Freitag, 23. Dezember 2011

Fortsetzung: ARD erteilt neoliberale Absolution

Da haben die ARD-Reporter dem Jungen augenscheinlich ein paar Dollar in die Hand gedrückt und ihm einen kleinen Text aufgeschrieben, den er vor laufender Kamera laut abliest.


Da denken doch viele Zuschauer: Wenn schon die Kleinsten und die Opfer der Verhältnisse das Leben als Spiel akzeptieren, in welchem die einen eben mal die Verlierer, und die anderen eben mal die Gewinner sind, dann haben wir europäische Gewinner doch wirklich keinen Grund, etwas zu verändern. Dass wir schon dafür sorgen, immer auf der Gewinnerseite zu stehen, müssen die Verlierer ja nicht merken oder verstehen.
Und die Schulbildung, gemeinhin ein Symbol für Emanzipation, Befreiung aus Unmündigkeit usw, wird im obigen Beispiel zum Werkzeug der Neo-Kolonialisten.

Freitag, 2. Dezember 2011

Fortsetzung: Pseudo-Demokratie: Online-Petitionen des Deutschen Bundestags

In meiner ersten Online-Petition geht es quasi um die komplementäre Ergänzung zu Praxisgebühr und kommender Gesundheits eCard.
Ich hatte ausgeführt, dass in einer immer mobileren Gesellschaft es immer häufiger vorkommt, dass Bürger im Krankheitsfall in einer für sie noch fremden Stadt oder einem Stadtteil sich erst einen Arzt suchen müssen. Nicht jeder Bürger hat einen Internetzugang und nur wenige Ärzte präsentieren sich im Internet.
Praktisch sieht es dann wohl häufig so aus, dass man aus den Gelben Seiten oder aus dem Gedächtnis als Fussgänger sich irgend eine Arztpraxis heraussucht - oder über Empfehlung von Kollegen oder Nachbarn.
In der noch unbekannten Praxis angekommen entrichtet man zunächst seine Praxisgebühr und nach mehr oder weniger längerem Aufenthalt im Wartezimmer bekommt man dann erstmals den Arzt / die Ärztin zu Gesicht, was manchmal schon gleich eine herbe Enttäuschung ist. Angeblich entscheidet sich in den ersten paar Sekunden einer Begegnung, ob zwei Leute miteinander können oder nicht. Schlimmstenfalls möchte man als Patient sich von dem Arzt / der Ärztin nicht behandeln lassen und auf dem Absatz kehrt machen, oder man wird vom Arzt / der Ärztin medizinisch schlecht behandelt, weil der/die den Patienten nicht mag. Wenn es etwas besser läuft, lässt man sich die gröbsten Probleme behandelt, will aber kein zweites Mal in diese Praxis. Anonsten hat man eben Glück gehabt.

Wenn man zum Schuster geht, hängt da oft ein gerahmter Meisterbrief an der Wand; bei Ärzten sucht man Informationen über ihren beruflichen Werdegang vergeblich. Das sind rückständige Zustände zum Nachteil von Patienten.

Meine Forderung an die Politik ist darum, die niedergelassenen Ärzte zu verpflichten, im Eingangsbereich ihrer Arztpraxis, mit Hilfe einer Art Info-Terminal, sich in Form eines Videos kurz vorzustellen: Wie alt ist der Arzt / die Ärztin überhaupt, wie sieht er oder sie aus und wie wirkt er oder sie. Warum wurde der Arztberuf gewählt, wo und wann wurde studiert, bei welchem Professor mit welchem Thema den Doktortitel erworben, wo und wann welche Berufspraxis, welche Vorstellungen und Wünsche bezüglich der Patienten und so weiter. Im Internet zieht sich die Jugend seelisch aus, die älteren bewerben sich mit allem Drum und Dran per eMail, Millionen Menschen haben eine eigene Website, aber Ärzte verschanzen sich in ihren Arztpraxen wie in Königsburgen oder Spähbunkern.
Aber Ärzte haben einen öffentlichen Auftrag und grosse Macht, aber verstecken sich hinter einer beruflichen Fassade der Quasi-Anonymität.

Hingegen die Patienten werden immer ausgelieferter und wehrloser: Die Praxisgebühr soll sie am sog. Doktor-Hopping hindern, also Patienten an einen Arzt binden. Aber es wurde nichts dafür getan, die Suche nach dem richtigen Arzt für Patienten ohne Internet zu erleichtern.

Und demnächst soll jede Krankenkassen-Chipkarte ein Patientenfoto enthalten, womit schon bevor der neue Patient aus dem Wartezimmer in den Behandlungsraum kommt, der Arzt weiss wie er oder sie aussieht, wie alt er oder sie ist und welche medizinische Vorgeschichte der Patient / die Patientin hat, wohingegen der Patient / die Patientin nicht das Geringste von der Person weiss, von der er oder sie gleich untersucht und behandelt wird. Das ist absurd und unwürdig!

Mehr Transparenz ist also quasi eine Art Gegengewicht zur Praxisgebühr: Wenn man damit das Doctor-Hopping unterbindet, dann gehört dazu, dass der Arzt, bei dem wir schliesslich bleiben sollen, sich uns vorstellt, BEVOR wir die Gebühr entrichten. Diese Online-Petition wurde abgelehnt und somit nicht online zur Diskussion gestellt.

Meine zweite Online-Petition betrifft direkt die Praxisgebühr. Die gilt bekanntlich immer nur für ein Abrechnungsquartal.

Geht man zu Beginn eines Quartals zum Arzt, gelten die 10 € drei Monate lang; muss man hingegen kurz vor Ende eines Quartals zum Arzt, gelten die 10 € nur ein paar Wochen oder Tage. Das finde ich ungerecht und unsozial. Alle, denen 10 € viel Geld sind, werden sich vermutlich im Falle von Gesundheitsproblemen kurz vor Ablauf eines Quartals überlegen, ob sie nicht noch bis zum Beginn des nächsten Quartals warten. Das ist nicht gesund und kann im Extremfall lebensgefährlich sein. Ich habe darum mit meiner Petition gefordert, die Praxisgebühr immer drei Monate lang gelten zu lassen, egal wann man zum Arzt geht. Die Einteilung in Abrechnungsquartale ist schliesslich willkürlich und darf nicht Massstab für Arztbesuche sein.
Auch diese Online-Petition wurde vom Zuständigen des Deutschenn Bundestags mit zynischen und unsachlichen Begründungen abgelehnt.: Eine Änderung der jetzigen Praktik auf das vorgeschlagene Modell bedeute einen Verwaltungs-Mehraufwand und zudem sei den Patienten nicht zumutbar immer eine Quittung bei sich führen zu müssen, ausserdem hätten sich mitlerweile alle an den jetzigen Zustand gewöhnt.

Angesichts einer solchen dummen, zynischen Begründung habe ich gegen diese Entscheidung Widerspruch eingelegt, mit der Begründung, eine extra Quittung über die gezahlte Praxisgebühr samt Datum sei nicht notwendig, weil solche Daten auf der neuen Gesundheits-eCard gespeichert werden könnten, die für solchen zusätzlichen Speicherbedarf extra konzipiert und für viele Millionen Steuer-Euro eingeführt wird, angeblich zum Vorteil der Patienten.

Schlecht an meinem Einwand ist nur leider, dass ich die neue Gesundheits-eCard strikt ablehne, also sie eigentlich verhindern will. Aber erstens könnten die Verweigerer dann eben eine Papierquittung beanspruchen, aber die Argumente müssen eben vor allem auf der Macher-Seite stimmig sein, und das sind sie nicht.

Mittwoch, 2. November 2011

Fortsetzung: Das Buch: Herr Aller Dinge, von Andreas Eschbach


Der Autor war mir bislang völlig unbekannt. Eigentlich mache ich mir nichts mehr aus Belletristik und SciFi, aber Titel und Coverbild sprachen mich an, und wenn der Verfasser ein Angehöriger der technischen Macht-Eliten ist (lt. Wikipedia hat Eschbach mal Luft- und Raumfahrttechnik studiert), dann lese ich solche Phantasieprodukte mit dem Gedanken, dass damit auch mehr oder weniger Insiderwissen über die Realität der elitären Machtmittel- und strukturen transportiert wird - egal ob der Autor das ausdrücklich will oder ob es ihm eher ungewollt passiert.

Der Autor selbst ist offenbar empfängerseits an einen verborgenen Informationsstrom angeschlossen - seien es Naniten oder doch eher Magnetite.

Freitag, 2. September 2011

System-Skeptiker: Vorsicht vor relevanten Internet-Bestellungen!

Vor einigen Jahren hatte man offensichtlich versucht mich zu vergiften.  Ich wurde ohne erkennbaren Grund von Tag zu Tag schwächer. Es gab eigentlich nur zwei prinzipielle Eingriffs-Möglichkeiten: Entweder man hatte Genussmittel, die ich via Internet bestellt hatte, manipuliert, oder man war in die Wohnung eingedrungen und hatte dann einige Lebensmittel vergiftet. In Betracht kamen eigentlich nur solche Sachen, von denen ich über längere Zeit regelmässig jeden Tag ein wenig konsumiere. Am Ende hatte ich unter anderem einen SchwarzTee in Verdacht, den ich als Grosspackung von einem Teeversand in Berlin bezogen hatte und der Monate reichen sollte. Für meinen Verdacht spricht auch, dass ich als gelegentlicher Kunde über Jahre von denen immer wieder umfangreiches Werbematerial zugesandt bekommen hatte, aber als ich still und für mich allein den Teeversand im Verdacht hatte, mir absichtlich vergifteten Tee zugeschickt zu haben (im geheimdienstlichen Auftrag)  und die noch gut volle Tüte sicherheitshalber in den Abfall geschmissen hatte, bekam ich plötzlich keinerlei Werbematerial von denen mehr zugeschickt, so als ob ein Vögelchen denen gezwitschert hatte, dass ihre mutmassliche Vergiftungsaktion aufgeflogen ist. Als ich nach Jahren kürzlich doch wieder dort Tee bestellt habe, weil ich dachte, ich könnte mich seinerzeit vielleicht geirrt haben, oder die Gründe für solche Attentate gegen mich liegen vielleicht nicht mehr vor, oder die werden es doch wohl nicht nochmal auf dem selben Wege versuchen, und falls doch, werde ich schneller die Ursache wissen, wurde ich von denen als wieder bestellender Altkunde auf eine Art begrüsst, die für mich so klang, als seien die sehr überrascht, dass ich nach den oben geschilderten Erlebnissen bei denen nochmal was bestelle.

Ein anderes Mal habe ich bei einem bekannten ComputerBillig-Anbieter im Internet einen gebrauchten Computer bestellt. Die Lieferzeit sollte 2-4 Tage sein. Meine Bestellung wurde bestätigt, das Gebrauchtgerät sollte eine Woche lang für mich reserviert sein, innerhalb der meine Überweisung bei der Firma eingetroffen sein muss. Ein paar grundsätzliche Überlegungen:
Ein Szenario für eher lange Lieferzeiten wären wohl Kunden, die sofort mit Kreditkarte bezahlen, oder die erst bezahlen müssen, wenn sie die Lieferung erhalten, so dass der Moment der Bestellung auch der Moment ist, wo sofort mit der Lieferung begonnen werden muss. Wenn der Kunde dann auch noch sehr viel und sehr exotische Sonder-Konfigurationen bestellt, sodass die Firma womöglich sogar selbst noch Geräte nachbestellen muss, dann kann es wohl mal ein paar Tage dauern, bis die bestellte Ware zum Kunden geschickt wird. Im Gegensatz zu jenen Kunden, die nur ein einfaches Gerät bestellen und auf deren Geld noch einige Zeit gewartet werden muss, so dass die Firma durch die Bestellung schon weiss, um welches Produkt es geht und wie und wohin es geliefert werden soll, aber die Bestellung noch nicht ausführen muss, solange die Überweisung noch nicht eingetroffen ist – die Firma hat also quasi noch eine Leerlauf- oder Vorbereitungsphase. Dazu kommt, dass es wohl eigentlich nur bei Neugeräten, aber nicht bei Gebrauchtgeräten zu Lieferengpässen kommen kann: Ein Gebrauchtgerät ist entweder noch vorhanden oder ausverkauft, nachbestellen geht nicht. Ein Neugerät hingegen kann bei übergrosser Nachfrage kurzzeitig ausverkauft sein, und der Händler wartet auf eine Nachlieferung vom Grosshändler oder der Firma direkt.

Zurück zu meiner konkreten Bestellung eines GebrauchtComputers via Internet. Zwei Werktage nach meiner Bestellung konnte ich die Überweisung machen (Wochenende dazwischen, und die Vorab-Rechnung der Firma kam erst spät). Meine Überweisung traf schon am frühen Vormittag des nächsten Tages beim Händler ein, wie der mir per eMail mitteilte. Ich hoffte darum, dass die den vor drei Tagen bestellten Gebrauchtcomputer noch im Laufe des ganzen langen Tages auf den Weg zu mir schicken und freute mich schon darauf, das Gerät am folgenden Tag zu bekommen, denn die Firma ist nicht allzu weit entfernt. Aber kein PC am nächsten Tag. Auch am übernächsten Tag nichts. Ich vermutete, dass Dritte mal wieder die Auslieferung sabotieren und keine Benachrichtigungskarte in meinen Briefkasten geworfen wurde, darum fragte ich bei der Postfiliale mal auf gut Glück nach; aber man hatte kein Paket für mich. Drei Tage nach dem mein Geld bei der Firma eingetroffen war, hatte ich Gelegenheit mal wieder in meine eMail-Box zu schauen, aber fand dort keinerlei Nachricht von der Firma vor, ob und wann die meinen Computer auf den Weg zu mir geschickt haben – gut eine Woche nach meiner Bestellung. Die hatten seit drei ein halb Tagen mein Geld, aber rührten sich nicht. Ich denke daher, man hat die vielen Tage genutzt, um das von mir bestellte Gerät nach allen Regeln geheimdienstlicher Missgunst zu manipulieren: die miesesten, ältesten Bauteile zusammengesucht und gegen die besseren im Gerät ausgetauscht, die Hard- und Software manipuliert, mit Fehlern, Viren und Trojanern gespickt, der Computer ferngesteuert, sodass ich wahrscheinlich ein Teufelsmaschinchen im Haus gehabt hätte, damit es mir den letzten Nerv raubt.
Ich habe der Firma darum eine eMail geschickt und den Kaufvertrag storniert. Wenige Augenblicke später hatte ich eine eMail von denen im Kasten, meine Bestellung sei auf den Weg gebracht.
Das Ganze stinkt nach geheimdienstlicher Manipulation und Trickserei. Die sollen sich ihre manipulierte Dreckskiste in ihren geheimdienstlichen Arsch stecken! Denn: Return to Sender!

Aber deren Perfidie geht noch weiter. In Ihrer Bestätigungsemail auf meine Stornierung war keine Rede davon, wann die mir mein Geld zurück überweisen. Und als ich am Nachmittag des folgenden Tages die Benachrichtigungskarte der Post im Kasten hatte, war dort als angeblicher Lieferversuch der frühe Vormittag eingetragen. Da war ich jedoch zu Hause. Und wenn ich sonst Paketpost bekomme und der Bote mich nicht erreicht, wünsche ich mir immer, der möge das Paket in der Packstation hinterlegen, aber stets muss ich solche Post in der Filiale abholen. Aber diesmal, da ich das Paket nicht annehmen will, liegt es in der Packstation. Das ist durchaus nicht nebensächlich, denn hätte mich der Bote erreicht oder läge das Paket in der Filiale bereit, könnte ich meine Annahmeverweigerung kundtun und das Paket ginge sofort zurück, die Firma müsste mir mein Geld sofort rücküberweisen. In der Packstation liegt das Paket eine Woche nutzlos herum, bevor es zurück geht.

Also, Systemskeptiker: Vorsicht vor wichtigen Bestellungen – egal ob via Internet oder aus einem Katalog oder sonstwie: Jeder unbemerkbare Ein- und Zugriffspunkt für die Geheimdienste birgt Gefahren für uns, denn die nutzen jede sich bietende Gelegenheit, uns das Leben schwer zu machen und unsere Lebensenergie abzusaugen! V wie Vampire!

Bei der Sache mit dem Computer mag mancher vielleicht sagen, mein Verhalten war übertrieben. Aber mein Verhalten ist das Resultat langjähriger Erfahrungen mit den „verborgenen Händen“ und die obige Begebenheit ist nur eine unter unzähligen anderen, wie beispielsweise diese:

Ich schreibe am Computer einen Textentwurf  an einen Sachbearbeiter einer Behörde, und lasse den abgespeicherten Entwurf liegen, öffne alle paar Tage mal die Datei und überarbeite den Text.
Nach ungefähr einer Woche bekomme ich Post von dem Sachbearbeiter, der mir quasi auf mein nie abgeschicktes, noch im Entwurfstadium befindliches Schreiben antwortet! Der PC hat keinen Internetanschluss, kein Bluetooth, ist nicht Teil eines Netzwerkes und das WLAN-Modul ist schon lange ausgebaut, also ein No-Connectivity-PC! (Klar, es funktioniert über die Abstrahlung der Grafikkarte bzw des Monitors).
Wichtig zu wissen ist also nicht nur, was geht und was nicht geht, sondern auch, dass das technisch Mögliche auch tatsächlich umfangreich und alltäglich praktiziert wird, also was machbar ist, wird tatsächlich gemacht.

Donnerstag, 1. September 2011

Überblicks-Liste der geheimdienstlichen Sabotagen gegen mich

Einige Male habe ich hier in einem nahe gelegenen Wäldchen übernachtet; ohne zu campen, also ohne Feuer zu machen, ohne Eingriffe in die Fauna und Flora und ohne Müll zu hinterlassen, einfach nur Isomatte und Schlafsack auf ebener Fläche ausbreiten und unter niedrigen Bäumen im Gras pennen, um mal ein bisschen Freiheit und Natur auch im Schlaf zu schnuppern. Das Wäldchen besteht aus einigen kleinen ehemaligen Schonungen, die mit Zäunen gegen einander und gegen die Umgebung abgegrenzt wurden. Im Laufe der Jahre sind die Zäune zwar löchrig und defekt und einige Pfosten morsch geworden, dennoch boten gerade auch die mit Sträuchern wild verwachsenen Bereiche einen gewissen Schutz gegen allzu flotten Durchmarsch. Als ich also dort nächtigte, hatte ich an einigen Flanken doch einen ziemlichen Schutz vor unbemerkter Annäherung durch nächtliche Besucher. Nach dem ich dort ein paar Mal in loser Folge übernachtet hatte, fand ich eines Tages das komplette Gelände von sämtlichen Zäunen und Pfosten leer geräumt vor – ideal damit dort eine ganze Truppe ungehindert durchpirschen kann; und den ehemaligen Trampelpfad zum Wäldchen hatte man zur breiten Schneise freigeschnitten, als ob man den Weg für Einsatzfahrzeuge und Truppentransporter frei machen wollte. Womöglich hatte man geplant, mich in einer nächtlichen Blitzattacke in Mannschaftsstärke zu überfallen.

Etliche jener Produkte, die ich beim Einkauf bevorzuge, wurden ziemlich schnell aus den Regalen entfernt und nie wieder angeboten. Offenbar will man mir damit einerseits demonstrieren, dass man weiss, was ich favorisiere und möchte nicht, dass ich bekomme was ich will.

Sämtliche meiner wichtigen juristischen Anliegen wurden geheimdienstlich hintertrieben, also erfolgreich sabotiert, ich um mein gutes Recht betrogen.

Man hat immer wieder meine Wohnung während meiner Abwesenheit betreten und sämtliche Privatheiten wie Briefe, Fotos, medizinische Unterlagen und alle Datenträger kopiert.

An meinen Computern wurden immer wieder die Passwortzugänge zum BIOS und zu den Festplatten manipuliert, so dass ich die Geräte nicht mehr voll nutzen konnte: Wo ich keine Passworte eingegeben hatte, wurden mir unbekannte Passworte eingetragen, sodass ich meine eigenen Computer nur noch eingeschränkt nutzen konnte; und es wurden von mir eingetragene Passworte durch mir fremde ersetzt.

Bevor die Praxisgebühr eingeführt wurde habe ich gerne mal den Arzt gewechselt, wenn ich mit dessen Arbeit unzufrieden war. Ich finde das völlig in Ordnung und auch notwendig, nicht sklavisch an „seinem Onkel Doktor zu kleben“, der um die Ecke seine Praxis hat, sondern Ärzte auszuprobieren, bis man bei dem passendsten landet. Wer nun denkt, mit meinem „Doktor-Hopping“ hätte ich der Solidargemeinschaft unnötige Kosten verursacht, wegen  Doppeluntersuchungen, der irrt. Denn ich habe sehr genau darauf geachtet, unnötige Doppeluntersuchungen zu vermeiden (wer lässt sich beispielsweise gerne zweimal kurz hintereinander Blut abnehmen oder mit Röntgen bestrahlen?) , auch habe ich viele teure Untersuchungen gar nicht machen lassen, obwohl ich die Überweisungen zum Facharzt und zur Klinik dafür in der Hand hatte - wie beispielsweise zum MRT - weil ich die Untersuchung für überflüssig gehalten habe. Durch dieses eigenverantwortliche Verhalten habe ich der Solidargemeinschaft etliche tausend Euro  gespart, also sicher mehr, als mein Doktor-Hopping gekostet hat oder kosten müsste. Doktor-Hopping hat also immer auch zwei Seiten! Ich denke dass die Praxisgebühr auch wegen solcher Leute wie ich es bin, eingeführt wurde; womöglich haben die mich sogar als Exempel benutzt. Man will kritische, mündige Patienten ausbremsen, sabotieren, verhindern.

Die Liste ist bei weitem nicht vollständig und wird ggbnenfalls fortgesetzt.

Persönlicher Überblick über meine bisherigen Kontakte mit der Justiz in den letzten 20 Jahren.

Als die Bullen abgezogen sind, sagt mir der Unfallgegner, irgendwas von, er brauche das Geld. Vor dem Hintergrund, dass der Mann mich quasi ins Unglück gewunken hat, erscheint mir das Ganze wie ein getürkter Unfall, also eine Art Versicherungsbetrug. Aber es kommt dann sogar noch zu einem Gerichtsprozess gegen mich, wegen Unfallflucht und ich werde zu einer Geldstrafe verurteilt, bzw das Verfahren wird gegen Zahlung einer Geldbusse eingestellt.

1991 Auf einer nächtlichen Überlandfahrt am Wochenende überhole ich eine Autoschlange. Das stört offensichtlich einen Autofahrer, der wohl der erste oder letzte in der Schlange war und den es wurmt, dass ich mich nicht hinten einreihe sondern an dem Korso vorbei ziehe, worauf dieser Autofahrer mich danach verfolgt. Ich versuche ihn in einem mir wenig bekannten kleinen Ort, in welchem ich in die Disko will, abzuschütteln.



Leider ist der Mann ortskundiger und nach dem ich in eine Sackgasse eingebogen bin, versperrt der mir den Weg und kommt zu meinem Wagen. Ich kurbele das Fenster runter und der Typ schlägt mir mit der Faust an den Kopf. Ich steige aus und wir rangeln miteinander. Ich sehe auf seinem Beifahrersitz eine blonde Statue sitzen (unbeweglicher Sekretärinnentyp) und denke: egal wie ich mich verhalte, die wird als Zeugin alles bestätigen was ihr Macker behauptet. Nach einigem Gerangel lassen wir voneinander ab, steigen in unsere Autos und ich fahre ziemlich benommen doch noch in die Disko. Dort hole ich mir zum Trost ein Bier und starre auf die Tanzfläche. Nach vielleicht einer halben Stunde spricht mich jemand an, ich solle zum Eingang kommen, die Polizei erwartet mich dort. Die Bullen sagen, gegen mich liege eine Anzeige vor (weswegen, weiss ich nicht mehr), ich solle zur Wache mitkommen. Dort angekommen will man einen Alkopustetest machen. Mit Verweis darauf, dass ich grade noch an einer Flasche Bier getrunken haben, bitte ich mir die gesetzliche Karenzzeit aus, die mir auch gewährt wird. Als nach einiger Zeit der Pustetest gemacht wird, liegt der Wert unterhalb dessen für ein Fahrverbot. Die Beamten diskutieren, ob man mich laufen lässt oder mir noch irgendwas anhängt. Eigentlich gibt es nichts. Ich habe gegen keine Verkehrsregeln verstossen, habe niemanden geschädigt, habe nicht zuviel Alkohol im Blut, aber ich bin zu müde, für meine Rechte zu streiten. Man fährt mich zur Disko zurück. Einige Wochen später bekomme ich eine Strafanzeige von der Staatsanwaltschaft wegen des nächtlichen Vorfalls (ich weiss nicht mehr, was mir vorgeworfen wurde (nachts bei rot über 'ne Dorfkreuzung oder so) so dermassen beknackt ist mir dieser ganze Schwachsinn schon damals erschienen). Aber ich war so unwissend und gutmütig und habe mich ausführlich schriftlich geäussert. Wie Kenner wissen, bringt das nichts Positives. Tatsächlich bekomme ich irgendwann die Vorladung zu einem Gerichtstermin - der fast ein dreiviertel Jahr nach dem Vorfall, und ausgerechnet an dem Tag ist, an dem ich aus beruflichen Gründen nach Süddeutschland abfahren muss, wo ich für ein paar Wochen bleiben sollte. Ich fand die Gerichtssache dermassen schwachsinnig und der berufliche Termin war mir wichtiger, weshalb ich zu dem Termin nicht erschienen bin. Prompt wurde ich zur Zahlung einer Geldbusse in Abwesenheit verurteilt, und als ich später gegen das Urteil vorgehe wird das Verfahren gegen Zahlung einer Geldbusse eingestellt. Damals kam ich noch nicht auf die Idee, das ganze könnte eine weiträumig abgekartete Sache von Strippenziehern hinter den Kulissen sein, die mich selbst in scheinbar unbehelligten Phasen immer auf ihrem Überwachungsschirm haben und obige Gelegenheiten nutzen und sogar herbeiführen, um ihre Süppchen auf meine Kosten zu kochen.

1997 mache ich eine Strafanzeige bei der Münchner Staatsanwaltschaft, gegen einen Medizin-Professor, wegen vorsätzlicher, schwerer, gefährlicher Körperverletzung in seiner Tätigkeit als Arzt. Ergebnis: keine Ermittlungen, insbesondere keinerlei körperliche Begutachtung, keine Beschlagnahme von Unterlagen der Klinik oder des Arztes, also auch keine Anklageerhebung, kein Verfahren.

1997 (ein halbes Jahr nach meiner Strafanzeige gegen den Münchner Medizin-Professor) Strafverfahren gegen mich, wegen angeblicher Beleidigung zweier Polizisten. Nach dem ich mit meinem Fahrrad zunächst vor roter Ampel stehend, dann aber doch - jedoch ohne Grünen Pfeil – rechts um die Ecke gefahren bin und von Polizisten im Auto gestoppt und zur Zahlung von damals 160 DM standrechtlich verurteilt wurde, soll ich beim späteren Wegfahren „leckt mich am Arsch“ gesagt haben.  Die 160 DM für den lächerlichen, weil völlig harmlosen Rotlichtverstoss habe ich anstandslos gezahlt, gegen den falschen Vorwurf der Beleidigung wehre ich mich. Es kommt zu einem öffentlichen Gerichtsprozess, in welchem ich ohne Anwalt erscheinen muss, die Polizisten lügen und der Richter mir die Möglichkeit nimmt, Widersprüche in den Aussagen der Polizisten deutlich zu machen und sie damit wirksam der Lüge zu überführen. Meine späteren Versuche, in höherer Instanz das Urteil anzufechten, scheitern einerseits daran, dass die gerichtliche Protokollierung der Aussagen der Polizisten keine wörtliche, sondern nur eine Zusammenfassung ist, welche die Lügen der beiden kaschiert. Aber vor allem formaljuristische Hürden lassen jedweden Versuch scheitern, zu meinem Recht zu kommen: Ich soll rund 500 DM Strafe plus Nebenkosten wohl etwa 700 DM zahlen, für eine nicht begangene Straftat, und die gerichtliche Strafhöhe wurde knapp unter jenem Betrag angesetzt, ab dem ich noch gegen das Urteil hätte klagen können. Ich teile dem Gericht mit, dass ich in dem ganzen Verfahren keinerlei Anreize für das Gericht erkennen kann, die Unschuld eines einmal Angeklagten zu ermitteln und ihn wieder frei zu sprechen, hingegen viele Anreize, auch unschuldige Leute zu verurteilen, denn das bringt dem Staat Geld. Ich sehe mich als Opfer einer Unrechtjustiz und lehne darum jede Zahlung einer Strafe ab und trete statt dessen die Ersatzfreiheitsstrafe von einem halben Monat Gefängnis an (die Ersatzfreiheitstrafe ist so hoch, weil mein Tagessatz so niedrig ist, was daran liegt dass ich durch das o.g. Medizin-Verbrechen zum Sozialfall geworden bin)!

In den folgenden Jahren Wiederholung meiner medizinischen Strafanzeige von 1997 unter Hinzufügen neuer Aspekte, Folgeschäden, Hinweise und Gesetzesparagrafen. Später Erweiterung meiner Strafanzeige gegen den Professor, um den Vorwurf des versuchten Mordes.
Ergebnis: mit dem Hinweis, ich müsse Beweise beibringen, werden - trotz meiner schwersten Vorwürfe – jedwede Ermittlungen abgelehnt.

2004 Klage-Erzwingungsantrag in obiger medizinischer Sache, beim zuständigen bayerischen Gericht, laut Gesetz nur möglich durch einen Anwalt. Mein Anwalt wird ganz offensichtlich von „verborgenen Händen“ gebrieft und „ferngesteuert“, jedenfalls verfasst er den Antrag schon so manipulierend formuliert gegen meine Interessen, dass der Antrag kein Chance auf Bewilligung hat - Geld will er dennoch von mir.

2004 Strafanzeige gegen obigen Rechtsanwalt, wegen Parteiverrat und Erpressung. Denn der Anwalt hat, als er meine Originalunterlagen kopierte, heimlich einige der Originale zurückbehalten und mich mit der Verweigerung ihrer Herausgabe erpresst. Ergebnis meiner Strafanzeige: Keine Ermittlungen. Auch meine Beschwerde bei der Anwaltskammer bleibt nach Monate langem Hin und Her schliesslich ohne positives Ergebnis. Meine Originalunterlagen habe ich bis heute nicht von dem Rechtsanwalt zurück.

2005 Klage beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe, gegen die abschlägige Entscheidung im Klageerzwingungsverfahren auch auf der Basis eines offensichtlichen, manipulierten Vorgehens des Rechtsanwaltes. Ergebnis: ohne Angabe von Gründen wird meine Klage abgewiesen. Justiz nach Gutsherrenart, statt Rechtstaat.

2006 Klage beim EU-Gerichtshof für Menschenrechte gegen diese Rechtstaat-Verhinderungs-Praktiken des deutschen Staates, denn schliesslich machen auch dessen Gesetze solche unrechtsaatlichen Praktiken und Situationen erst möglich. Ergebnis: Klage abgewiesen.

2006 Strafanzeige bei der hiesigen Staatsanwaltschaft wegen illegaler Totalüberwachung meiner Privatsphäre innerhalb und ausserhalb meiner Wohnung, mit Weitergabe der privaten Informationen an die Medien. Ergebnis: zunächst keine Reaktion, und nach Wiederholung meiner Anzeige dann Verweigerung von Ermittlungen, da ich keine Beweise vorgelegt habe. Ich dachte immer, die Ermittlung von Beweisen ist Sache von Polizei und Staatsanwaltschaft, während Opfer und Zeugen meist Hinweise und Indizien liefern.

2007 Strafanzeige wegen gesundheitschädlicher mutmasslicher Bestrahlung meiner Wohnung (festgestellt mit einem Tchibo-ElektroSmog-Detektor aus Anlass bestimmter gesundheitlicher Symptome). Anregung der Überprüfung des Stromverbrauchs der unmittelbar angrenzenden Nachbarwohnungen. Ergebnis: Keine Ermittlungen.

2009 Strafanzeige gegen unbekannt, wegen Körperverletzung durch Vergiftung mittels mutmasslich vergifteter Nahrungsmittel. Anregung einer Laboranalyse der in Frage kommenden Nahrungsmittel. Trotz schwerster Vorwürfe wird jedwede Ermittlung abgelehnt.

Weil bei schweren Verbrechen gegen mich die Justiz bislang stets Ermittlungen abgelehnt und sich damit durchgängig als Rechtstaatsversager  erwiesen hat, zeigt sie vielleicht bei leichteren Vergehen ihre Zähne:

2011 Strafanzeige gegen eine Zahnärztin, wegen Erpressung und Beihilfe zur Körperverletzung, weil sie die Herausgabe meiner Röntgenbilder verweigert, was die Weiterbehandlung verzögert und womöglich erneutes Röntgen erforderlich macht, und ihr Versuch mit diesen Bildern die nachträgliche Zahlung einer Praxisgebühr zu erpressen. (Was vor Jahren ein Anwalt mit meinen Originalpapieren versucht hat, praktiziert nun ein zahnärztliches Eliten-Mitglied mit meinen Röntgenbildern).

Bei so langjähriger durchgängiger Rechtstaatsverweigerung darf man von systemischem Versagen sprechen; und wenn die deutsche Justiz durchgängig mit mir so umspringt, dann geht sie auch mit anderen so um. Ich bin also sicherlich nicht das einzige Justizopfer. Wer da also behauptet, dies hier sei ein Rechtstaat, ist entweder ein kompletter Vollidiot, oder ein bezahlter Lügenbold. In meinen Augen hat die deutsche Justiz nichts ehrenhaftes oder respektables, sondern ist eine Verbrecherorganisation wie die italienische Mafia, mit einem gut geschmierten Presse- und Propaganda-Apparat des deutschen Staatsfernsehens, der ihr bei aller Detailkritik immer wieder ein sauberes GesamtImage verschafft. Gegen dieses real existierende Schweinesystem muss die DDR ein Hort der Glückseligkeit gewesen sein.

(Die eine oder andere o.g. Jahreszahl in den weniger dramatischen Fällen kann um ein Jahr vor oder nach dem tatsächlichen Jahr liegen)

Samstag, 13. August 2011

Fidel Castro wird 85

"Che war Militärführer, darum mussten wir wachsam sein."

[Fidel Castro im Kapitel "Die Verschwörung beginnt" im o.g. Buch, über die Zeit kurz nach dem Sieg der Rebellen, während des Aufbaues seiner Regierung]

Im Buch von Leycester Coltman - ein ehemaliger britischer Botschafter in Kuba - über Fidel Castro behauptet der Autor, während der Monate des Kampfes der Castro-Rebellen gegen die Batista-Diktatur habe sich einer der Kameraden über Che Guevara beschwert (vielleicht war Che der einzige, der wirklich an Revolution und Sozialismus glaubte), worauf Castro angeblich geantwortet haben soll, nach dem Sieg der Rebellen werde er Guevara auf eine längere Auslandsreise schicken (von der er ja bekanntlich nie wieder zurück gekehrt ist).

Wäre es nicht ein raffinierter Schachzug us-amerikanischer Macht-Eliten gewesen, vor der Haustür der USA einen kleinen pseudo-sozialistischen Inselstaat mit einem charismatischen "Commandante en Jefe" bzw "Maximo Lider" zu errichten, der als Trojanisches Pferd im Ostblock fungiert, um diesen von innen zu knacken und finanziell auszubluten? Um den Coup glaubwürdig zu machen, verhängt man eine Handelsblockade, lanciert Unmengen an angeblichen Attentatsversuchen gegen den Regierungschef, und sorgt dafür, dass gutgläubige Mitkämpfer des Chef-Commandanten möglichst bald ausgeschaltet werden.
Schon eigenartig, wie freundlich schulterklopfend sich unsere Eliten gegenüber einem angeblichen Klassenfeind verhalten, während hier bei uns jeder echte Linke gnadenlos verfolgt wird.
Womit ich nicht kritisiere, dass die Linkspartei Fidel Castro zum Geburtstag gratuliert hat. Auch Ex-UN-Generalsekretär Kofi Annan hatte Castro an seinem Krankenbett besucht. Ich denke, dass in Kuba nicht unbedingt weniger Demokratie herrscht, als bei uns.

Interessant ist, dass nachdem ich die o.g. Textstelle im o.g. Buch der hiesigen Leihbücherei gefunden habe und es später nochmal zur Hand nehmen wollte, um den Satz heraus zu schreiben, war das Buch über ein Jahr lang permanent ausgeliehen - und danach wurde es aus dem Leihverkehr genommen. Also trotz aller Bemühungen über die letzten Jahre konnte ich das Buch in der Leihbücherei nie wieder einsehen!

Freitag, 12. August 2011

Was hat es mit Superman auf sich?

Die Comic-Figur des Superman wurde schon Mitte der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts in den USA erfunden. Also zu der Zeit als bei uns die Nazis grade an die Macht gekommen waren, in deren Herrschaftszeit ja vielerlei technische Erfindungen fielen - ausserhalb und innerhalb Deutschlands - die wichtig und entscheidend waren für den Verlauf des späteren Weltkrieges und darüber hinaus. Also quasi Supertechnik, die über Sieg oder Niederlage zur Beherrschung der Welt entschied. Wenn eine Superman-Figur kreiert wird, die ihre Superkräfte durch Geheimhaltung bekommt und durch Preisgabe der Geheimnisse wieder verliert, dann müssen kurz zuvor hinter den Kulissen schon enorme Entdeckungen und Erfindungen gemacht worden sein, die den Geheimdiensten ausserirdisch erscheinende Kräfte und Möglichkeiten verleihen und von denen die Öffentlichkeit nichts erfahren hat. Interessant auch, dass Supermans "Tarnberuf" weder Handwerker oder Polizist, noch Musiker, Wissenschaftler oder Techniker ist, sondern Journalist.

Der Einsatz einer Atombombe liess sich nicht verheimlichen, sie ist ein für alle sichtbares Menetekel gewesen. Interessanter Weise wurde die Atombombe ja erst möglich durch Verständnis und Manipulation der kleinsten damals bekannten Teile, nämlich der atomaren und subatomaren Welt. Es scheint auf der Hand zu liegen, dass es auch etwas Umgekehrtes geben muss: Die Beherrschung des Mikrokosmos durch den Bau gigantischer Anlagen. Wie beispielsweise des CERN.

Beispielsweise wurde schon zur damaligen Jahrhundertwende die Supraleitung entdeckt. Also das prinzipiell ewige Fliessen von elektrischem Strom in absolut widerstandsfreien elektrischen Leitern. Vielleicht war man schon damals nahe am technischen Gedankenlesen mittels bestimmter supraleitender Substanzen. Vielleicht darum war in George Orwells Roman "1984", den er 1948 schrieb, zehn Jahre nachdem die Superman-Comics erstmals erschienen, Gedankenlesen ein so grosses Thema. Wie soll der Physik-Nobelpreisträger Niels Bohr gesagt haben: "Wer von der Quantentheorie nicht schockiert ist, hat sie nicht verstanden."

BTW: Lois Lane und Clark Cent

Wie billig, einen Superman, also Geheimagenten zu lieben. Aber wer ist "Lois Lane" eigentlich? "Lane" heisst im englischen: Fahrbahn, Spur, Gasse, Durchfahrt. Und "Lois" klingt ziemlich französisch. Wie uns der jüngste Fall Strauss-Kahn in den USA zeigt, ist das Frankreich-Bild in den USA eines, das die französische Frau als williges Objekt macho-hafter Männer zeigt. Mithin meint "Lois Lane" also ein leichtes Mädchen, Flittchen, eine Schlampe, die Geheimagenten liebt, aber ihren stinknormalen Kollegen wenig achtet.

Donnerstag, 11. August 2011

Meine Filmkritik: Michael Moore: Kapitalismus - eine Liebesgeschichte

Spitzensteuersatz < 50% = Verbrechen geg. die Mitmenschlichkeit
Eine der wenigen, wenn nicht die einzige, positiv überraschende Stelle im Michael Moore Film:


Angesichts eines gigantisches Staatsdefizits bei gleichzeitig enormem Privatvermögen erscheint es zwingend angebracht, den Spitzensteuersatz in die Richtung der offenbar altbewährten Höhe von 90% zu bringen!
Wenn ich durch viele moderne Stadtviertel fahre, dann sehe ich sehr viel Wohlstand der Mittel- und Oberschicht: grosse, chice moderne Designhäuser, neue grosse Limousinen, dicke Geländewagen und Zweitwagen in der Garage. Die Leute haben richtig Geld. Das wäre ja in Ordnung, aber ich sehe auch sehr viel Elend in den Strassen, verottete Häuser und verkommene Strassenzüge, viele traurige, krank aussehende Menschen mit erloschenem Blick, die sich im Laden nur noch ihren Alk abholen.

Aber vermutlich läuft das zur nächsten Bundestagswahl so, dass von den grossen Parteien niemand eine erhebliche Anhebung des Spitzensteuersatzes zur Wahl anbietet, weil es auch die eigenen Leute träfe, hingegen jene Politiker oder Parteien, die das fordern, sind auf Grund unakzeptabler anderer Vorstellungen nicht wählbar. Manchmal könnte man meinen, wenn politische Aussenseiter eigentlich gute, richtige Ziele verkünden, aber dann mit absurden anderen Dingen kommen, die sabotieren sich absichtlich selbst. Auch wenn womöglich eine Mehrheit der Deutschen für eine deutliche Anhebung des Spitzensteuersatzes ist, wird er wohl nicht kommen. Und das nennen sie dennoch Demokratie.

Revolution jetzt! Krieg den Palästen! Friede den Hütten!


Dass es eine immer extremere Aufteilung des Besitzes gibt, also die einen haben fast nichts und die anderen fast alles, ist auch mir aufgefallen. Dass von unten nach oben umverteilt wird, ist bekannt, aber im Glauben, dass das mal etwas langsamer geht oder vielleicht auch mal zurückgenommen wird, dachte ich lange Zeit, die Unterschicht hat somit immer etwas zu wenig, wird stets um ihr volles Recht geprellt, während die da Oben immer etwas zu viel haben; aber denen in der Mitte gehe es ganz prima. Tatsächlich aber läuft es extremer ab: Wenn man Leute bescheisst, dann bescheisst man sie total; und wenn die einen sich was einsacken, dann soviel sie kriegen können. Opfer von Ärzteverbrechen beispielsweise bekommen nicht etwa zu wenig Schadensersatz und Schmerzensgeld (nur in den PropagandaMedien), nein, tatsächlich werden sie komplett um ihr Recht beschissen. Die einen haben fast nichts, die anderen fast alles. Und die da Oben werden nicht etwa zu milde bestraft, nein, die kommen mit ihren Verbrechen komplett straffrei davon! Genau so schwarz-weiss wird das praktiziert.
Aber ist der Kapitalismus schuldig? Es sind doch die Menschen die dieses System stützen und nach ihm leben.

"Der Rest sollte dem Staat gehören."
Ein Staat, dem der Rest gehören sollte, wäre ein Staat nicht der Politiker, nicht der Richter und Staatsanwälte, nicht der Polizisten und Geheimdienstler, und nicht der Soldaten.
Ein solcher Staat wären wir alle und er wäre das Prinzip, das Grundgesetz, das Land, der Grund und Boden und die Institutionen. Die Leute also arm zu machen, um dann das dicke Geld den staatlichen Eliten (Profis der Nation) zuzuschustern, ist also nicht sozial, sondern Verarschung der Leute. Dass niemand mehr besitzen sollte als was er zum Leben braucht, und der Rest dem Staat, wäre allein dann okay, wenn der Staat dem Publikum gehört, wahre, also direktere Demokratie herrscht, und es für alle gilt.


Aufstände jetzt auch in England - wann bombt NATO Cameron aus dem Land?

Angeblich wird London so umfassend von Kameras überwacht wie keine andere Stadt. Dennoch gab es diese Unruhen in vielen Stadtteilen, mit brennenden Häusern und geplünderten Geschäften. Bekanntlich tragen die gewöhnlichen Polizisten in London keine Schusswaffen. Und mit Überraschung las ich die Nachricht, dass man nun erwägt erstmals in der Geschichte Englands Wasserwerfer einzusetzen. Also bislang sind in England noch niemals Wasserwerfer gegen Menschen eingesetzt worden. In Deutschland ist das Standard. Wer mal ein solches Monstrum live gesehen hat, kann sich fühlen wie im ersten Star Wars Film neben dem Raupenfahrzeug der kleinen braunen Kapuzenwesen.

Ich weiss nicht mehr, ob es ein englischer Polizeioffizier oder Politiker gesagt hat: Den Randalierern in London und ganz England fehlt etwas, wovor sie sich fürchten können.

Könnte es sein, dass das Londoner Kamera-Überwachungssystem ein eher harmloses, freundliches Sicherheitskonzept ist, dass mit anderen Sicherheitskonzepten konkurriert? Quasi eine Art TV-Prommie-Prinzip: eine allgegenwärtige Kamera schmeichelt einerseits und verhindert jede allzuleichtsinnige Abweichung anderseits.

Ich vermute, was in London und England grade passiert ist, kann in Deutschland nicht passieren, weil man - offenbar anders als dort - hier auf das altbewährte deutsche Prinzip des Blockwarts und der Stadtteilspitzel, der Kontakt- und V-Leute, also auf ein Spitzel- und Spionagesystem der Infiltration und Unterwanderung und der vorbeugenden Zersetzung setzt? In einem solchen Licht betrachtet wirkt das Londoner Panoptikon plötzlich als die freiheitlichere, menschenfreundlichere, demokratischere Variente aller Sicherheitstechnologien. So, wie es aussieht hatten die Briten, insbesondere die Londoner, mit ihrer totalen Kameraüberwachung der Stadt, eine ziemlich preisgünstige und Arbeitsplätze schaffende Sicherheitstechnik, die eine Sicherheit zu erlangen schien, die in anderen Ländern nur mit massivem Technik- und Spitzel-Einsatz erreicht wird - was natürlich viel teurer, aber nebenbei auch undemokratischer ist. Könnte es sein, dass man uns hier das Londoner Panoptikon immer als Negativbeispiel eines moderen Überwachungsstaates eigentlich nicht als abschreckendes Beispiel gezeigt hat, sondern um mit dem Erschrecken des Publikums damit intern und klammheimlich die andere, die deutsche Art der Sicherheitsschaffung zu rechtfertigen?

Könnte es also sein, das die Londoner Krawalle gezielt initialisiert wurden, um den Briten nun die härteren, teureren, technischeren, geheimdienstlicheren, faschistoiden Sicherheitstechniken, die bei uns und woanders schon lange zum Alltag gehören, verkaufen zu können? Könnte es also sein, das die Verursacher der jüngsten Krawalle in England zum gleichen "Verein" gehören, wie jenes Netzwerk, das in Norwegen den Attentäter Anders Breivik hervorgebracht hat? Nämlich global agierende Geheime des militärisch-industriellen Komplexes, die ihre Produkte und Strategien global verkaufen wollen, und darum auch Strukturen schaffen wollen, die solche Begehrlichkeiten möglichst begünstigt. Die Erschiessung eines unschuldigen jungen Londoner Migrationshintergründlers, durch Polizisten, war also womöglich eine absichtliche Provokation, begangen vielleicht von skrupellosen Eskalations-Bullen im geheimen Dienste des militärisch-industriellen Komplexes.

Montag, 25. Juli 2011

Norwegen-Attentate: Begleitumstände nur Zufälle?

Sicherlich eine ungeheuerliche Vermutung, Unterstellung, Zuschreibung, aber wir erinnern uns: Der deutsche Auslandsgeheimdienst BND hat seinen Adlerhorst bei München. Die sind mit Sicherheit nationalistischer, rassistischer, elitärer und skrupelloser, als wir uns das gemeinhin vorstellen. Mit Sicherheit gibt es dort Schnittstellen zwischen Agenten und Journaille. Schon der Nazi-Faschismus hat sein Zentrum und Ursprung in München gehabt, und auch die KZs waren ungeheuerlich, aber sie waren Wirklichkeit. Und dass jemand seinen Anschlag seit Monaten detailiert im Internet beschreibt und kein Geheimdienst, kein Polizeiapparat bekommt das angeblich mit und observiert den Mann, ist absolut unglaubhaft und eine Verkackarschung des Publikums, denn das Netz wird permanent nach Schlüsselbegriffen und mittels raffinierter Algorythmen durchkämmt, der militante Kämpfer wäre mit Sicherheit sofort aufgefallen - wenn er nicht eh schon im Geiste, wenn nicht Auftrag des globalen Geheimdienst- und Polizeistaats unterwegs gewesen ist.

Anders Breivik als "nützlicher Idiot" des globalen Polizei- und Geheimdienststaates? Mit welchen Zielen?:

Das reiche aber kleine Norwegen zurück stutzen: Tatsächlich singt man dort wieder bescheiden und mit Inbrunst ein populäres Lied, man sei doch nur ein kleines Land.

Den Export von Sicherheitstechnik anstossen. Deutschland ist grade im Bereich Waffen- und Überwachungstechnik vorne mit dabei und ein Exportland. Und Norwegen ist ein reiches Erdöl-Land.

Verschwörungstheorien und -theoretiker in Misskredit bringen. Verschwörungstheoretiker sind Verschwörern natürlich ein Dorn im Auge, darum werden sie öffentlich diffamiert, anstatt jede Theorie seriös zu erörtern.

Der Welt die Platzanweiser-Mentalität der Weissen und anderer Faschisten mit Gewalt auf- und einprägen.

Die Schuld in Richtung Freimaurerei und Templer lenken.
In meinen Blogs mache auch ich immer wieder negative Zuschreibungen in Richtung Freimaurerei, stellvertretend für alle Geheimorganisationen als Gegner. Und hatte anschliessend aber den Eindruck, dass ist den wahren Mächtigen ganz genehm. Entweder weil die Freimaurer ein kleiner Konkurrent der noch Mächtigeren sind, oder weil sie mitlerweile als eine harmlose öffentliche Benutzeroberfläche gelten, hinter der sich die wahren Mächtigen besser verbergen können, als ohne eine öffentlich bekannte und als harmlos angesehene offizielle Geheimorganisation.




BACK TO BLACK

Vielleicht darum wurde sie von den Medien - die ja Teil des Systems sind - gnadenlos gejagt und man hat sie immer wieder auf die Bühnen der Welt geschickt, damit sie sich dort unmöglich macht. Dass ihr Manager das zugelassen hat, wegen seinem Interesse den Job zu behalten, ist eine nicht ganz überzeugende Erklärung. Ich verstehe nicht, warum sie von Veranstaltern noch bis zuletzt immer wieder gebucht wurde, obwohl sie seit 2008 ständig desaströse Bühnenauftritte abgeliefert hat. Vielleicht weil das Publikum nur dann Geld zurück bekommt und Künstler ihre Gage nur dann zurückzahlen müssen, wenn sie gar nicht auftreten, selbst desaströse Auftritte fallen womöglich unter künstlerische Freiheit. Vielleicht erklärt sich auch daraus die unverständlich gute Laune von Amy und ihrer Band trotz katastrophaler Auftritte - verkauft wurde der Skandal, nicht mehr die Musik, und das Publikum wurde verarscht. Allerdings waren das zuletzt wohl keine Solokonzerte mehr, sondern Amy ein Act unter vielen anderen. Aber ich begreife nicht, ob und warum sie es in nüchternen Momenten oder in Gesprächen mit Eltern und Freunden nicht selber realisiert hat, dass ihre Auftritte musikalisch desaströs sind. Während des Auftritts unter Drogen / Psychopharmaka das nicht zu realisieren, ist nachvollziehbar, aber sie kann doch nicht ständig so drauf gewesen sein. Sie muss doch wohl mal halbwegs nüchterne Momente gehabt haben. Haben die Eltern drei Jahre lange immer wieder erfolglos versucht zu ihr durchzudringen? Über sowas erfährt man aus der Presse erstaunlich wenig bis nichts, obwohl die Eltern gerne mit den Medien gesprochen haben. Klar ist, dass die Tochter einer Apothekerin schon früh Psychopharmaka eingenommen hat (erwähnt werden Antidepressiva). Man kann sich vorstellen, dass die Mutter zu Hause einige Mittelchen herumliegen hatte und die junge Amy hat vielleicht irgendwann mal solche Pillen im Haus gefunden und ausprobiert (wir wollen mal nicht annehmen, dass die Mutter ihr das Zeug selber gegeben hat, um Amys schulische Leistungen zu steigern). Wer so früh schon mit dem Einnehmen einer kleinen Tablette jene Seelenzustände erreicht, für deren Erlangung einem natürlicher Weise und gemeinhin einiges abverlangt wird, der lernt damit wohl gleichzeitig Göttlichkeit und Teuflisches kennen. Göttlich, weil man sich damit gute Laune, Selbstvertrauen und scheinbare innere Stärke zaubern kann. Teuflisch, weil all diese Gefühle nicht aus einem selber kommen, sondern von der chemischen Industrie, von der man dadurch abhängig wird und kein eigenes Selbstvertrauen entwickeln kann ("I told you I was trouble, You know I'm no good"). Ich denke dass durch solche frühen und tiefgreifenden Erfahrungen einerseits eine gewisse Abgebrühtheit bzw Depressivität durch diese grundlegende Art der Lebenserfahrung resultiert, sowie auch eine gewisse Abhängigkeit von schnellen Lösungen, was man ja beides Amy zuschreibt und was wohl auch die Basis ihrer Einzigartigkeit als Singer und Songwriterin bildete. Bekannt ist auch, dass Antidepressiva die Suicid-Gefahr erhöhen. Die immer wieder bei Amy beobachtete Tendenz zur Selbstverletzung ist also vermutlich unter dem Einfluss von Antidepressiva passiert. Wer sich schonmal im Krankenhaus einer Operation unterziehen musste, kennt das sicher: Vor der Narkose bekommt man noch auf Station ein Tablette, welche einen in euphorische Stimmung versetzt - sogar das Herumgesteche mit diversen Nadeln und Kanülen im Narkoseraum wird einem scheissegal. Für diese Vermutung spricht auch, als Amy von Reportern auf ihre Selbstverletzungen angesprochen wurde, sie ziemlich perplex reagierte und darauf keine Antwort wusste - es war eben ein völlig fremder Zustand. Aber den Journalisten war eine solche Erklärung wohl zu einfach, es fehlt das Skandalpotenzial und die charakterliche Tragik - es ist einfach nur Chemie der Pharmaindustrie. Meiner Ansicht nach spricht mehr für eine Abhängigkeit Amys von Psychopharmaka, als von illegalen Drogen. Denn auch in England sind Heroin, Extasy, Kokain und Haschisch verboten und auch in England gibt es eine Polizei. Und wer prominent ist steht wohl besonders im Fokus. Aber gegen Psychopharmaka kann niemand einschreiten - die fallen unter das Arztgeheimnis. Also wenn kolportiert wird, sie habe sich noch am Vorabend ihres Todes bei einem Dealer mit einem ganzen Sortiment illegaler Drogen eingedeckt, ist das schwer zu glauben und wohl eher miese Propaganda um die Pharmaindustrie reinzuwaschen. Aber warum wird in den Medien nur von einer Drogenabhängigkeit Amys gesprochen, jedoch Psychopharmaka totgeschwiegen? Entweder Journalisten und Reporter nutzen die Produkte der Pharmaindustrie selber intensiv, oder es gab neoliberale Order von Oben, die Pharmaindustrie nicht in Misskredit zu bringen, sie also nicht in Zusammenhang mit Amy Winehouse zu erwähnen - also die Korruptheit von Journalisten und Reportern. Ich denke, Amy starb letztlich für ihre Freiheit als Individuum. Wegen ihrer unbedingten Unabhängigkeit wurde sie vom System, in Gestalt der Medien, gejagt und drangsaliert, daran ist der sensible, freiheitliche Mensch Amy Jade Winehouse wohl letztlich zu Grunde gegangen.

Samstag, 23. Juli 2011

Die ARD macht sich über ihre Zuschauer lustig

Abgesehen davon, dass damit eine Umfrage bzw sozialpsychologische Untersuchung gemacht wird, bei der die Propanden kein Geld bekommen, sondern noch selber dafür bezahlen, also abgesehen von dieser Perversion, verarscht uns die ARD / der Presseclub weil sie natürlich wissen, dass die in England bekannt gewordenen Praktiken des Murdoch-Imperiums ein Fliegendreck sind gegen das was tatsächlich von den TV-Anstalten international, also auch und grade in Deutschland, tagtäglich verbrochen wird. Was wir grade mit dem Murdoch-Imperium erleben ist wohl tatsächlich die Inszenierung eines Skandals, mit dem ein alter reicher Wolf (Rupert Murdoch) durch das viel grössere, jüngere Wolfsrudel der global kollaborierenden, mafiösen Staats- und Geheimdienstmedien gefressen wird.

Wie die Medien insgesamt funktionieren kann man symptomatisch auch ein bisschen an dem Umstand erkennen, dass der ARD Presseclub, der aus zwei Teilen besteht, deren letzter Teil mit Zuschauerbeteiligung nur auf Phoenix und im WDR-Radio übertragen wird, nicht jedoch im Ersten Fernsehprogramm, seinen Zuschauern im Ersten keinen Hinweis auf den zweiten Teil der Sendung im anderen Progamm gibt. Also wer das weiss, hat Glück und einen Vorteil, wer es nicht weiss, wird in seinem Nichtwissen belassen. Die Medien holen das Publikum nicht aus dessen Unwissenheit, sondern berieseln es auf dessen Niveau der Unwissenheit. Übrigens soll das hier kein Plädoyer für die ARD oder für den Presseclub sein, den ich mir weder grundsätzlich noch regelmässig noch vollständig anschaue, sondern gelegentlich mal reinzappe. Dan doch lieber auf BBC die Sendung "dateline london".

Dass unser Staatsfunk nicht viel von Transparenz und Offenheit hält erkennt man auch daran, dass zu den Umfrageergebnissen keine Angaben zur Anzahl der Anrufer gemacht werden, wo hingegen viele Privatsender die manchmal durchaus peinliche Anzahl von nur einer handvoll Anrufer angeben.

Samstag, 16. Juli 2011

Neuer Staat Süd-Sudan: reiche Christen-Exklave

Dass der Westen die Abspaltung und Staats-Neugründung des Südsudans so vehement und enthusiastisch fördert und medial feiert, scheint kein Wunder:
Während die Einwohner des Nordens überwiegend muslimischen Glaubens sind, und deren Land über wenig Naturschätze verfügt, ist der Süden überwiegend von Christen bewohnt und verfügt über reiche Naturschätze. Wäre es umgekehrt hätte der Westen die Teilung wohl verteufelt und verhindert.
Über diese Fakten habe ich aus dem deutschen Fernsehen jedoch nichts erfahren. Man zeigte uns wie George Clooney und andere Prommies dort unten für die Wahl zur Unabhängigkeit getrommelt haben, und deutsche Reporter berichten über die nicht funktionierende Mülltrennung im neuen Staat, und dass die neuen Ausweise und Pässe in Deutschland produziert wurden. Wo sonst.

Donnerstag, 7. Juli 2011

Fortsetzung: Diagnosefinder

http://www.fernuni-hagen.de/ps/pubs/APIS1996.pdf
http://www.jurpc.de/aufsatz/20020091.htm
http://members.tripod.com/lena_hess/data/skripte/Expertensysteme.pdf

Ein Programm das sowohl Patienten als auch medizinisches Hilfspersonal anwenden könnten. Ärzte würden dann nur noch für jene Fälle gebraucht, wenn der Patient und mögliches Hilfspersonal mit ihren Fähigkeiten nicht mehr weiter kommen. Das könnte erhebliche Entlastungen und Kosteneinsparungen bringen.
Auch die frühere Gesundheitsministerin Schmidt war der Meinung, dass das deutsche Gesundheitswesen im Vergleich viel zu "arztlastig" sei. Viele Aufgaben in der Medizin könnten und sollten von nicht-ärztlichen Fachleuten erledigt werden - das senkt die Kosten und stärkt die Selbstbestimmung.

Ein Patient könnte beispielsweise zu Hause am Computer seine Befindlichkeitsstörungen mit dem Programm analysieren und die Diagnose einkreisen. Wenn das Programm weitere Untersuchungen empfiehlt, wie etwa Urin und Stuhl, könnte der Patient vielleicht spezielle Teststreifen oder kleine, günstige Diagnose-Sets in der Apotheke oder Drogerie kaufen und zu Hause anwenden und die Ergebnisse in das PC-Programm eintragen. Wenn invasive oder aufwändigere Eingriffe nötig sind, wie etwa eine Blutentnahme oder ein EKG, könnte der Bürger in eine spezielle Ambulanz gehen, dort gibt er den Computer-Ausdruck seiner bisherigen Diagnose-Suche ab, so dass man dort weiss, worauf nun untersucht werden sollte, sowie als Abrechnungsgrundlage mit der Krankenkasse, und damit auch das Labor die Befundergebnisse in das Programm eingeben kann. Falls das Programm dann weitere Labor-Untersuchungn empfiehlt, können die gleich dem Patienten announciert oder mit den schon vorliegenden Proben durchgeführt werden. Die Befunde lässt der Patient sich entweder verschlüsselt per eMail zuschicken, oder per Fax, oder holt sie persönlich ab. Die Befundergebnisse trägt er auch selbst in sein Computer-Programm ein. Auf diese Weise kommt der Patient Schritt für Schritt entweder zu einer Diagnose und Therapieempfehlung, ohne einen Arzt teuer in Anspruch genommen haben zu müssen, was erhebliche Einsparungen bedeutet und die Eigenverantwortung der Bürger stärkt. Oder das Programm empfiehlt sehr invasive Diagnostik oder Therapie, die der ärztlichen Kompetenz bedürfen, wie etwa Röntgen oder Herzkatheter Diagnose-seits, oder Operationen oder schwere Antibiotika-Gaben Therapie-seits.

Aber denkbar wäre, weil dieses Konzept erhebliche Kostensenkungen bedeuten könnte, dass dann auch heute noch sehr teure aber harmlose Untersuchungen, wie etwa MRT, dann massenhaft und kostengünstig ohne ärztliche Überweisung durchgeführt werden könnten - allein weil das Diagnose-Finder-Programm am Ende zahlreicher Voruntersuchungen eine solche Untersuchung emfpohlen hat. Für Kritiker: Warum soll nicht jeder der es will eine kostenlose MRT-Aufnahme seines gesamten Körpers bekommen. Wenn die Gesundheitskosten nur noch ein Bruchteil der heutigen horrenden Summe betragen und viel weniger Ärzte gebraucht werden, dann kann eine MRT-Anlage den ganzen Tag brummen, ohne zu hohe Kosten zu verursachen.

Wir könnten eine Gesellschaft der Mündigen sein, in der wir uns weitgehend selbst helfen, mit einem kostenlosen Pool staatlich finanzierter Selbsthilfe-Labore und Ambulanzen mit überwiegend med. Hilfskräften, in der nur wenige Ärzte und nur für ganz seltene Notfälle gebraucht würden, wenn ein Patient und med. Hilfspersonal am Ende ihrer Möglichkeiten sind. Nicht wie heute, wo Ärzte zum Alltag gehören, so wie früher der Ehepartner oder die Nachbarn, und sei es auch nur per Fernsehen. Die Brahmanen-Kaste der Ärzte muss kleiner werden - die Gesellschafts- bzw Berufs-Pyramide muss wieder von ihrer Spitze auf die Füsse gestellt werden. Dass die Ärzte-Kaste hypertrophiert ist, erkennt man auch daran, dass in zahlreichen Ärzte-Tests immer wieder herauskommt, dass 70-80% aller Ärzte und Zahnärzte Pfuscher sind. Also wir haben nur 20-30% gute Ärzte, der Rest ist bestenfalls überflüssig, nicht selten jedoch gefährlich und teuer.

Ein paar Links zum Thema:
http://www.d-lecture.de/projekt/elearning_wisch/Expertensysteme_Unterstuetzung.PDF
http://de.wikipedia.org/wiki/Entscheidungsbaum
http://en.wikipedia.org/wiki/Electronic_Medical_Records
http://en.wikipedia.org/wiki/Health_information_technology
http://en.wikipedia.org/wiki/Decision_support_system
http://www.medizin-informatik.org/scripte/mi/expert.html
http://www.jurpc.de/aufsatz/20020091.htm
http://www.gässner.de/downloads/text/XPSmed.pdf
http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Decision_Tree.html

Montag, 4. Juli 2011

PID ist ein Verbrechen

Aber niemand kann mir erzählen, dass solch ein gewaltsamer Eingriff mit Substanzverminderung folgenlos für das werdende Kind bleibt.
Gibt es irgend ein lebendes oder totes kugeliges Gebilde dass man anstechen und Teile des Inhaltes absaugen kann, ohne negative Folgen für das Gebilde? Egal ob Ball, Luftballon, Kokosnuss oder ein Kopf oder sonstwas: wenn man es anbohrt und Teile des Inhaltes entnimmt, fügt man dem Ganzen schweren Schaden zu, aber bei einer Eizelle soll das angeblich nicht so sein? Zudem kennen wir ja die Lebensregel: je grösser der Vorteil (Erkenntnisgewinn durch PID) einerseits, desto grösser die Nachteile anderseits.Neulich zufällig bei "Hart aber fair" reingezappt und gesehen, dass der zuständige Facharzt in der Runde sogar ähnliche Überlegungen eines anderen Diskutanden abgebügelt hat mit einer Bemerkung wie: das sei zu fachbezogen. Also wir sollen den Experten nicht auf die Finger schauen. Schöne Neue Welt. Aber wenn es keine wissenschaftlichen Untersuchungen über mögliche negative Folgen eines durch PID ausgewählten Embryos gibt, wie kann man eine nicht untersuchte Methode gesetzlich erlauben?

Ex-Gesundheitsministerin Schmidt hat in o.g. Sendung mit ihrer Ablehnung der PID keine Frau zwingen wollen ein behindertes Kind auszutragen, bzw sich eine genetisch kranke Eizelle einpflanzen zu lassen, sondern Frau Schmidt will wohl Frauen davor bewahren, unwissentlich jenes Kind in sich wachsen zu lassen, dass als Eizelle zuvor von medizinischen Technikern angestochen, angezapft, bis auf die Gene untersucht und nach unbekannten Kriterien bewertet, selektiert und Frauen eingepflanzt wird.

Dienstag, 28. Juni 2011

Unser Fernsehen als mediale Kriegswaffe

Erstens gibt es sicher ein Handelsembargo gegen das Gaddafi-Libyen; an westliche Produkte kommen also vermutlich nur die Rebellen heran.
Zweitens wirkt Viagra angeblich nur, wenn der Mann sexuelle Lust verspürt, aber körperlich zu schwach zur Erektion ist - was bei den kämpfenden libyschen Männern wohl kaum der Fall sein dürfte.
Drittens müssten für Massenvergewaltigungen die Soldaten freien Zugriff auf viele Frauen des Gegners haben - wie sollte das passiert sein? Die Frauen von Rebellen laufen doch sicher nicht im Gaddafi-Lager herum. Und angeblich passen muslimische Männer besonders gut auf ihre Frauen auf.

Mit welchen medialen Tricks der Westen vorgeht, zeigt auch jüngst ein Fake beim französischen TV-NachrichtenSender France24. Dort hatte vor einigen Wochen die Botschafterin Syriens in Paris in einem Life-Telefonat mit dem Sender mit dramatischer Stimme ihren Rücktritt als Botschafterin des - wie sie sagte - verbrecherischen Assad-Regimes verkündet. Sensationell. Nur hiess es am nächsten Tag, die syrische Botschafterin wisse von nichts, sie sei nicht zurück getreten, es müsse sich um eine Betrügerin handeln (ob nach ihr gesucht wird und man sie findet?), sie behalte sich rechtliche Schritte vor. Es wird nun vermutet, dass mit dem angeblichen Rücktritt der Botschafterin - wie zuvor schon etliche Amtsträger Libyens sich von Gaddafi durch ihren Rücktritt distanziert hatten - Stimmung gemacht und ein Domino-Effekt ausgelöst werden sollte. Der Fernsehsender France24 mithin also ein Mittel der medialen Kriegsführung. Frage ist, ob die Entscheidungsebene auf welcher der Fake beschlossen wurde, innerhalb oder ausserhalb des Senders liegt.

Als der Westen mit seinen Bomben-Angriffen auf Gaddafi-Libyen begann, berichteten plötzlich andere BBC-Reporter aus der dortigen Hauptstadt Tripolis - die sahen eher wie Agenten aus.

Montag, 27. Juni 2011

Das soll Journalismus sein?

Al Jazeera bzw das ORF bringt einen Hintergrundbericht, dass der Volksaufstand in Ägypten keine spontane Erhebung der einfachen Ägypter war, sondern von Internetaktivisten seit drei Jahren vorbereitet wurde. Das scheint solide Journalistenarbeit zu sein. Völlig im Dunkel hingegen bleiben zum Arabischen Frühling so naheliegend wichtige Fragen wie die nach den konkreten persönlichen Gründen und Erlebnissen, warum die einzelnen Aktivisten, Künstler und Demonstranten einen Hass auf Mubarak bzw Gaddafi haben, was sie am bestehenden System ablehnen und was sie konkret erhoffen, welches politische System sie sich wünschen und aufbauen wollen. Also man sieht eine halbe Stunde lang die Vorbereitungen der Aktivisten des ägyptischen Volksaufstandes, hört aber nichts über deren Motive und Gründe, nichts über die Ziele nach dem Sturz Mubaraks. Das soll Journalismus sein.

Genauso zu den Protesten in Griechenland. Die Leute auf der Strasse dürfen sagen, dass die Regierung weg soll, dass sie die Sparmassnahmen für unzumutbar halten, aber niemand wird zitiert was man sich denn als Alternative vorstellt. Gibt es kein griechisches Fernsehen, haben die dort keine politischen Talk-Shows wo mit dem Publikum Lösungen aus der Krise diskutiert werden; haben die Jahre langen Demonstrationen keine Entsprechung in Internet- und anderen Foren, ähnlich wie etwa bei uns zu Stuttgart 21? Die griechischen Protestler werden dargestellt quasi wie Schafe, die zwar wissen dass sie nicht zum Metzger wollen, aber sich keine Gedanken darüber machen, wie der Bauer der sie versorgt und beschützt, sein Geld verdienen soll. Dabei wurde die Demokratie in Griechenland erfunden. Aber der Journalismus offenbar nicht in Deutschland.

Donnerstag, 9. Juni 2011

EHEC - Ein Stück aus dem Tollhaus

Eine ernsthafte Suche nach der Quelle der Infektionen scheint es nicht zu geben. Auch die Medien spielen und verwirren ein bisschen herum, zeigen mit dem Finger mal da mal dorthin, aber eine systematische, fieberhafte Suche nach der EHEC-Quelle sieht anders aus. Man legt offenbar weniger Wert auf eine Vermeidung der Krankheit, und mehr Wert auf die Behandlung von (im Sinne bestimmter Kreise erfreulicherweise) Erkrankten. So muss man wohl die Meldung von der Entwicklung von Schnelltests und der Entschlüsselung des Bakterien-Genoms, vor dem Hintergrund nicht erkennbarer Ursachensuche deuten.

Der Hotspot der Epedemie liegt in Hamburg, einem kürzlich politisch wieder eher links regierten Bundesland. Das Kartoffelrestaurant in Lübeck liegt in einer von der SPD regierten Stadt. Die Quelle der Infektionen wurde Anfangs und über mehrere Tage lang Spanien in die Schuhe geschoben, einem links regierten Land. Zuletzt der Sprossenbetrieb war ein Öko- also wohl linker Betrieb. Deutschland als EHEC-Hotspot der EU ist in den Augen rechter Kreise wohl unter Merkels CDU politisch linker geworden, durch eine linke Energiepolitik (Atomausstieg nun auch unter CDU/CSU) und den Verlust der Macht in mehreren Landtagswahlen in Folge.

Merkwürdig lahmarschige Suche nach der EHEC-Quelle
So lahmarschig, wie offizielle Stellen und auch die Medien sich anstellen, die Quelle der EHEC-Infektionen der Öffentlichkeit zu nennen - "Suche" kann man das ja gar nicht nennen, was deutsche Verantwortliche und Medien in der Sache veranstalten - so wächst der Eindruck es handelt sich bei dem Ganzen um eine abgekartete Sache - die Medien zeigen ihre Macht. Nur wem und warum?
Ich habe für diese elitäre Verachtung von Landwirtschaft und ihren Produkten, durch die Medien, kein Verständnis. Mit Essen spielt man nicht. Auch keine Machtspiele.

EHEC - das Problem sind nicht die vielen Stimmen
Einige Medien meinen, es müsse im EHEC-Drama zentralistischer zugehen; eine einzige Zentral-Behörde, die sagt was Sache ist. Eine erstaunliche Auffassung für angeblich demokratische Medien.
Mir scheint, das Problem ist eher die extreme Unterschiedlichkeit bei dem was uns als Wahrheit verkauft wird: jeder behauptet das Gegenteil vom anderen. Nicht unterschiedliche Meinungen, sondern unterschiedliche Behauptung von Wirklichkeit. Das Problem ist also nicht die vielen Stimmen, sondern der Autismus der Protagonisten. Es findet kein Abgleich darüber statt: warum haben die was anderes gesagt, als wir selbst als richtig herausgefunden haben. Normalerweise müsste es doch eine Kommunikation auslösen, wenn beispielsweise die Behörden in Hamburg Keime auf Gurken aus Spanien finden; da müsste die spanische Agrarministerin ins Spiel kommen. In den deutschen Medien habe ich die nicht gesehen oder gehört.
Womöglich ist das Chaos Absicht. Es soll wohl - wie geschehen - dem Ruf nach mehr Zentralismus Auftrieb geben. So wie es ja auch schon mächtige Organisationen gab, die das Chaos in der Weimarer Republik verstärkten, um so ihren Niedergang zu befördern.

Ein bekanntes Hamburger Onlinemagazin ist der Vermutung entgegen getreten, es könnte sich bei der EHEC-Epedemie um einen Biowaffen-Anschlag handeln (dadurch dass das Magazin einen möglichen Biowaffenanschlag - unprovoziert und völlig unjournalistisch mit Islamismus verbunden hat, haben die sich selbst verdächtig gemacht). Man widersprach der Vermutung eines Biowaffenanschlags und meinte, ein Austausch von Genen zwischen Bakterien komme auch in der Natur vor. Abgesehen davon, dass das kein Argument gegen eine Laborkonstruktion von EHEC ist, wundert es mich, dass bislang kein Experte für Genmanipulation zu Wort kam, vermutlich könnten solche Experten einschätzen, ob ein Bakterium auf natürlichem Wege zustande gekommen ist, oder ob es eine Gen-Konstruktion aus dem Labor ist.

Eine ganz wichtige Vorgehensweise von Geheimdiensten ist es, möglichst nahe am normalen "Grundrauschen" zu bleiben, sodass der unvoreingenommene
Bürger die Aktionen nicht vom normalen Geschehen unterscheiden kann (es sei denn es geht mal um eine ganz offene Machtdemonstration). Also bringt man keine auffälligen, exotischen Keime in Umlauf, sondern veränderte normale, übliche.

Keine überzeugende Erklärung: EHEC durch Massentierhaltung
Ein Fernsehmagazin des ZDF hat kürzlich vorgerechnet dass enorm viele EHEC-Keime durch Massentierhaltung mit ihrer Kraftfütterung entstehen und dass die gefährliche Variante "o 104" durch Mutation entstanden sei.

Wenn dem so wäre, müssten dann nicht auch und vor allem Kühe selbst an dem Erreger erkrankt und verendet sein? Müssten nicht zuerst Bauern und Schlachthofarbeiter an dem Erreger erkrankt und gestorben sein?

Wenn die enorm hohe Anzahl von EHEC die Basis für solche Mutationen ist, müssten dann nicht auch viel mehr andere Mutationen auftreten, quasi halb oder dreiviertel oder doppelt so gefährliche Erreger wie der momentan grassierende, und müssten wir nicht schon seit Jahren auch aus anderen Ländern Alarmmeldungen über gefährliche EHEC-Mutationen bekommen haben? Schliesslich wird in allen anderen Länder der EU und der Welt Massentierhaltung mit Kraftfütterung praktiziert.
Der jetzige Erreger sticht so dermassen extrem hervor, dass er eher an eine gezielt konstruierte Biowaffe denken lässt, als an ein Ergebnis zahlloser zufälliger Mutationen. Auch wenn man unterstellen kann, dass wir im Alltag wohl kaum von harmloseren Mutationen erfahren, so müssten doch eigentlich ständig irgendwelche Kuh-Bestände durch mutierte EHEC-Erreger dezimiert werden, wenn die Behauptung des durch Massentierhaltung entstandenen gefährlichen Keimes o 104 stimmen würde. Auch ist verdächtig, dass die Medien die Möglichkeit eines gezielten Biowaffenanschlags gar nicht erst in Erwägung ziehen und nicht ernsthaft diskutieren.

Deutschland hat ernste Hygiene-Probleme - seit Wochen auch ausserhalb von Kliniken!
Deutschland hat seit vielen Jahren erhebliche Probleme mit seiner Krankenhaus-Hygiene: Zehntausende Patienten jedes Jahr werden krank und sterben an vermeidbaren Krankenhaus-Infektionen.
Seit Wochen erkranken und sterben in Deutschland auch ausserhalb von Kliniken Menschen an EHEC-Infektionen, und stecken ganz Europa an, aber Deutschland bekommt die Epedemie nicht in den Griff, findet nicht die Quelle der Infektionen. Der EU-Gesundheitskommissar hat soeben Norddeutschland mit Nordafrika verwechselt (1 min Video):



Gurken-Verbrauchs-Krise
Obwohl Deutschland - zu unrecht - schon früh Gurken aus Spanien als schuldig an der EHEC-Epedemie bezeichnete und damit der spanischen Landwirtschaft schwere Verluste zufügte, schien das in den Medien niemanden weiter zu stören, und meiner Wahrnehmung nach kam die spanische Landwirtschaftsministerin in den deutschen Medien nicht zu Wort. Als aber Russland die Agrarimporte aus Deutschland stoppte, war das Geschrei gross.
Bevor wir Deutsche uns über die Arroganz der USA mokieren, sollten wir uns der Arroganz Deutschlands gegenüber dem Rest Europas bewusst werden.



EHEC - Ekel vor den deutschen Medien
Wie unsere Leit- und Massenmedien sich wiedermal als zu faul zum Denken und Recherchieren gezeigt haben und ganz bequem und selbstherrlich die Schuld an der EHEC-Epedemie den Spanieren in die Schuhe geschoben haben, und dann auch noch mit dem medialen Finger Reih um auf die anderen EU-Länder gezeigt haben, wo es auch EHEC-Kranke gebe, ohne dazu zu sagen, dass es sich auch dabei um Deutsche und aus Deutschland grade zurück gekehrte Ausländer handelte, diese miese Medienpraxis erfüllt mich mit Ekel.
Es ist schon ziemlich dreist: Da zeigt man uns in den ZDF-Nachrichten eine Europakarte und färbt dann nacheinander alle Länder ein, in denen es EHEC-Fälle gibt, aber erst ganz zum Schluss auch Deutschland. Dabei hat die Seuche in Deutschland begonnen (23 EHEC-Tote in Europa, 22 davon in Deutschland). Aber vor allem diese Suggestion: Da wird ganz Schweden auf der Karte eingefärbt, dabei gab es dort nur eine einzige Erkrankte, und die kam grade aus Deutschland zurück, hatte sich mutmasslich in Norddeutschland angesteckt. Ganz Österreich wurde auf der Karte eingefärbt, dabei gab es dort nur zwei EHEC-Fälle, die beide Deutsche sind oder grade aus Deutschland zurück kamen. So wird der völlig falsche Eindruck erweckt, ganz Europa leide unter krankmachenden Gurken aus Spanien, Deutschland stehe nicht allein als Opfer da. Tatsächlich ist allein Deutschland der Infektions-Herd und die Infektions-Quelle der aktuellen EHEC-Probleme! Die Medien agieren nationalistisch und verantwortungslos. Die deutschen Zuschauer werden ganz bewust von unseren Leit- und Massenmedien verarscht.

EHEC - sind die Deutschen die Dreckferkel Europas?
Dass Gemüse aus Spanien nicht die Ursache der EHEC-Epedemie sein konnte, hätte man eigentlich allein schon daran erkennen können, dass Spanien zwar ganz Europa mit Gemüse beliefert, aber sämtliche EHEC-Fälle ausschliesslich in Deutschland und mit Hotspot in Norddeutschland, und im Ausland nur bei Deutschen oder kürzlich aus Deutschland zurückgekehrten Ausländern auftraten. Wäre die Quelle der Erreger wirklich in Spanien gelegen, hätte es in ganz Europa zur EHEC-Epedemie kommen müssen - es sei denn in anderen Ländern geht man grundsätzlich hygienischer mit Gemüse um, was aber unwahrscheinlich ist.
Und auch weil EHEC auf Gemüse aus Deutschland gefunden wurde, muss die Quelle der Seuche eigentlich in Deutschland selbst liegen. Das hat nur niemand in den Medien so klar gesagt - man hat alles aufs Ausland geschoben.
Die Frage ist eigentlich nur, agiert die EHEC-Quelle absichtlich - dann wäre es ein Biowaffen-Anschlag, oder handelt es sich bei der Quelle um irgend eine fahrlässige Dreckferkelei, wie beispielsweise versiffte Transportfahrzeuge in grossem Massstab, die jetzt bei sommerlichen Temperaturen zur EHEC-Brutstätte wurden. Im Bayerischen Fernsehen wurde nämlich grade berichtet, auf Grund des herrschenden Zeitdrucks im Transportgewerbe gebe es massive Hygiene-Probleme in deutschen LKW, die Fleisch und Gemüse durch Europa karren. Entweder ist das wieder ein Fall davon, dass die deutschen Daumenschrauben so fest wie keine anderen in der EU angezogen sind, und somit es zuerst hier zur Katastrophe kommen musste; oder es ist ein deutscher Volkscharakterzug, dass bei Überforderung die Deutschen besonders schnell die Moral und soziale Rücksicht über Bord werfen.
Eigenartig, dass weder Medien noch Lebensmittelüberwachung nicht schon vom ersten Tag an den gesamten Weg des Gemüses vom Erzeuger bis zum Verbraucher überprüft haben, statt dessen haben die Medien sofort und univisio auf Spanien gezeigt.

Viel Schüren von Unsicherheit, wenig Aufklärung. Die Leute schmeissen ganze Gurken und anderes Gemüse weg, weil ihnen niemand klar gemacht hat, dass die Keime meist nicht innen, sondern zu wohl 90% aussen auf der Schale sitzen. Anstatt den Leuten ganz klar zu sagen und per Film zu zeigen, dass wenn man Gemüse schält und sogar kocht, man auf der sicheren Seite ist; statt dessen wird verwirrt, verwässert, werden Ängste geschürt und der Landwirtschaft - ob einheimisch oder international - Absatzeinbrüche beschert. Der eine Sender sagt, rund 100 EHEC-Keime genügen für eine Infektion, der andere sagt, schon 10 Keime reichen um krank zu machen. Der eine Sender sagt, Gemüse bei mindestens 70°C zehn Minuten lang erhitzen, der andere sagt, zwei Minuten bei über 70°C. Der eine Fachmann im Sender sagt, die neuen EHEC-Schnelltests seien nur für die Anwendung an Patienten geeignet, auf einem anderen Sender heisst es, die Schnelltests würden innerhalb von etwa vier Stunden, statt bislang drei Tagen, anzeigen ob auf Gemüse die gefährlichen EHEC-Keime seien. Bei der zuletzt im Verdacht stehenden Keimlinge- und Sprossen-Gärtnerei hatte man nach über einem Tag noch keine Ergebnisse. Aber auch die drei Tage Dauer für die alten EHEC-Tests erklären nicht, warum man über eine(?) Woche brauchte, um Entwarnung für spanische Gurken zu geben. Dann wird behauptet, die Journalisten können ja nicht selbst die medizinischen Behauptungen überprüfen, müssten das Gesagte so übernehmen, wie sie es bekommen. Ganz was neues. Es ist wie im Tollhaus. Die Bevölkerung als Spielball der Medien.

Mir scheint, die Medien wollen wieder ganzen gesellschaftlichen Gruppen ihre Macht demonstrieren. Da zeigt das Fernsehen zusammenfassend wie Reporter in Fussgängerzonen, auf Wochenmärkten, vor Supermärkten und sonstwo die Leute fragen, ob sie eine Gurke essen würden, und alle Gefragten schütteln heftig den Kopf: Nach nur drei Tagen mit dem medialen Finger auf Gurken aus Spanien zeigen, präsentiert uns das Fernsehen stolz dass es die Bevölkerung ausnahmslos im medialen Griff hat. Die Bauern sollen die Medien fürchten, die Bevölkerung soll den Medien auf Knien danken, für hilfreiche Informationen - wenn sie denn kommen würden.

Man muss ganz klar sagen: es gibt etliche Berufsgruppen, die profitieren ausschliesslich von gesellschaftlichen Missständen; die sind nicht an zu guten Verhältnissen interessiert: Medien, Justiz, Polizei, Ärzte. Die Verhältnisse müssen grade gut genug sein, dass die Leute Arbeit und somit Geld haben. Aber dann müssen die allgemeinen und persönlichen Verhältnisse so schlecht sein, dass die Leute die Medien, die Justiz, die Polizei und die Ärzte brauchen. Darum werden diese Berufsgruppen einander auch niemals wirklich am Zeug flicken, sondern hinter den Kulissen machen sie gemeinsame Sache, zur Ausbeutung der wirklich Produktiven in diesem Lande. Und das Geld welches der Landwirtschaft durch die EHEC-Panik flöten geht, sacken sich andere ein.

Mittwoch, 8. Juni 2011

Ein Anti-Thermografie-Komplott

Ich habe Ärzte, Ärztekammer, Verbraucherzentralen, medizinische Organisationen, Patientenorganisationen per eMail und per Fax angeschrieben, in etlichen Fällen wiederholt, und darum gebeten, diese kostengünstige Diagnose-Methode beim Gemeinsamen Bundesausschuss wieder als Kassenleistung zu beantragen oder zumindest die Gründe für ihre Ablehnung öffentlich und transparent zu machen, damit sie Angesichts der Verschärfung der Lage im Medizinwesen neu diskutiert werden kann.

Bis auf zwei Fälle habe ich nichtmal eine Antwort bekommen. Die erste Antwort bekam ich von der Verbraucherzentrale Hamburg, die sich auf meine eMail hin zwar zunächst interessiert zeigte, mich aber dann über Wochen hinhielt, man würde zum Thema noch recherchieren, um dann schliesslich das Ganze doch im Sande verlaufen zu lassen. Die zweite Reaktion kam von einer Patientenhilfeorganisation in München, die umfangreichen, sehr informativen Dateianhang mitschickte, der klar machte, dass die Infrarotthermografie schon vor vielen Jahrzehnten medizin-wissenschaftlich gründlich untersucht und für gut und hilfreich befunden wurde (und das mit mitlerweile veralteten Geräten). Bis Ende der 80er Jahre war die Infrarotthermographie denn auch eine normale Kassenleistung, wurde dann aber von moderneren (und wesentlich teureren) Methoden wie CT, MRT usw als Kassenleistung verdrängt. Lediglich die Privaten rechnen diese Leistung noch ab, die aber nur noch in Krankenhäusern praktiziert wird.




Die Infrarot-Thermografie hat in den letzten Jahren aber einige ganz erhebliche Technologie-Fortschritte gemacht. Allein das sollte schon ein Grund sein, das Thema für die Medizin neu zu bewerten.




Als ich dann später versuchte, das Thema beim BundesGesundheitsMinisterium anzusprechen, wurde auf deren Website klar gemacht, dass der Bürger sich nur dann melden soll, wenn er zuvor gefragt wurde, also nur zu Themen, die man grade für opportun hält. Was Fragen von medizinischen Anwendungen und Kassenleistungen angeht, solle man sich an den Gemeinsamen Bundesausschuss wenden. Auf deren Website wiederum erfuhr ich, dass auch die nicht direkt mit den Bürgern kommunizieren, sondern nur über bestimmte Patientenorganisationen. Die wurden aber wenigstens genannt.

An diese hatte ich dann letzten Herbst eMails geschrieben. Als ich keine Antwort bekam, schickte ich Faxe. Auch darauf bekam ich keine Antwort. Damals fragte ich auch beim VDÄÄ nach deren Position zum Thema. Die haben - je nach Thema und Anliegen - mehrere eMail-Subadressen. Weil ich keine Antwort bekam schickte ich nach und nach an unterschiedliche Ansprechpartner mehrere eMails, bekam aber nie eine Antwort. Zuletzt mailte ich kürzlich sogar die Feminismus-Zeitschrift EMMA an, weil ich die praktizierten Alternativen zur Thermografie bei der Brustkrebs-Früherkennung, für Frauen feindlich / Frauen verachtend halte. Auch von denen bekam ich leider keine Antwort. Ich kann nicht glauben, dass soviele Adressaten soviele eMails und Faxe komplett ignorieren. Darum muss ich annehmen, dass Dritte ihre Finger dazwischen und die eMails einkassiert haben. Solche Eingriffe in meine Telekommunikation durch vergorgene Hände gehören seit vielen Jahren zu meinem "normalen" Leben.

Obwohl oder grade weil die Thermografie eine sehr effektive, Patienten-freundliche und sehr kostengünstige Methode in der Alltagsmedizin wäre, halten auch die Vertreter grosser Medien, die hier mitlesen, wie ich weiss, das Thema Thermografie in der Medizin - wie man sieht, oder eben nicht sieht - unter der Decke, also behandeln es nicht öffentlich. Das kann man durchaus als Anti-Thermografie-Komplott oder Verschwörung gegen eine bessere Medizin bezeichnen.

Dienstag, 7. Juni 2011

TV-Kritik: DMAX - Survival mit Bear Grylls

Ausgesetzt in der südafrikanischen Steppe, wo Trinkwasser zu bekommen das A und O ist. Survival-Experte Bear Grylls nimmt einen Haufen frischen, feuchten Elefanten-Kot, legt seinen Kopf in den Nacken, presst den Dunghaufen zwischen seinen beiden Händen über seinem Gesicht zusammen und lässt sich die grünlichbraune Pressbrühe in den Mund laufen, schluckt den Saft. Eltern, deren Kinder unbedingt Cola trinken wollen (also alle) und darum langweiliges Mineralwasser ablehnen, könnten mit ihnen zusammen die Serie auf DMAX anschauen. Und sie bräuchten sich dann wohl auch keine Sorge mehr darüber machen, dass ihr Sohn Spinat verweigert. Sie könnten sagen, Baer Grylls muss draussen Brennnesseln essen und freut sich schon auf zu Hause und einen Teller Spinat. Baer Grylls beisst lebenden Fröschen und Schlangen den Kopf ab und isst sie dann roh. Auch kleine Fische schluckt er lebendig herunter. Kindern könnte man so vielleicht wieder Appetit auf richtigen Fisch, statt auf Fischstäbchen machen.

Für ziemlichen "white trash" halte ich die von einigen TV-Überlebenskünstlern demonstrativ praktizierte - vermeintlich natürliche - Gefühllosigkeit, mit der Tier nur noch als Mittel zum eigenen Überleben gesehen werden. Es gibt noch zwei weitere Survivalsendungen bei DMAX, in einer davon zeigt man sich ebenso so wie Grylls vollkommen unsentimental beim Töten von Tieren. Aber ich denke, selbst die natürlichsten Ureinwohner waren nicht so gefühllos wie diese weissen Naturburschen, und hatten ihre Rituale und Tabus bezüglich der Jagd. Man bat die Götter oder die getöteten Tier um Verzeihung und man hat nicht wahllos alles umgebracht und verschlungen, was einem über den Weg lief. Wenn also beispielsweise Baer Grylls versehentlich ein Wildhuhn von dessen Gelege aufscheucht und bedauert, nicht den Vogel erwischt zu haben, sondern sich mit den Eiern begnügen zu müssen, er das Nest leer räumt und nach dem Kochen der Eier feststellt, dass darin schon Küken waren, die er nun isst, dann finde ich, er hätte der Henne wenigstens ein Ei im Nest lassen können, damit die ihrem Brutinstinkt weiter folgen kann. Selbst die unzivilisiertesten Ureinwohner hätten das vielleicht so gemacht. Also wird den Zuschauern eine Härte und Kompromisslosigkeit als Natürlichkeit verkauft, die ich für unwahr und für white trash halte. In Grylls Sendung werden zwar immer gerne eine paar Zitate über die Naturverbundenheit der jeweiligen Ureinwohner gebracht, das soll wohl Respekt vor ihnen dokumentieren, scheint aber nur für die Zuschauer zu sein, nicht für den Hauptakteur.

Montag, 23. Mai 2011

Obamas Rede an die Menschen der MENA Region

Das Individuum geniesst Vorrang


Als die US-Seals in Abbottabad in Bin Ladins Haus eindrangen, stellten sich ihnen Leute in den Weg, unter anderem auch eine Frau. Die Seals schossen auch die Frau nieder, um an ihr Ziel Bin Ladin zu kommen, den sie dann mit Kopfschuss niederstreckten - statt ihn gefangen zu nehmen und vor ein ordentliches Gericht zu stellen. Der Vorrang des Individuums.

Noch während der Live-Übertragung der Rede von US-Präsident Obama lief unter seinem Konterfei die Tickermeldung durch, dass im US-Guantanamo-Gefängnis sich ein Häftling selbst umgebracht hat. Der Vorrang des Individuums.

Als Ende der 90er Jahre in Russland die demokratische Ära Jelzin zu Ende ging und ein GeheimdienstOffizier namens Putin zunehmend die politische Bühne des Kreml betrat, wurde es für die in der Jelzin-Ära gross und mächtig gewordenen TV-Mogule ungemütlich. Eines Tages trat ein junger Geheimdienst-Kollege von Putin vor die Presse und sagte, er habe von seinem Geheimdienst den Auftrag bekommen, einen der TV-Mogule zu töten, aber er weigere sich, den Auftrag auszuführen. Der junge, hoffnungsfrohe Geheimdienstler hiess Alexander Litvinenko. Danach war sein Leben bedroht. Er hatte nicht lange vorher geheiratet und einen kleinen Sohn. Mit der Hilfe von Freunden und durch ein paar raffinierte Vorkehrungen gelang es ihm, mit Frau und Kind, in die Türkei zu fliehen. Doch die Türkei konnte nur eine Zwischenstation sein. Mittels einiger weniger internationaler, einflussreicher Freunde bat er die USA um Asyl. Die USA baten um Bedenkzeit. Schliesslich schlugen sie dem Individuum, das Rückgrat gegen das Böse gezeigt und das westliche Demokratie- und Marktmodell verteidigt hatte und eine junge Familie zu schützen hatte, die Tür vor der Nase zu. Das Ende der Geschichte ist bekannt: 2006 wurde Alexander Litvinenko in London durch ein Attentat umgebracht, aller Wahrscheinlichkeit nach vom russischen Geheimdienst im Auftrag Putins. Hätten die USA ihm Asyl gewährt, wäre es wohl kaum dazu gekommen. Der Vorrang des Individuums.

Die USA dulden keine Aggression über Ländergrenzen hinweg, in der MONA-Region


Muss man dazu nochwas sagen? Ich tue es trotzdem:
NATO bombt sich den Weg zum libyschen Erdöl frei
So wie NATO und überhaupt die Mächtigen der Welt agieren wird doch immer deutlicher, dass sie sich selbst als Weltregierung verstehen. Ob Obama der EU empfiehlt die Türkei aufzunehmen, ob das US-Militär einfach in eine Stadt in Pakistan fliegt, dort Bin Ladin und seine Leibgarde erschiesst und seine Computer mitnimmt, ob die USA seit Jahren das Militär in Ägypten mit Milliarden Dollar sponsert und ausbildet, und damit Einfluss auf die ägyptische Politik nimmt, ob NATO aktuell den libyschen Regierungschef Gaddafi aus seinem Land bombt um freien Zugriff auf die gigantischen libyschen Erdöllagerstätten zu bekommen, ob die Allierten in Afghanistan seit Jahren immer wieder massenhaft Zivilisten töten während sie dort Bodenschätze suchen und finden und permanent die Aufforderung des afghanischen Regierungschefs Karsai ignorieren, der die Alliierten immer wieder zum letzten Mal warnt, keine Zivilisten zu töten.
Die Ansage Obamas in seiner jüngsten Rede an die Menschen der MONA-Region, die USA werden keine die Landesgrenzen überschreitende Aggression (in der Region) dulden, erscheint somit als zynische Verarschung des Weltpublikums (Gaddafi hat keine "aggression across borders" begangen, hingegen die USA mit ihren Allierten begehen tagtäglich "aggression across [libyen] borders" in der MONA-Region). Warum sagen Obama und seine Verbündeten nicht klar und offen: Wir bilden die Regierung der Welt, wir schreiten überall auf dem Globus ein, wo es unseren Interessen nützt, nationale Grenzen haben für uns eine immer geringere Bedeutung.

Donnerstag, 19. Mai 2011

ESC Nachbetrachtungen

Und was sind die wenigen Stunden im Greenroom, während der TV-Übertragung des Finales, gegen die zwei Wochen davor? Der durchs Fernsehen mir vermittelte Eindruck ist der, dass die teilnehmenden Künstler sich gegenseitig besuchen, auch werden durch die Organisatoren gemeinsame Events veranstaltet. Aber womöglich ist dieser Eindruck falsch, und die Künster machen meistens relativ isoliert voneinander jeweils ihr eigenes nationales Ding. Eigenartig: man erfährt so wenig darüber. Und vom Greenroom gibt es nur den Eindruck von der Punktevergabe, wo jeder in seiner Nationen-Wabe sitzt.

ESC: politisch gelenkter Sieg von Azerbaijan?
Wenn man sich die politische Landkarte anguckt, scheint es so als musste Azerbaijan gewinnen (vielleicht sind sogar alle ESC-Siege politisch gelenkte Siege?).
Wir haben in den letzten Wochen und Monaten erlebt, dass die Diktaturen im Nahen Osten zerbröseln ­- und der Prozess ist noch nicht abgeschlossen. Das ist zu einem nicht geringen Teil auf den steten Tropfen zurück zu führen, der aus den westlichen Medien gradezu strömt, inbesondere aus dem Internet und aus Al Jazeera.

Eine der härtesten Nüsse, die in o.g. Hinsicht zu knacken sind, ist der Iran des Ahmadineschad. Und wie der Zufall (oder doch eher die Absicht?) es will, liegt kein ESC-Teilnehmerland näher am Iran als Azerbaidjan, dessen Hauptstadt Baku mit grade mal 500 km in Funkreichweite zu der Hauptstadt des Iran liegt. Der ESC im nächsten Jahr wird also wohl auch von den Iranern mit normaler TV-Antenne überall zu empfangen sein. Ein Narr, wer hinter dem Sieg Aserbaidjans eine politisch gelenkte Aktion vermutet? Wobei man sich darüber streiten kann, ob die klandestine politische Einflussnahme beim Voting passiert (die Jurys könnten manipuliert sein, und noch einfacher - aber auch protokollierbarer - die Technik der Anruferfassung), oder schon die Auswahl der Contest-Teilnehmer und ihrer Beiträge. Ich vermute, Psychologen und Musikexperten wissen genau, welche Zutaten es braucht, um die Gunst der Zuschauer zu gewinnen. Wenn der ESC also zentral gesteuert ist, kann man von Oben durch gezielte Auswahl schon vorab entscheiden, welches Land als nächstes gewinnt. Man lässt die Zuschauer immer nur dann und immer nur soviel entscheiden, wie es im Sinne der Strippenzieher egal ist. Zum Beispiel war ja klar, dass Deutschland / Lena dieses Mal nicht schon wieder gewinnen wird. Also konnte man die Zuschauer im Vorfeld ruhig entscheiden lassen, welchen Song Lena beim ESC singen soll.

Der ESC-Sieg Deutschlands im letzten Jahr war womöglich als psychologische Stützung der "Wirtschafts-Lokomitive Europas" in Zeiten der Wirtschaftskrise geschuldet. Deutschland musste in der schwersten Krise seit dem letzten Krieg wieder als Zentrum / "Herz" der EU in Bauch und Hirn der Europäer verankert werden.
Denn mal ehrlich: junge, freche, fotogene Mädchen, die auch singen können, gibt es doch in jedem Land genug. Also wenn man wollte, hätte man jederzeit aus jedem Land eine "Lena" aus dem Hut zaubern können. Man macht das aber immer nur dann, wenn man es braucht. Obwohl ... eine die den ganzen klandestinen, systemtreuen Teil hinter den Kulissen freudig mitmacht, ist vielleicht (zum Glück) doch nicht so leicht zu finden.

Die klandestine politische Einflussnahme könnte eigentlich ziemlich simpel funktionieren: Die Hälfte der Punkte eines Landes kommt bekanntlich von einer nationalen Jury, die aus drei Leuten besteht. Wenn in jeder Jury auch nur ein geheimer "politischer Kommissar" sitzt (ein politisch aufgeklärter Systemträger), dann braucht der nur ein einziges weiteres Mitglied von dem politischen Ziel zu überzeugen, und schon haben sie in der Jury die Mehrheit für die volle Punktzahl. Dass nicht nur die Musik allein berücksichtigt werden soll, sondern auch die Politik, akzeptiert wohl jeder. Letztes Jahr bestand die deutsche Jury aus Hape Kerkeling, Mary Roos und Joy Denalane. Mal angenommen es wäre die Jury von diesem Jahr gewesen. Wenn ein Gesandter der BundesRegierung Kerkeling vor dem Finale beiseite genommen und ihm erklärt hätte, dass eine Entscheidung nach musikalischen Kriterien, aber natürlich auch nach politischen Kriterien erfolgen sollte, würde Kerkeling dem wohl nicht widersprochen haben. Dann würde man ihm klar gemacht haben, dass nach den Umstürzen in Arabien der Iran noch am weitesten zurückliegt und man die unterdrückten Menschen im Iran mit guter europäischer Unterhaltung politisch unterstützen wolle, weshalb es notwendig sei, das ein Land möglichst nahe am Iran gewinnen müsse, damit der nächste ESC von dort ausgestrahlt werde. Das würde Kerkeling sicher verstehen und wohl bejahen. Danach würde Kerkeling dann in den Jury-Diskussionen die beiden anderen Mitglieder ebenfalls davon zu überzeugen versuchen, dass Azerbaijan gewinnen sollte. Und weil der Song aus Azerbaijan musikalisch gut ist, hätte Kerkeling mindestens eine der beiden anderen Jurorinnen locker überzeugen können. Schon mit zweidrittel Mehrheit hätte die deutsche Jury 12 Punkte an Azerbaijan vergeben. Selbst wenn die deutschen Zuschauer Null Punkte vergeben haben, wären es immer noch 6 Punkte für Azerbaijan gewesen. Wenn das in fast jeder Jury in jedem Land derart praktiziert würde, hätte Azerbaijan allein von den nationalen Jurys schon 150 von ihren rund 220 Siegerpunkten bekommen. Die fehlenden 70 Punkte kommen dann leicht von befreundeten Nachbarstaaten und von Zuschauern denen der Song gut gefallen hat zusammen. Zumal wenn auch der Showteil von Experten gemacht wurde, die Zuschauer also professionell schon in die gewünschte Richtung gelenkt wurden.

Interessant und wichtig ist bei dem Ganzen, dass es ja immer entlang dessen passieren würde, was die meisten wohl nicht als verbrecherisch ansehen. Es wäre so eine Art sanfter Betrug an vielen kleinen Stellen: Verbergen der wahren Macht- und Organisationsstruktur, politisch gezielte Auswahl der Jury-Mitglieder, politische Manipulation der Jury, Manipulation bei der Auswahl der Künstler und ihrer Beiträge, und vieles mehr.

Melonen-Verkäufer Raab
Vor der Moderation des ESC-Finales wurde Raab gefragt, ob er nicht besonders aufgeregt sei, vor sovielen Millionen Zuschauern zu moderieren. Was Raab verneinte; einem Melonenverkäufer sei es ja schliesslich auch egal, wenn er mal eine besonders grosse Melone verkaufe. Aber nicht alles was hinkt ist ein Vergleich. Wenn ein Melonenverkäufer eine 10mal grössere Melone anbietet, dann nimmt die etwa auch 10mal so viel Platz weg. Also im Prinzip wäre es egal, ob er 10 kleine oder die eine grosse verkauft. Jedoch wenn Raab eine Sendung moderiert mit 10mal sovielen Zuschauern, dann ist es für ihn moderationsmässig also das gleiche wie vor wenigen Zuschauern. Jedoch für die Moderation vor Millionen Europäern bekommt er sicherlich zigfach mehr Geld als für seine übliche kleine Show - bei gleicher Arbeit.

Das ist ja eines der "Wunder" der Unterhaltungs-Branche (Unter-Haltung, weil es die Zuschauer / das Publikum unterhalb der Show-Elite hält), dass es seine Inhalte und damit auch seine Gewinne mittels Technik beliebig vervielfältigen kann - ohne mehr dafür arbeiten zu müssen.
Also Lena und Raab verbringen eine Nacht im Tonstudio, und ob sie danach zehntausend oder 1 Million CDs verkaufen, macht ihnen nicht eine Stunde mehr oder weniger Arbeit, macht aber einen Riesenunterschied auf dem Konto. Wobei auch schon zehntausend Euro für eine Nacht Arbeit eine Menge Geld sind. Also wenn es arbeitsmässig für Raab egal ist, ob er für eine halbe Million oder für fünf Millionen Zuschauer moderiert, so macht es einen enormen Unterschied auf seinem Konto, den ESC moderiert zu haben. Anders als bei menschlichen Eigenschaften, die von Gott gegeben sind und die niemand umverteilen kann gilt beim Geld: Der Reichtum der einen, ist die Armut der anderen!

Zugegeben, diese Betrachtung ist etwas einseitig, weil sie das Talent nicht berücksichtigt. Wenn die einen Musiker tausend CDs verkaufen, und die anderen eine Million Tonträger, und die Erfolgreicheren vielleicht sogar noch weniger daran gearbeitet haben als die Erfolglosen, so kann das dennoch gerecht sein, vielleicht weil die einen viel talentierter sind, mehr Gespür bei der Zusammenstellung der Combo hatten und einfach besser zum Zeitgeist passen.
Aber Raab war sicher nicht die beste Wahl als ESC-Moderator. Er wurde es, weil er Druck ausüben konnte, nicht weil er der beste dafür ist. Und ob die Menge des Geldes das er für den Abend bekommen hat, gerechtfertigt ist, entscheiden nicht die Konsumenten, sondern das wird intern ausgekungelt.
Dass Millionenbeträge bei ARD und ZDF keine Rolle spielen, sehen wir grade im Kriminalfall des KIKA, wo dem MDR / der ARD über acht Millionen Euro gestohlen wurden, und über Jahre hat das niemand bemerkt (übrigens hat auch Raab fürs Kinderprogramm der ARD mal Inhalte produziert).