einer geheimnisvollen Verbindung miteinander (Die Mietmäuler und Propagandisten der Herrschenden bezeichnen diese unsichtbare Verbindung ebenso euphemistisch wie zynisch als "Liebe"). Was der betreffende Mensch denkt, sieht und tut, das bildet sich offenbar auch im nervlichen Verhalten der Laborzellen ab, die quasi wie ein Per- oder Receiver für Signale vom Ursprungsorganismus fungieren. Wenn die Nervenimpulse des Labor-Klons mittels Sensoren empfangen werden (der vielleicht kein vollständiger Mensch sein muss, sondern eventuell genügt ein dreidimensionales neuronales Gewebe- und Zellgebilde) und die Impulse richtig zugeordnet werden, hat man direkte Informationen aus dem Inneren des betreffenden Menschen - mithin die totale Überwachung (Der Feind in deinem Körper) des betreffenden Menschen erreicht. Das ist keine blosse Fiktion, das ist Realität!

Im Roman werden diese Überwachungsfähigkeiten kleinen Ausserirdischen (den "Little People") zugeschrieben, die schon immer im Verborgenen "da" waren, seit es Menschen auf der Erde gibt. (Einschub: Warum könnten die Herrschenden wollen, dass wir an ausser-irdische Mächte glauben? Um von sich abzulenken. Um Solidarität zu ernten - wir Erdlinge zusammen gegen die Aliens. Um die Machtverhältnisse als ewiglich und unumstösslich zu suggerieren, weil das Leben auf der Erde schon immer von Ausserirdischen bestimmt wurde). Naheliegender scheint es, hinter diesen Technologien jedoch die global vernetzten Geheimdienste und Militärs zu vermuten.(Einschub: Wegen dem Kontext mit einer religiösen Sekte könnte es insgesamt eine inhaltliche Parallele mit dem Buch "Der Name der Rose" geben).

Weil diese Herrschaftstechnologien mittlerweile ein so hohes wissenschaftliches und macht-technologisches Niveau erreicht haben, und man wohlmöglich schon Informationen aus anderen Dimensionen und Welten erlangt hat ("Gott steckt in den Atomen"), darum kommen uns die Angehörigen der Herrschaftseliten zunehmend wie Ausserirdische vor. Aber vielleicht sind wir Erdlinge tatsächlich nur die Spielfiguren in den unsichtbaren Händen kleiner ausserirdischer Wesen, die in irgendwelchen Dimensionen zwischen den Elementarteilchen leben, und deren Macht sich umgekehrt-proportional zu ihrer Winzigkeit verhält.

Zwar habe ich den über 1000 Seiten dicken Roman ziemlich verschlungen, weil er Aspekte zusammenbrachte, die mich seit einiger Zeit beschäftigen, und weil ich auf weiterführende Andeutungen und Informationen hoffte - wurde aber enttäuscht. Als ich kurz vor Schluss mal innehielt fand ich, dass von der Geschichte nichts nachbleibt - ich hatte das Gefühl, der ganze Roman ist eine mit Uhrwerk ähnlicher Stoik gesponnene Puppe aus Luft - ein grosses Nichts. Die Begeisterung der Kritker kann ich darum nicht ganz teilen.

Montag, 1. Oktober 2012

Vom Stierkampf-Gegner zum bedingten -Befürworter

Vermutlich wird das Fleisch der getöteten Tiere wohl zumindest zu Hunde- und Katzenfutter verarbeitet oder an Zootiere verfüttert. Also für jeden in der Arena getöteten Stier muss vermutlich einer weniger im Schlachthaus sterben. 
Es geht somit nicht darum, OB bzw DASS ein (S)TIER getötet wird, sondern um die Frage, wo und WIE er getötet wird. Das Tier wird also nicht zur Unterhaltung eines Publikums getötet, sondern es wird sowieso getötet, aber auf die Art eines Stierkampfes eben vor Publikum. Und wenn es auf die Art getötet wird, wie im obigen Video, dann geht es eben auch nicht um Sadismus und Quälerei als Unterhaltung.

Jene Vorstellung im Kopf, es gehe beim Stierkampf um ein Kräftemessen zwischen Mensch und Natur oder zwischen zwei Individuen, wobei das Ende des Kampfes offen sei oder sein sollte, aber der Mensch mit unfairen Methoden kämpft, weil er bewaffnet ist und Helfer hat, diese Vorstellung ist zwar sympathisch, geht aber von falschen Voraussetzungen aus.
 
Wenn man die Art des Tötens im Schlachthaus und in der Arena vergleicht mit der naturlichen Art, wie Stiere früher in der wilden Natur umgekommen sind, dann ähnelt der Stierkampf wohl weitgehend der Erbeutung durch ein Rudel Wölfe, Löwen oder Hyänen. 
Wir wissen, dass wir unter Stress und körperlicher Anstrengung weniger oder keine Schmerzen empfinden. Ein Tier, dass durch die Arena gejagt und verletzt wird, spürt danach vermutlich weniger Schmerzen, als eines das im Schlachthaus seine Tötung in aller Ruhe mit sich machen lassen muss. Demnach wären der Torero / Matador und seine Helfer wie das Raubtierrudel, das den Stier jagt und ihn verletzt, und wenn am Ende das erschöpfte, gestresste und weniger schmerzempflindliche Tier auf die im obigen Video dargestellte Art getötet wird, dann geht es bei dem Ganzen nicht um die Belustigung oder Ergötzung am Tod eines Tieres, sondern eher um so etwas wie Respekt und Transparenz, also Öffentlichkeit, eines für Fleischfresser notwendigen aber nichtsdestoweniger dramatischen Vorgangs, nämlich der Tötung eines grossen Tieres; was in unseren Breiten in verborgenen Schlachthäusern am Rande der Stadt täglich tausendfach wie beiläufig begangen wird, ohne dass sich irgendjemand darüber empört. 
Soll die plötzliche Zerschmetterung von Stirn und Vorderhirn eines ruhig dastehenden Rindes, mittels eines Bolzenschussapparates, eine angemessener Art sein, ein Tier vom Leben zum Tod zu befördern, damit sein Fleisch gegessen werden kann, als die Tötung nach einem langen, erschöpfenden Kampf in der Arena? 
Wie schon angedeutet, die Tötung der Stiere mittels tiefer, aber nicht sofort tödlicher Degenstösse durch den Hals und in die Brust, finde ich grausam und tierquälerisch, hingegen die oben im Video durchgeführte Art ähnlich dem tödlichen Nackenbiss eines Raubtieres, erscheint mir akzeptabel.

Ich ernähre mich seit 27 Jahren fleischlos. Link zum Vegetarierbund

Dienstag, 11. September 2012

Fortsetzung: Staatsgeheimnisse die uns täglich ganz real bedrohen

So, wie ich die Technik des Gerätes bislang verstanden habe, scheint das Besondere weniger der Sensor zu sein, der die Hirnaktivitäten auch durch Haare und Kleidung hindurch empfängt, sondern mehr eine ausgeklügelte elektronische Analyse- und Filtertechnik aus Hard- und Software, damit nur die schwach empfangenen Hirnsignale verstärkt und ausgewertet werden, hingegen der uns umgebende und alles durchdringende Elektrosmog rausgefiltert wird.

Wenn dem so ist, dann läge in einer Verbesserung des Sensors grosses Potential. Ich rede hier von den Versuchen eines Laien, die real existierenden Praktiken der Macht-Eliten irgendwie nach zu vollziehen. Vorstellbar ist beispielsweise als Sensor einen grossen, empfindlichen Supraleiter zu verwenden! Bekanntlich wird alles was technisch machbar ist und den herrschenden Eliten irgendwie nutzten kann, tatsächlich auch gemacht. Einerseits wird zwar behauptet, ein Problem der Supraleiter sei ihre Sprödigkeit, anderseits gibt es von Fachleuten aber die Empfehlung, die Empfangsfläche von Supraleitern durch einen sog. Flusstransformator zu vergrössern, der in Zeichnungen als Ring (-Antenne) eines Supraleiters dargestellt wird.
Solch ein supraleitender Ring lässt eher an einen Draht, ein Kabel oder gar ein Rohr denken, denn der elektrische Supraleiter muss vermutlich gekühlt werden. Denkbar wäre, dass es supraleitende Gase gibt, beispielsweise zeigt flüssiger, gekühlter Sauerstoff Magnet empfindliche Eigenschaften.
Man stelle sich also beispielsweise vor, flüssiger, eisgekühlter Sauerstoff als Supraleiter in einem Rohr, das unterirdisch als Ring um eine ganze Stadt herum gelegt ist und selbst schwächste magnetische Muster empfängt, wie sie beispielsweise durch Nervenaktivität entstehen. Der gigantische supraleitende Sensorring empfängt also auch die Hirnsignale der Menschen in der Stadt. Sämtlicher Elektrosmog wird durch raffinierte Elektronik rausgefiltert.
Um die Hirnsignale der Menschen voneinander unterscheiden zu können, verwendet man als Referenzquelle für persönliche, körperspezifische Intervalle und Takte die DNA und die im Labor weitergezüchteten Nervenzellen ausgewählter Zielpersonen, denen man bei normalen oder fingierten ärztlichen Untersuchungen und Behandlungen Körpergewebe entnommen hatte. Ich kennen keinen SciFi-Film, der so etwas beschreibt. Auch das kann darauf hindeuten, das wir es dabei mit der Wirklichkeit zu tun haben. Der folgende Ausschnitt aus dem George Lucas Spielfilm THX1138 weist zwar nicht auf diese Technologie hin, könnte aber als Indiz für meine Vermutung genommen werden. Die beiden Szenen gehören schon im Original zusammen.

Montag, 13. August 2012

Gedenken an den Mauerbau des Kapitalismus

kostenlose Inserate, die nicht so einfach überwach- und zensierbar wie virtuelle Schwarze Bretter im Internet sind, und dennoch oder gerade darum hat es sie hier im Lande wohl nie gegeben. Hier in den umliegenden Stadtteilen gibt es zentrale Markt- und Rathausplätze, aber zentrale Schwarze Bretter gibt es dort nicht: zu hässlich, zu viel Anarchie, zu umständlich überwachbar und es liesse sich kein Geld damit verdienen. Bei uns finden Schwarze Bretter in Supermärkten statt. Es dürfen nur Firmen-Vordrucke verwendet werden, die Überwachungskameras des Supermarktes haben sicher auch die Pinwand im Blick und der Filialleiter bestimmt, was hängen bleiben darf und was weg muss, und nach Feierabend und Sonntags kann niemand Inserate anheften oder lesen. Auch dieses Fehlen öffentlicher Schwarzer Bretter zur indirekten Kommunikation der Bürger an freien zentralen städtischen Plätzen ist eine Art unsichtbare Mauer, die kapitalistische Funktionäre um uns errichten.

Elektronische Internet-Plattformen für die Kontaktsuche und den Gebrauchtmarkt scheinen zwar übersichtlicher und bequemer als solche riesigen Zettelwände, aber die unübersichtlichere Papierform, wie am funktionierenden! Beispiel aus dem Osten gezeigt, hat es hier zu Lande ja nie gegeben, also Internetplattformen verbessern hier nichts bereits Vorhandenes, sondern verschieben den virtuellen Mauerbau nur auf eine höhere technische Ebene - und viele lassen sich blenden und vorm PC beschäftigen, eben weil es neu, bunt, sauber, bequem ist. Dass es auch teurer und zentral überwachbarer und informationell ausbeutbarer ist, wird dabei vergessen. Auch wird die Übersichtlichkeit von Internetplattformen wieder zunichte gemacht indem es mehr als eine davon gibt, was wahrscheinlich sogar noch als Angebotsvielfalt missverstanden wird, nicht begreifend, dass es faktisch wie eine unsichtbare Mauer ist.

Hingegen ein konkreter physischer Ort, beispielsweise wie im bebilderten Beispiel, in unmittelbarer Nähe eines Bahnhofs, ist durch nichts zu ersetzen. Sicher ist auch das schon eine Auswahl und Eingrenzung, weil es örtlich gebunden ist und weil Bahnhöfe nicht die einzigen Verkehrsknotenpunkte sind, aber es sind natürliche Grenzen, keine künstlich geschaffenen um Profit zu machen, und die auf der Hand liegende Idee, an einem zentralen und von vielen unterschiedlichen Menschen frequentierten Verkehrsknotenpunkt mit Verweilmöglichkeit ein Schwarzes Brett einzurichten, als Kontakt und Tauschbörse, ist einfach unschlagbar, war jedoch bei uns wohl nie Realität, weil hier nicht die Bedürfnisse der Bevölkerung gelten, sondern die der technischen Macht-Eliten.

Die grössten physischen Schwarzen Bretter, die ich kenne, sind in Universitätsgebäuden, aber Studenten sind eine extrem aktive, aber auch sehr schmale gesellschaftliche Gruppe, die noch dazu gerne unter sich bleibt.

Der Kapitalismus errichtet überall Grenzen und Mauern, um sich die anschliessenden Mauer-Durchbrüche und Brückenbauten über Grenzen hinweg gut bezahlen zu lassen, und um die Ströme von Menschen und Informationen zu kontrollieren. Die Menschen also zunächst physisch und virtuell einhegen, beispielsweise durch einen Alltag der geprägt ist von mindestens acht Studen Arbeit, und sich dann die Ausbrüche und kleinen Fluchten dieser kapitalistischen Häftlinge und Sklaven in die Freiheit fürstlich entlohnen zu lassen = Freizeitindustrie.

Montag, 9. Juli 2012

Verständnis für Beschneidung(en)

Ein Griff in einen fremden Genitalbereich gilt allgmein als eine extrem Besitz ergreifende Geste. Wobei der Genitalbereich eines Kleinkindes allerdings noch nicht sexuell konnotiert ist. Mit der Beschneidung eines Kindes sagen die Verantwortlichen dennoch quasi: Du gehörst nun uns, der jüdischen Gemeinde.

Die Abtrennung der Vorhaut bei jüdischen Kindern stammt aus der Zeit der jüdischen Gefangenschaft in Ägypten und war usprünglich ein Ritual zur Kennzeichnung der Juden als Sklaven. Sicherlich kann man auch und gerade aus schlechten Zeiten auch einigen Gewinn an Lebensreife ziehen, wie beispielsweise die Bürger der ehemaligen DDR beweisen. Man könnte das Beibehalten der Beschneidung aber auch als eine Art "Stockholm-Syndrom" auffassen.

Die Beschneidung bedeutet sicher auch eine gewisse nervliche Abstumpfung im genitalen Bereich, mit mutmasslicher Wirkung auf die gesamte Person. Die Entfernung dieses „Zipfels der Lust“ kann somit auch als eine vorbeugende Zügelungsmassnahme gegen allzu ausschweifende Sexualität verstanden werden. Damit begründen aber auch Muslime die Beschneidung ihrer jungen Mädchen. Die Desensibilisierung des sensibelsten Bereiches eines Mannes, also seines Genitalbereiches, kann und soll vermutlich auch einer Stärkung des Gegenteils, nämlich seiner Kampfbereitschaft dienen. Der jüdische Mann soll vermutlich kein Playboy werden, sondern kämpferischer Verteidiger des Judentums und seiner jüdischen Gemeinde, der er angehört, durch die Beschneidung. Das ist vielleicht geschichtlich verständlich und nicht verwerflich.

Last but not least kann die Beschneidung auch als eine Art Opfergabe an den Schöpfer bzw an das Schicksal aufgefasst werden. Ähnlich wie Abraham einen Sohn bereit war zu opfern. Die Opferung eines wertvollen aber doch verzichtbaren Körperteils aus dem Zentrum des körperlichen Daseins ist vielleicht soetwas wie ein kontrolliert vorweggenommener Schicksalsschlag, welches sich mit dieser Opfergabe vielleicht milde stimmen lässt. Wenn geheiratet wird, gibt es die jüdische Tradition ein Trinkglas als Symbol für die Zerbrechlichkeit des Glücks, zu zertreten. Vielleicht geht es bei diesen Ritualen darum, dem Dasein als Mensch die allzu übermütigen Spitzen zu nehmen und Demütigkeit zu verbreiten. Weil der Verlust der Vorhaut als Opfergabe nicht primär die Eltern trifft, aber von ihnen bzw der Gemeinde veranlasst wird, deren männliche Mitglieder ja selbst auch in ihrer Kindheit beschnitten wurden, bedeutet das eine Verschachtelung von Verantwortlichkeiten und somit auch eine Generationen übergreifende Verflechtung der Gemeindemitglieder, also eine Stärkung des Zusammenhaltes - allerdings mittels eines Eingriffs in die körperliche Unversehrtheit des Kindes. Wohlmöglich könnte man die männliche Vorhaut als religiöse „Sollschnittstelle“ sehen, vom Schöpfer genau dafür geschaffen, zu scheiden wer opferbereit, also absolut Gottesfürchtig ist und verstanden hat, wie Leben und Schicksal in weiten Teilen aufgefasst und gepflegt werden, oder wer scheinbar selbstsüchtig und einer vermeintlich unerreichbaren körperlichen Perfektion nachstrebend sich angeblich zu viel anmasst. So aufgefasst habe ich Respekt und einige Sympathie für das jüdische Beschneidungsritual.

Aber es gibt eben auch die ausserjüdische Welt, den nicht-jüdischen Staat, in dem die jüdischen Gemeinden nur ein Teil sind, und der seine eigenen Grundgesetze hat, die ja durchaus von allen Staatsbürgern gestalteter, getragener, einleuchtender Konsens sind oder sein sollten.
(Übrigens bin ich KEIN Gegner der religiösen Praxis des Schächtens).

Die Beschneidung ist aber faktisch eine Körperverletzung eines Kleinkindes. Wem gehört das Kind? Allein den Eltern, der jüdischen Gemeinde, oder der gesamten Gesellschaft? Gibt es nicht Zeit gemässere Formen für Opferbereitschaft zur Anbindung an den Schöpfer?
Viele auch nichtjüdische Kinder kennen leichtere Formen der Körperverletzung beispielsweise von Impfungen, von denen manche schmerzhaft waren und dauerhafte Narben hinterliessen. Auch diese Körperverletzungen geschahen im Namen einer höheren Instanz, zum Wohle des Kindes aber auch der Gemeinschaft als Ganzes.

Das Problem einer freiwilligen Beschneidung eines erwachsenen jüdischen Mannes läge sicherlich auch darin, dass es für seine Glaubensgemeinde keinen Besitz anzeigenden Charakter mehr hätte. Es wäre mehr ein ganz persönlicher Akt. Ein unbeschnittener Junge in einer jüdischen Gemeinde ist offenbar soetwas wie ein unsicherer Kandidat, einer auf den die religiöse Gemeinde nicht bauen kann oder möchte.

Aber wir leben im Zeitalter der globalen Standardisierung von Werten und Normen, da braucht es als Komplement mehr Individualität. Auch die Beschneidung ist ein Akt der Gleichmacherei. Es gibt eine Notwendigkeit zur Übernahme von Bewährtem, aber auch zur Abschaffung sinnlos gewordener Rituale, der zunemehnden Gleichmacherei und Entmenschlichung etwas Individuelles und dennoch Institutionelles entgegen zu stellen. Der Jude Götz Aly hat in einem seiner jüngeren Bücher die geistige Regheit und Kreativität seiner deutschen Glaubensbrüder und -schwestern anerkannt. Und der Italiener Primo Levi hatte die innere Trägheit seiner jüdischen Vorfahren beklagt. Also: Können Juden einen der Moderne angemessenen, individuelleren Opfer-Ersatz finden, anstelle der Entfernung der männlichen Vorhaut?

Eine Religion, die ohne Beschneidung angeblich im Kern getroffen wird, und deren Gemeinden ohne männliche Vorhautbeschneidung zerfallen, ist das nicht absurd?

Ein paar andere Kommentare: "Wo bleibt die Religionsfreiheit des Kindes?""

"Wir sind sehr gut und mit Begeisterung in der Lage, Diskurse nicht nurzu ertragen, sondern auch zu befruchten und zu befördern."

Donnerstag, 16. Februar 2012

Doktor Schiphago und unsere Medien

Bakterien nicht mittels Pilzgiften (Penicillinen) zu bekämpfen, sondern mittels Viren, den sog. Bakteriophagen oder kurz Phagen. Eine im ehemaligen sozialistischen Ostblock seit Jahrzehnten bis heute erfolgreich angewandte, preisgünstige Therapie, von der man hier im Westen aber merkwürdigerweise angeblich erst seit kurzem erfahren hat. Haben unsere Medien 20 Jahre lang gepennt? Haben unsere Geheimdienste davor nichts darüber berichtet, obwohl doch auch Wirtschaftsspionage zur ihren Aufgaben gehört? Auch haben sie doch das Ziel, Schaden von ihrer jeweiligen Bevölkerung abzuwenden, wozu sicher auch eine möglichst breit und kostengünstig aufgestellte Infektionsabwehr gehören müsste.

Die Art der Bakterien-Bekämpfung mittels Viren erscheint logisch: Bakterien sind ja genauso Zellen wie die aus denen unser Körper besteht. Wenn unsere unterschiedlichen Körperzellen das Angriffsziel unterschiedlicher Viren sein können, dann müssten eigentlich auch Bakterienzellen virale Feinde haben.
Das ist so grundlegend logisch, dass man die Ignoranz dieser Tatsache (in der Schule, in den Medien und womöglich auch im Medizinstudium) eigentlich nur als gezielte, vorsätzliche Volksverdummung bezeichnen kann.

Erst jetzt, wo die teure Waffe Penicilline zunehmend stumpf wird, durch exzessiven Missbrauch in der Tiermast und ungezielten Einsatz in der Humanmedizin, die Gewinne der Pharmaindustrie geringer zu werden drohen, erst jetzt taucht hier in den westlichen Medien die andere, die preisgünstigere Bekämpfungsmöglichkeit mittels Phagen auf.

Warum hat anscheinend niemand zuvor diese logische Bekämpfungsalternative zum Thema gemacht, bzw wer hat solche Stimmen mundtot gemacht? Wie sind wir und die Medien so engstirnig konditioniert worden? Wer hat diesen gesellschaftlichen und medialen Tunnelblick geformt?

In der o.g. ARTE-eportage sind französische Ärzte und Journalisten nach Tiflis in Georgien gefahren, in das ehemalige Zentrum der Phagentherapie, aber keiner scheint die Experten in der dortigen Klinik gefragt zu haben, ob sie denn nicht den prominenten Fall des MRSA-Patienten Guillaume Depardieu mitbekommen haben. Und da heisst es immer, die Welt sei ein Dorf.

Mittwoch, 8. Februar 2012

Fortsetzung Filmkritik: GATTACA

Als womöglich relevante inhaltliche Aussage wieder erkannt habe ich folgende Szene. Ich möchte nicht verschweigen, was ich über diese Szene zuerst gedacht habe: Was für ein billiger, effekthaschender Scheissdreck: einfach irgend eine futuristisch anmutende Anlage mit chicken Bildern, die der Mainstream selten sieht, zeigen. Bis ich kapierte, dass mich das Ganze an eine mutmassliche Herrschaftstechnologie erinnert.


Das Motiv ähnelt einem in den 70er Jahren verwendeten Begriff der britischen PopMusikGruppe T. Rex, die in einem ihrer Songs von einer „Chrome-Sitar“ sangen. Eine Sitar ist ein Saiteninstrument, das über sog. RESONANZ-Saiten verfügt! Offenbar funktioniert moderne Herrschaftstechnologie auch über Fäden, Saiten, Strings, die wie Chrom glänzen und mit irgendetwas oder irgendwem in Resonanz schwingen. Womöglich bestehen die Strings aus Graphit-ähnlichen (wie Chrom glänzenden) supraleitenden Kohlenstofffasern, sog. Nano-Tubes. Wie die Film-Szene zeigt: gegenüber diesen Empfangs-Saiten oder -Strings schrumpft der Mensch offenbar zum Zwerg - sei es tatsächlich im physischen Verhältnis, oder im Sinne seiner Eigenständigkeit und Selbstbestimmung als Individuum.

Standing on a corner
Of the chrome sitar
Everybody ask who the hell you are
Somebody scream and shout, somebody spoke
Somebody said that life is just a joke **

Princess outrage with deductable grave
Scream of her love but you know I was brave
Octoganic angle, measuring the stars
Trying to run away with a chrome sitar

Quelle: T.Rex Lyrics: Chrome Sitar

"measuring the stars": wie wohl alle gebildeten Briten kannten sicher auch die Musiker von T. Rex ihren Shakespeare. Dort heisst es im König Lear: "Die Sterne, die Sterne bilden unsre Sinnesart"

In einer anderen Szene scheint der Film ein Fazit über sich selbst zu ziehen:



Die Szene könnte aber auch eine konkrete inhaltliche Aussage sein: Der sanft-tastende, informationelle Total-Zugriff auf unser Privatleben erfolgt womöglich auch mittels Gas (Methan?).

Mein Filmfazit: langweilig, irreführend, verharmlosend. Wer nicht schon ein bisschen in der Problematik drin steckt, wird durch den Film nicht aufgeklärt oder informiert, und auch nicht gut unterhalten, sondern wohl eher an der Nase herumgeführt.

Ich glaube, der Zugriff der Macht-Eliten auf unsere Individualität und unser Leben basiert zwar auf diversen Körperbestandteilen, geht jedoch weit über das vom Film Suggerierte hinaus - qualitativ und quantitativ. Beginnend mit Haaren, Hautschuppen, Fingernägeln, Urin und der daraus gewonnenen Erbinformationen (DNA), über Blut bis hin zu möglichst viel entnommenen Körpergeweben welche insbesondere Nervengewebe enthalten (beispielsweise Haut). Mittels der individuellen Eigenschaften unserer Körpergewebe sowie superempfindlicher Sensoren werden wir dann ständig bis aufs Mark überwacht.
 

Die quantenphysikalische Crux ist, über je mehr unserer Körpergewebe die Überwachungs-Eliten verfügen, desto weniger spielen Distanzen zwischen Überwachungsobjekt und Überwachungs-Antennen eine Rolle, also je Individuum-spezifischer die Erkennung möglich ist, desto grösser kann die Distanz sein, soweit, dass zwischen dem/den Überwachten und den Überwachungs-Antennen / -Sensoren die Distanz wohl unendlich sein kann.

Ein Beispiel aus der Biologie der Pflanzen hilft vielleicht, das Problem zu veranschaulichen:
Erinnert sich noch jemand an die Schlagzeilen vom sog. weltweiten Bambussterben vor etlichen Jahren? 

Auf dem ganzen Globus haben fast gleichzeitig alle Pflanzen einer bestimmten Bambusart geblüht und sind dann eingegangen. Das Besondere war, dass Bambus allgemein nur einmal im Leben (60 bis 100 Jahre) blüht, dann abstirbt, und dass es auf der ganzen Welt nahezu gleichzeitig passierte (3 bis 4 Jahre Zeitraum bezogen auf 100 Lebensjahre sind eine Toleranz von 3-4 %, also minimal). Der Grund war, dass alle diese Pflanzen Ableger, also Klone, einer einzigen Stammpflanze waren, also alle das exakt identische Erbgut hatten. Wir haben also eine globale Synchronizität oder Simultanität auf der Basis identischer Gene. 

Laborkulturen unserer Körpergewebe sind ebenfalls Klone von uns.

Die Tatsache unserer elektronischen Überwachung wird von dem Film komplett ignoriert. Der im Film erweckte Eindruck, ständig würden irgendwelche Körperausscheidungen von Leuten eingesammelt und ausgewertet, um allein dadurch überwacht und identifiziert zu werden, ist in dieser alleinigen und passiven Form eine Irreführung und Verharmlosung. 

Anderseits weist der Film durch den permanenten Umgang der Überwachungs-Eliten mit den Körperbestandteilen der Überwachten auf die unterschätze Gefahr des gierigen Zugriffs der Macht-Eliten auf unsere Körper hin.

Fortsetzung: Wettervorhersage aus Kanada

(Für) ihre(n) Wetterexperten [Jörg Kachelmann] (...) werden die Winterspiele in Kanada Heimspiele sein. Doch das bleibt geheim. 

Kaum jemand hat erfahren, dass der populäre Wettermoderator bereits im Juli 2003 nach Kanada ausgewandert ist. 

Im Landesinnern (...) hat er sich in einer Ranch ein TV-Studio eingerichtet mit Kameras, Satellitenanlage, Green Screen. Die geballte Technik erlaubt es ihm, jahrelang in der ARD aufzutreten, ohne dass jemand merkt, dass er tausende Kilometer entfernt ist. 

Zwar verbringt Kachelmann nach wie vor einen guten Teil seiner Zeit in der alten Heimat. Aber hauptsächlich prägt er die Form der Wettervorhersage in deutschen Wohnzimmern von jenseits des Atlantiks. 

Doch diesseits soll niemand davon Wind bekommen. Zu viele Zuschauer könnten sich hintergangen fühlen, wenn sie erfahren würden, dass ihr Jörg Kachelmann ihnen ihr heimisches Wetter vor einer grünen Leinwand im kanadischen Seenland erklärt.  

Quelle: Das Buch von Thomas Knellwolf: Die Akte Kachelmann. Anatomie eines Skandals 

(Natürlich ist nicht Kachelmann der Skandal, sondern Justiz und Medien)

Dienstag, 7. Februar 2012

Fortsetzung: Die Shoah als ein Teil des Holocaust

Grundsätzlich stört mich beim medialen Umgang mit dem Holocaust das Ignorieren eines Grossteils der Opfergruppen. Nach meinem Verständnis heisst der Holocaust deswegen „vollständige Verbrennung“ weil damit die vollständige Vernichtung all jener Menschen gemeint ist, die den Nazis nicht passten. Also Juden, Sinti, Roma, Zigeuner, Kommunisten, Demokraten, Behinderte, Kranke, Schwule, Anarchisten, Zeugen Jehovas, Moderne-Kunst-und-Jazz-Liebhaber, Individualisten, und viele andere mehr. Die Juden sind die grösste Einzelgruppe unter den Opfern, aber sie sind nur ein Teil aller Opfer! Die anderen Opfer werden von den Medien aber weitgehend ignoriert. Besonders bitter, traurig, beschämend finde ich, dass in den Medien auch von den meisten Juden nicht auf die anderen Opfer hingewiesen wird. Ich habe die o.g. TalkShow nicht ganz gesehen, aber offenbar hat keiner der jüdischen Talkgäste darauf hingewiesen, dass es noch viele andere Opfergruppen in Auschwitz umgebracht wurden.

Für den geplanten und zum grossen Teil durchgeführten Völkermord der Nazi-Faschisten an den Juden gibt es von den Opfern den Begriff der Shoah. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob nur die Opfer, also nur Juden, diesen Begriff verwenden sollten. Das ändert aber nichts daran, dass für mich die Shoah nur ein Teil des Holocaust, also der Gesamt-Vernichtung aller Nicht-Faschisten ist.

Der Begriff Holocaust stammt aus dem Griechischen und bedeutet „vollständige Verbrennung“. Er scheint also kein allein biblischer Begriff zu sein. Auch als Symbol scheint eine „vollständige Verbrennung“ kein allein biblisches Symbol zu sein.

Eine „vollständige Verbrennung“ der Opfer des Nazi-Faschismus‘ wurde konkret und im übertragenen Sinne praktiziert: Man hat die getöteten Lagerinsassen in Öfen verbrannt, hat also ihre Körper völlig beseitigen wollen, womit es kein Grab und somit keinen Ort der Trauer geben sollte. Und es sollte damit vermutlich auch die Tat und Tatspuren vernichtet werden. Auch ging es den Nazis um die Auslöschung der Erinnerung an die Opfer. Ihr Besitz wurde konfisziert und unter den Nazis aufgeteilt.
Es ging den Nazis also um die Tilgung aller Anti-Nazis aus dem Leben, der Wahrnehmung und der Erinnerung, quasi um die Umkehr des Schöpfungsaktes, so als habe es nie Juden, Zeugen Jehovas, Sinti, Roma, Zigeuner, Kommunisten, Demokraten, Behinderte, Kranke, Schwule, Anarchisten, Moderne-Kunst-und-Jazz-Liebhaber, Individualisten, und viele andere mehr im Deutschen Reich und auf Erden gegeben. Die Umkehr des Schöpfungsaktes, und nun doch im biblischen Verständnis, das Gegenteil von Gott, ist der Teufel; und der Teufel wird mit Feuer assoziiert. Der Holocaust also das Symbol einer teuflischen Praxis, einer Anti-Schöpfung: alle Menschen die den Nazis nicht passten, sollten körperlich, geistig und geschichtlich in Rauch verwandelt werden.
Warum aber fokussieren sich die Medien vorrangig und fast allein auf die jüdischen Opfer? Durch ihr Schweigen stellen sie sich in der Sache der anderen Millionen Opfer damit auf die Seite der Täter.

Die Fixierung auf die Juden als Opfer ist bequem und nützlich, weil es ihrer Gemeinschaft heute weitgehend gut geht, sie einen eigenen, berühmten, mächtigen Staat haben, und im mächtigsten Imperium auf diesem Globus, den USA, eine mächtige Lobby. Die deutschen Medien können nun sagen: alles wieder propper mit unseren ehemaligen Opfern; Lektion gelernt, Strafe gezahlt, Busse getan, wir sind wieder wie alle anderen Völker und Nationen, wenn nicht besser. Das alles lenkt so praktisch von allen anderen Opfern und den Prinzipien ab, wie auch heute noch Opfer eines modernen Faschismus produziert werden. Denn der Faschismus als Prinzip ist ja nicht mit dem Ende des zweiten Weltkriegs verschwunden. Er hat sich modernisiert und globalisiert und produziert neue Opfer.

Ich wage die Behauptung: Patienten sind die modernen Holocaust-Opfer:
Wer nicht ganz gesund oder nicht ganz perfekt ist, sucht früher oder später einen Arzt auf. Er oder sie sind dann verloren. Einmal an der Angel, werden Ärzte ihn und sie nicht mehr davonkommen lassen, sei es um ihre Patienten Organ- und Gewebe-mässig auszubeuten, und/oder um reiche Patienten chirurgisch von ihrem Geld zu trennen.
So, wie die Opfer des Nazi-Faschismus als solche von der übrigen Gesellschaft ignoriert und man sich die Verhältnisse schöngeredet hat, so macht man es heute im alltäglichen Medizin-Faschismus.

Fortsetzung: Fahrenheit 451: die unfassbare Metabotschaft

Auch was der Captain, oberster Bücherverbrenner, über Bücher sagt, ist nicht ganz falsch und nicht schmeichelhaft für die Autoren und ihre Produkte: Bücher als Plattform für Ruhmsucht, Eitelkeit, Lügen, modischen Schnickschnack und allererlei andere negative Charakterzüge. Bücher gleichsam als Medium der Selbstdarstellung von Egozentrikern. 

Da liefert Gedankenlesen wohlmöglich ehrlichere Ergebnisse.

Auch war Truffaut als Regisseur angeblich gradezu besessen von den Bücherverbrennungs-Szenen, und er und sein Hauptdarsteller Oskar Werner, der selbst ein Verfolgter der Nazis war und sich im Wald versteckt hatte, war mit Truffaut befreundet, aber diese beiden haben sich im Laufe der Filmproduktion immer mehr entzweit - vielleicht weil Werner eins zu eins an die Geschichte glaubte, wohingegen Truffaut offenbar doppelbödig dachte und eine Metabotschaft unterbrachte.

Denn die Nennung einer exakten Temperatur, bei der Bücherpapier angeblich zu brennen beginne, scheint Unsinn zu sein. Bei so unterschiedlichen Papierqualitäten, vom edlen, dicken holzfreien Hochglanzpapier eines Fotobandes bis zum dünnen Billigpapier einer Tageszeitung oder eines Taschenbuches, noch dazu unterschiedlichen Umgebungsbedingungen in denen Bücher gelesen werden, in trockenem oder eher feuchtem Klima und Milieu, erscheint eine exakte Temperaturangabe, bei der Bücher brennen, absurder Unsinn. 
Warum dann aber eine exakte Temperaturangabe als Film-Titel? 

Als in der letzten Episode der abtrünnige Bücherverbrenner Montag, zu den Buchmenschen in den Wald flüchtet, also eigentlich zu einem Ort der Hoffnung, wird seine Annäherung mit bedrohlich klingender Musik unterlegt und die Kamera fährt einen Schienenstrang entlang, wie wir es aus Filmen über Waggonfahrten in Konzentrationslager kennen.

Auch erscheint die im letzten Kapitel illustrierte Massnahme, dass Menschen ihr Lieblingsbuch auswendig lernen, um es zu bewahren, nichteinmal als poetische Idee überzeugend, 
geschweige denn realistisch (wer hat zeitlebens nur ein einziges Lieblingsbuch und wer kann und möchte das auswendig lernen?). 
Nicht nur dass es unmöglich wäre gerade die grossen Werke auswendig zu lernen; ein Gehirn ist sicher ein ungeeigneterer Speicher für irgend einen Buchtext, als jedes Buch selbst. Also scheinen diese Szenen etwas anderes zu bedeuten.

Welche Hinweise im Film sprechen für eine andere Meta-Botschaft?

Offenbar gehörte es schon damals zur Praktik von Radio und Fernsehen, Zuschauer in ihren Wohnungen konkret mit in das Live-Geschehen der Sendungen einzubeziehen (die grosse "Fernseh-Familie"), ohne Telefon, Internet oder sonst einen erkennbaren technischen Rückkanal. 
Also schon seit Jahrzehnten beobachten die Radio- und Fernsehsender heimlich Personen in ihren Haushalten und beziehen die bei Bedarf mit in die Sendungen ein. Wie sonst soll das geschehen, wenn nicht mit einer Technologie des Sprache-und Gedanken-Fern-hörens, Fern-sehens und Fern-lesens?

Die merkwürdigen "Passfotos" in der Personalakte der Feuerwache, und die Fahndungsfotos des abtrünnigen Bücherverbrenners, zeigen insbesondere auch etliche Aufnahmen von dessen Hinterkopf, was natürlich absurd anmutet. 
Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass die existierenden Gedanken-Fernlesegeräte offenbar besonders auf die Signale vom Hinterkopf, also dem Stammhirn, fokussiert sind, machen diese Bilder Sinn: Der Hinterkopf / das Stammhirn der Menschen quasi als ihr gedankenleserischer „Fingerabdruck“.


Es ist von den sog. Buchmenschen die Rede. Das sind jene Menschen welche ihr Lieblingsbuch auswendig lernen und so quasi zu dem jeweiligen Buch werden:
 „sie sind Bücher. Jeder von ihnen. Männer und Frauen.“ - 

Da liegt es doch nahe, jeden Menschen auch ohne auswendig gelernten Buchtext, allein mit seinen eigenen Erfahrungen und seinem Wissen im Kopf, als eine Art lebendiges Buch aufzufassen. Wer in den Köpfen der Menschen ihre Gedanken lesen kann, kann damit quasi wie in geheimen Büchern lesen, in denen niemand sonst ohne die entsprechende Herrschaftstechnologie lesen kann. Mit dieser Deutung macht die Idee von den Buchmenschen Sinn.

Der Autor lässt es (im englischsprachigen Original) zu einer Verwechslung kommen: Gutmenschen? Nein, Buchmenschen.

Vermutlich weil nur die Gegner des Systems für das System interessant sind, Arschlöcher und Verbrecher haben vom System nichts zu befürchten, weil sie zum System gehören.

Dass Fahrenheit 451 tatsächlich eigentlich von der Technologie des Gedanken-Fernlesens handelt, machen auch zwei Hinweise am Anfang und am Ende des Filmes deutlich, die eine Art Klammer oder Rahmen um den ganzen Film bilden:

Die genaue Temperaturangabe als Titel und damit Beginn des Films, und der fallende Schnee, als Symbol für Eis und Kälte, der die Buchmenschen vollkommen umgibt, am Ende des Films, deuten auf
 die Technologie der Supraleitung
Dazu dringt ein Satz des rezitierenden Protagonisten durch: „Ich werde von etwas berichten, das voller Grauen ist." Das ist das biotechnologische Gedanken-fernlesen fürwahr.

Bei der Technologie des Gedanken-Fernlesens geht es einerseits um Supraleitung. Das passiert, wenn ab einer bestimmten tiefen Temperatur, der sogenannten Sprungtemperatur, ein Material plötzlich jeglichen elektrischen Widerstand verliert, sodass es unvorstellbar empfindlich wird für allerfeinste elektromagnetische Bewegungen, wie sie unter anderem beim Denken entstehen. Die exakte Temperaturangabe als Filmtitel deutet auf den Charakter einer Sprungtemperatur, und die verschneite Landschaft am Ende des Films meint die frostigen Temperaturen der allgegenwärtigen supraleitenden Gedankenlese-Sensoren.

Damit ist klar, dass Geräte zum Gedanken-Fernlesen schon mindestens seit den 60er Jahren im Einsatz sind. Das Buch als Vorlage stammt sogar aus den 50er Jahren. Und George Orwell sprach bereits 1948, also rund 10 Jahre zuvor, in seinem berühmten Überwachungsroman „1984„ von Gedankenkontrolle und Geräten zum Gedankenlesen. Denn die Technologie der Supraleitung, als Werkzeug zum Gedanken-Fernlesen, wurde schon rund 50 Jahre vor Orwell entdeckt, um 1900. Das ist für Wissenschaft und Forschung eine verdammt lange Zeit, um diese Technik zu perfektionieren, mit ihr die Welt zu beherrschen und die Menschheit zu versklaven.

Im Film liest der Protagonist den Beginn des Buches „David Copperfield“, von Charles Dickens. Darin wird zu Anfang die Frage gestellt, ob der Autor der „Held seines eigenen Lebens sein werde, oder ob diese Position von jemand anderen eingenommen werde.


Eine Frage, die man in Zeiten des Gedanken-Fernlesens und folglich sicher auch der Gedanken-FernManipulation gar nicht so einfach beantworten kann.

Update: Systematisches Gedanken-fernlesen funktioniert meines Wissens nicht ohne Medizin- bzw Biotechnologie: http://gehe.blogspot.com/2013/10/man-stelle-sich-vor.html